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Michael Adam (li.) ist bei bayerischen Ritualen gern dabei

Der offen schwule Landrat Michael Adam trat erstmals beim traditionellen politischen Aschermittwoch der SPD in Bayern auf.

Von Carsten Weidemann

Der politische Aschermittwoch hat besonders in Bayern eine lange Tradition. In den Zelten der Parteien trifft sich die Politprominenz und nutzt die Gelegenheit, die beginnende Fastenzeit noch um einen Tag zu verschieben. Ein letztes Maas im Stehen und dabei genussvoll über den politischen Gegner herziehen. So machten es CSU, SPD, FDP und Grüne in diversen bayerischen Städten. Und Michael Adam, der jüngste und zugleich der erste offen schwule Landrat (queer.de berichtete) durfte dabei sein.

Die "Süddeutsche Zeitung", die die Lästergelage per Liveticker im Web verfolgt hatte, berichtete von einem frenetisch gefeierten Christian Ude im Bierzelt in Vilshofen. Der SPD-Mann ist seit 1993 Bürgermeister der Landeshauptstadt München und auch in der Community sehr beliebt. Um 13:29 Uhr dann enterte Adam, der seit November 2011 Landrat von Regen ist, die Bühne. Er hatte bereits beim Einzug ins Zelt den lautesten Beifall erhalten.

Offen schwul und evangelisch in Bayern, und keinen juckt´s.

Dann redet er sich warm: "Die CSU hat sich in ihrer Verblendung festgefressen und will nicht begreifen, dass die Realität eine andere ist" höhnt er. Und auch CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt wird abgewatscht: "Der Fuchs ist schlau und stellt sich dumm. Der Dobrindt macht es andersrum." Ohne schlichten Reim dann sein politischer Wunsch für das kommende Jahr, wenn die Landtagswahlen anstehen: "Trinken wir auf die nächste bayerische Staatsregierung, eine SPD-geführte."

Auf lokaler Ebene hat Michael Adam bislang einen ungewöhnlichen politischen Kickstart hinter sich. Überraschend wurde er 2008 zum Bürgermeister von Bodenmais gewählt. Und seine Kandidatur zum Landrat, die er mit 57,1 Prozent aller abgegebenen Stimmen im CSU-Stammland gewann, ist eine kleine Sensation. Seine Bundestagskandidatur 2009 war allerdings aussichtslos, da er weit hinten auf einem Listenplatz stand.



#1 Adam-FanAnonym
  • 22.02.2012, 15:44h
  • Michael Adam weiss, wie man in Bayern Politik macht. Von ihm werden wir in Zukunft noch viel hören!
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#2 ExilbayerAnonym
  • 22.02.2012, 15:45h
  • Verblendung ist nicht nur in CSU-Köpfen zuhause...Adam ist und bleibt eine politische Witzfigur.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 22.02.2012, 16:07h
  • Rechtzeitig zum politischen Aschermittwoch hat die CSU ihren "Stotter-Ede" (Edmund Stoiber, Anm. d. Verf.) aus dder Versenkung geholt, weil sich der feine Herr Seehofer als Bundesratspräsident (ist ja damit der "Lückenbüßer" und somit kommissarisch Repräsentant bis dann ein neuer Bundespräsident am 18. März gewählt wird) zurückhalten muß. Mal sehen, was die als Antwort auf Michael Adam parat haben, nämlich nichts!
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#4 GayreporterAnonym
#5 RaffaelAnonym
  • 22.02.2012, 20:03h
  • Antwort auf #2 von Exilbayer
  • Wieso das denn bitteschön?

    Wenn Du Deine Meinung auch begründen würdest, könnte man sie vielleicht verstehen oder widerlegen. Aber so...

    Adam macht nur das, was am politischen Aschermittwoch üblich ist.
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#6 mezzoAnonym
  • 23.02.2012, 08:53h
  • Es heißt eine Maß und nicht ein Maas. Die Maas ist ein Fluß in den Niederlanden ;-)
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#7 Nomen est OmenAnonym
  • 24.02.2012, 10:03h
  • Michael Adam: Lästerschwester par excellence! Er ist mir auch lieber als Herr Beck!
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