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Ein Vertreter Pakistans hat in einem Brief an den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen bekräftigt, dass die 56 Mitglieder des islamischen Blocks nicht an Beratungen zur Verbesserung der Lage von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern interessiert sind. Darauf wies die Menschenrechtsorganisation UN Watch am Freitag hin.

Anlass für das Schreiben des pakistanischen Vertreters beim Menschenrechtsrat in Genf ist ein für den 7. März geplantes Forum, dass erstmals Diskriminierung und Gewalt aufgrund von sexueller Orientierung und Gender-Identität zum Thema macht. Der Menschenrechtsrat hatte im letzten Juli eine entsprechende historische Resolution mit knapper Mehrheit verabschiedet (queer.de berichtete), worauf ein Bericht zur Lage von LGBT folgte, der nun diskutiert werden soll.

Nun zeigen sich die Islamischen Staaten in dem Schreiben "tief besorgt", dass solche "kontroversen Vorstellungen" in den Menschenrechtsrat Einzug fänden, die keine Basis in der Universellen Deklaration der Menschenrechte hätten. Damit würde der Rahmen der Menschenrechtsarbeit beschädigt.

Die Staaten zeigen sich zudem "verstört über den Versuch, den Fokus auf bestimmte Personen zu setzen aufgrund ihres abnormalen sexuellen Verhaltens", während andere Diskriminierungsgründe weniger Gewichtung bekämen. Bei Beratungen zu Menschenrechtsthemen müssten auch regionale Eigenheiten, historische, kulturelle und religiöse Hintergründe Beachtung finden.

Themen, die persönliches Verhalten und Vorlieben beträfen, hätten nichts mit Menschenrechten zu tun, heißt es zum Ende des Schreibens. Daher mache man die Opposition zu dem Forum öffentlich und werde seine Empfehlungen nicht akzeptieren. Nach Informationen von UN Watch drohen die Staaten auch damit, das Forum frühzeitig zu verlassen.

Der Chef der 1993 vom American Jewish Committee gegründeten Nichtregierungsorganisation, Hillel Neuer, forderte die amerikanische Außenministerin auf, den "skandalösen Angriff auf die Rechte von Homosexuellen, nicht in Ländern wie Iran, Mauretanien, Saudi-Arabien, Sudan und Jemen mit dem Tode bestraft zu werden", zu verdammen. "Menschenrechte sind universell und es darf nirgendwo religiösen Ausnahmen für barbarische Gewalt gegen unschuldige Menschen geben."

Clinton hatte im Dezember eine ebenfalls als historisch geltende Rede vor dem Menschenrechtsrat über die Lage von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern gehalten (queer.de berichtete). Islamische Staaten hatten in der Vergangenheit immer wieder gegen Verbesserungen der Lage von Schwulen und Lesben gestimmt, in der Regel an der Seite des Vatikans und einiger anderer Staaten. (nb)



#1 genervtAnonym
  • 17.02.2012, 20:06h
  • "Themen, die persönliches Verhalten und Vorlieben beträfen, hätten nichts mit Menschenrechten zu tun, heißt es zum Ende des Schreibens"
    Demnach ist auch Religionsfreiheit kein Menschenrecht.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 17.02.2012, 20:10h
  • Da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln! Die Sturheit der 56 Mitglieder des islamischen Blocks macht alle Bemühungen, die Gewalt gegen LGBTler einzudämmen, zunichte!
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#3 ClaudiaAnonym
  • 17.02.2012, 20:49h
  • Da haben die 56 Staaten ja mal wieder gezeigt, wes Geistes Kind sie sind. Sie pochen auf ihr Recht, auch weiterhin Schwule, Lesben und Transgender wie sie wollen zu verfolgen, diskriminieren und zu ermorden. Ich fordere ein deutliches Wort der UN dazu!!!!!!! Zum Kotzen!!!!
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#4 BurgerBerlinProfil
  • 17.02.2012, 21:17hBerlin
  • Inwieweit gibt es von der islamischen Gemeinde in Deutschland - eine klare Distanzierung zu diesem Vorgehen des islamischen Blocks?
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#6 hamburgerAnonym
  • 17.02.2012, 21:36h
  • und der lsvd hat nichts besseres zu tun als sich mit einer moschee zu solidarisieren...
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#7 finkAnonym
  • 17.02.2012, 21:47h
  • was für eine verqueere, zynische und menschenverachtende argumentation. barbaren!
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#8 finkAnonym
  • 17.02.2012, 21:51h
  • Antwort auf #4 von BurgerBerlin
  • "Inwieweit gibt es von der islamischen Gemeinde in Deutschland - eine klare Distanzierung zu diesem Vorgehen des islamischen Blocks?"

    vielleicht hast du bemerkt, dass es "die islamische gemeinde" nicht gibt. recht hast du trotzdem, dass eine distanzierung "gemäßigter" islamischer gruppen wünschenswert wäre. darauf warten wir aber vermutlich ebenso vergeblich wie auf eine distanzierung deutscher bischöfe von der menschenrechtsfeindlichen haltung des vatikans.
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#9 julian21
#10 daVinci6667
  • 17.02.2012, 22:16h
  • Antwort auf #6 von hamburger

  • Nun es war eine Nazi-Drohung in der selbst Erschiessungen angedroht wurden, schrecklich. Das erfordert selbstverständlich eine klare und unmissverständliche Reaktion der Zivilgesellschaft. Das ist das eine.

    ABER sich als Schwuler in eine Moschee zu begeben in der vielleicht ansonsten homophobe Sprüche oder Predigten zu hören sind, das geht mir dann allerdings auch zu weit.

    Natürlich sind die Katholen und diverse andere christliche Kirchen keinen Deut besser. Wer sucht der findet viele Artikel auch auf Queer.de über diverse Hasstiraden dieser religiösen "Würdenträger"

    Hat die Religion in einem Staat zu viel Macht werden wir kriminalisiert und ermordet. Und die Mehrheit der Gläubigen in diesen Ländern stimmt dem auch noch zu. So kommen dann diese Entscheidungen solcher Staaten in der UN zustande. Und deshalb können irgendwelche Gläubige hierzulande auch nicht zu viel Solidarität von mir erwarten!
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