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Conchita muss daheim bleiben und per ORF-Übertragung den Song Contest begleiten (Bild: www.conchitawurst.com)

An diesem Wochenende fiel in ein paar Ländern die Entscheidung, wer zum Grand Prix nach Baku fahren wird.

Von Carsten Weidemann

Während das deutsche Fernsehpublikum eher lustlos einen gähnend langweiligen Vorentscheid für den deutschen Kandidaten verfolgte, gab es in Österreich und Irland am Freitag wenigstens etwas Power und eine wesentlich größere musikalische Bandbreite zu bestaunen. Insgesamt stehen bereits 16 Songs und neun Interpreten - noch ohne Titel - fest. In drei Wochen werden alle Länder ihre Beiträge und Künstler bestimmt haben, und wir können dann einschätzen, ob unser Roman Lob mit "Standing Still" gute oder schlechte Chancen hat.

Beim österreichischen Vorentscheid hätte beinahe Conchita Wurst das Rennen gemacht. "That's What I am" hieß ihre Hymne, die so ein bisschen was von Goria Gaynor und Celine Dion hatte. Das Conchita ist, wie sie ist, hat sie bereits in der ORF Talentshow "Die große Chance" bewiesen. Eigentlich heißt Conchita Thomas Neuwirth. Der 23-Jährige ist mit seinem Travestie-Alter ego und seiner kraftvoll hohen Stimme eine schillernde Figur. Vor allem, wenn er zur Langhaar-Perücke und den Glitzerkleidern einen Vollbart trägt. Das Fernsehpublikum wollte es jedoch knapp mehrheitlich nicht divaesk sondern dumpfbackig.

Youtube | Conchita Wurst: That's What I Am"

"Trackshittaz": Neben der Spur ist ihr "Woki mit deim Popo" schon

Das Hip-Hop-Duo "Trackshittaz" ist ungefähr so sympathisch wie Scooter und ihr "Woki mit deim Popo" auch so originell wie "Hyper Hyper". Wenn sie bei ihrem Bierzelt-Gegröhle wenigstens noch eine Spur Selbstironie zeigen würden, wäre das Ganze mit einem bittersüßem Lächeln zu ertragen, aber sie scheinen es ernst zu meinen. Immerhin lassen sie nicht nur drei leichtbekleidete Damen an Stangen turnen und mit dem Hintern wackeln. Lukas und Manuel schwingen selbst ihre Ärsche und am Ende gibt es statt Trickkleidern eine entblößte Männer-Brust zu sehen.

Wer genau hinsieht: Der brustrasierte Lukas folgt dem irischen Kindergarten-Duo "Jedward" frisurentechnisch. In Baku werden sich die irischen Hupfdohlen mit den Trackshittaz ausgiebig über Toupieren und Trash austauschen können. Denn ebenfalls am Freitag schickte Irland die Jungs noch einmal ins Rennen. Nach "Lipstick" werden die Zwillinge diesmal mit dem Song "Waterline" an den Start gehen. Und damit nicht wieder irgendjemand auf die Idee kommt, Jedward sind schwul, besingen sie in "Waterline" keine feuchten Sexpraktiken sondern die Liebe zu einer Frau.

Am Samstag (25.2.) werden noch Finnland und Schweden entscheiden, und am Sonntag (26.2.) Slowenien und die Niederlande.

Youtube | Jedward: "Waterline"


#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 vingtans
#3 wurm auf speedAnonym
  • 25.02.2012, 16:27h
  • die jedward- jungs sind an sich ganz hübsch, nur schaffen sie es durch ihre vermarktete hyperaktive art und lächerliche kleidung wie nervige trottel auszusehen.
    wären sie mädchen, hätte man sie anders vermarktet und auf erwachsen und "sexy" gestylt.
    schon traurig wie unterschiedlich mit männlicher und weiblicher erotik medial umgegangen wird. letzere wird viel offener präsentiert und promotet und das sogar beim esc der angeblich überwiegend schwule fans hat. die zuschauer scheinen wohl doch hauptsächlich heten zu sein.
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#4 LorenProfil
  • 25.02.2012, 17:12hGreifswald
  • Ohrenbetäubendes aus Österreich (mit und ohne Wurst) und ein Waterline-Syndrom aus Irland.
    Wohl dem, der sich Besseres auf die Lauscher geben kann.
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#5 daVinci6667
  • 25.02.2012, 17:55h
  • Antwort auf #4 von Loren

  • Wir haben die Sendung im ORF live verfolgt. Sicher kamen die beiden richtigen ins Finale, aber leider verlor am Schluss Conchitta das Duell. Traurig.

    Auf die 3 shitters-Damen mit ihren im Dunkeln wackelnden grellgrünen Hintern hättern wir gerne verzichtet...
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#6 alexander
  • 25.02.2012, 18:01h
  • die "analen buberln" sind so unterirdisch, grottig mit ihrer sexistischen "performance", dass es völlig unverständlich ist, warum conchita wurst nicht gewonnen hat, sie bietet immerhin einen rundrum gelungenen auftritt, sogar mit charisma, egal wie man zu ihrer person nun stehen mag.
    schade, sie wäre auf grund ihrer "schillernden, androgynen person" schon baku wert gewesen !
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#7 MichaelTh
  • 25.02.2012, 20:09h
  • Da mag man zu Roman Lob stehen wie man will, aber diese Österreicher sind schon mal gar keine Konkurenz. Was die abliefern ist ist echt unterirdisch.
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#9 Mariposa Anonym
  • 26.02.2012, 14:48h
  • Ich finde die beiden Jungs von Land unterhaltsam, ich kann mich auch durchaus mit dem Song anfreunden (zwar nicht unbedingt meine Musik - aber immer noch besser als der übliche anglophone und kommerzielle Mainstream).
    Die beiden stehen zumindest zu ihrer "Proletenherkunft", das macht sie sympathisch. Viele andere sehen sich schon als künftige "Superstars", meistens ist es nur heiße Luft.

    Der ESC ist schon lange kein Aushängeschild für gute Musik mehr, aber wenigstens geht es noch um originelle Darbietung. Zudem kann ich als Süddeutscher mit dem Dialekt etwas anfangen. Ich finde, daß "Woki mit dem Popo" nicht ganz chancenlos ist, nicht wenige Zuschauer wollen schlichtweg Spaß haben. Klar, daß so etwas polarisiert - das ist aber wesentlich interessanter zu als die gähnende Langeweile aus Germanien (sorry, den Song habe ich schon total vergessen....)

    Zu Conchita Wurst: Den Song fand ich eher mau und ziemlich klischeehaft. Zudem hätte es wohl Probleme gegeben, wenn jemand in einem streng muslimischen Land "so" Auftritt.

    In diesem Sinn: Viel Glück, Austria !!!!
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#10 Mariposa Anonym
  • 26.02.2012, 16:55h
  • Antwort auf #9 von Mariposa
  • Ist klar, daß ich nur rote Karten bekommen werde. Aber ich kann damit leben..... Mir sind Trackshittaz mit ihrer landestypischen Nummer viel lieber als der amerikanisierte Song von dem unattraktiven Herrn Lob. Interessant, hier wird ständig von Toleranz gefaselt, aber wehe man vertritt mal eine nicht so beliebte Minderheitsmeinung - dann ist es damit schlecht bestellt....

    So wie ich die negativen Kommentare lese, könnte man meinen, der Super-GAU ist ausgebrochen. Dabei geht es lediglich nur um einen ziemlich belanglosen Liederwettbewerb ( der sich meiner Meinung nach unter diesen Bedingungen eh überlebt hat).
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