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Kardinal Marx: Sexualität ist [...] eine personale Verbindung von Mann und Frau." (Bild: Wiki Commons / Botulph / CC-BY-SA-3.0)

In seiner Antwort auf die Empfehlungen des Forums "Dem Glauben Zukunft geben" bewegt sich der Münchner Erzbischof keinen Millimeter.

Von Christian Scheuß

Auch wenn es die "Augsburger Zeitung" am Freitag anders titelte und schrieb: "Der Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx geht auf Homosexuelle zu"; Man wundert sich beim Lesen der Quellen, wie der zuständige Redakteur das offensichtliche Beharren auf alten katholischen Kamellen, das sich kaum hinter einem rhetorischem Feigenblatt verbirgt, als Zugeständnis interpretieren kann.

Der Münchner Kardinal hatte am Freitag eine lang erwartete Antwort auf einen umfangreichen Empfehlungs- und Forderungskatalogs des Forums "Dem Glauben Zukunft geben" veröffentlicht. Insgesamt 61 Ziele waren im Dezember 2010 von einem Gremium aus kirchlich engagierten Laien und Priestern im Erzbistum München-Freising nach zweijähriger Diskussion formuliert und übergeben worden. Die Arbeit des Kardinals bestand nun darin, zu prüfen, was von diesen Empfehlungen zu Fragen Geschiedener und Wiederverheirateter, zum Zölibat oder der Rolle der Frau in der Kirche umsetzbar sei.

"Vollwertig" in Marxscher Definition: Homosexuelle dürfen in der Kirche mitarbeiten

Unter dem Punkt "Homosexuell veranlagte Menschen als vollwertige Glieder der Gemeinschaft der Glaubenden anerkennen" fanden sich für römisch-katholische Verhältnisse durchaus als revolutionär zu bezeichnende Vorschläge. So heißt es darin: "Die Erzdiözese setzt sich das pastorale Ziel, alle Menschen zu eigenverantwortlichem Handeln zu befähigen und eine ehrliche Verantwortungsethik an die Stelle einer einseitigen Gesetzesethik zu setzen. Gesellschaftliche Entwicklungen und wissenschaftliche Erkenntnisse werden ernst genommen und berücksichtigt. Im Denken und Handeln der Kirche und ihrer Lehre werden sie adäquat umgesetzt. Dabei werden homosexuell veranlagte Menschen als vollwertige Glieder der Gemeinschaft der Glaubenden begriffen. Es findet keine Ausgrenzung aufgrund ihrer Veranlagung statt. Ihr Bedürfnis, in Liebe mit einem anderen gleichgeschlechtlichen Partner verbunden zu sein und diese in entsprechender Weise zu erfahren, wird ernst genommen und zuerkannt."

Wie dieses ernst nehmen aussehen könnte, wird ebenfalls beschrieben: "Spätestens zum Valentinstag 2012 werden in verschiedenen Pfarreien aller Regionen überregionale Segensfeiern für alle Liebenden gefeiert. Dabei werden explizit alle Liebenden eingeladen, also auch homosexuell veranlagte Menschen, unverheiratete Väter und Mütter und wiederverheiratete Geschiedene. Zum September 2011 wird eine Planstelle für die Seelsorge an homosexuell veranlagte Menschen eingerichtet."

Voraussichtlich werden auch zum Valentinstag 2013 Schwule und Lesben vergeblich auf des Kardinals Segen warten. Denn seine Antwort dazu lautet: "Homosexuelle Menschen sind vollwertige Mitglieder der Kirche. [...] Für die Kirche bleibt aber, dass die homosexuelle Beziehung nicht akzeptiert wird. Und das bleibt die Lehre der Kirche: Die gelebte Sexualität gehört in die Beziehung zwischen Mann und Frau in der verbindlichen Gemeinschaft der Ehe. Jeder ist und bleibt natürlich ein sexuelles Wesen, geschlechtlich geprägt, auch der Zölibatäre, jeder bleibt Mann und Frau - das hat auch eine tiefere Bedeutung. [...]Ein homosexueller Mensch wird vollwertig anerkannt, die homosexuelle Beziehung können wir nicht akzeptieren wie eine Ehe."



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 panzernashorn
  • 25.02.2012, 19:22h
  • Wieder das gleiche dumme, menschenverachtende Geschwurbel, welches gebetsmühlenartig aus dem Umfeld dieser elenden, widerlichen Sekte kommt.

    Kein halbwegs "normal denkender" Mensch kann solch ein abgedroschenes, realitätsfernes Geschwafel auch nur ansatzweise ernst nehmen.

    Für mich gehört diese Sippschaft eindeutig in psychiatrische Behandlung - am besten in der geschlossen Abteilung, damit sie keinen Schaden bzw. Unfrieden mehr anrichten können und gleichzeitig die nötige Betreuung erfahren dürfen.

    Unglaublich, dass in der heutigen Zeit ein solcher Schwachsinn noch ungestraft verbreitet werden darf.

    Mögen die künftigen Generationen vor dem verderblichen Einfluss dieser klerikalfaschistischen Hasssysteme bewahrt bleiben!

    Was bitte geht es einen aufgrund der Religion hirngewaschenen bzw. frustrierten Menschen wie Marx an, auf welche Weise Andere einen Weg finden, ein glückliches Leben zu führen, und mit welchem "Recht" maßt er sich an, dieses mit seinen gestörten Ansichten zu vergleichen oder gar zu reglementieren?
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#2 genervtAnonym
  • 25.02.2012, 19:23h
  • Mittlerweile denke ich, dass es nicht möglich ist die Sicht der RKK auf Homosexuelle signifikant zu ändern solange sie nicht die Sicht auf Heterosexuelle ändert.

    Es ist doch völlig klar, wenn Sexualität ausschliesslich in einer ehelichen Verbindung zwischen Mann und Frau existieren darf, kann Homosexualität überhaupt nicht als gleichwertig/richtig/akzeptabel anerkannt sein, weil sie nicht zweigeschlechtlich und ehelich stattfinden kann (da die Ehe ja nicht "möglich" ist).

    Die Kirche muss erstmal kapieren, dass der Mensch a.) ein sexuelles Wesen ist und Sexualität bei jedem Menschen einer Wandlung unterworfen ist.
    Meistens ist es doch so, dass man mit 15, 16 einen ganz anderen Blick darauf und auf seine Bedürfnisse hat als 10, 20 Jahre später. Dementsprechend ändert sich (auch wenn es sicher Leute geben mag die tatsächlich von 18 bis 100 monogam mit derselben Person verheiratet sind) auch die Sichtweise darauf und darauf nach was man in einer Beziehung und beim Sex sucht.
    Und das muss zusammenpassen.

    b.) Irren ist menschlich.
    Ich begreife zwar nicht, wieso Personen in eine Kirche marschieren und "vor Gott" diesen "treu sein bis das der Tod uns scheidet" Spruch aufsagen wenn sie es dann nicht auch bis zum Ende durchziehen können/wollen (vielleicht wollen manche auch einfach nur mal mit nem Brautkleid den Mittelgang runtermarschieren), ich würde das aus Prinzip nicht tun weil man einfach nicht garantieren kann, dass man das durchhält.
    Manchmal stellt man erst spät fest, dass man nicht zusammenpasst oder die Lebenswege dieser Beziehung entwickeln sich in Richtungen, die ein gemeinsames Beschreiten unmöglich machen ohne einen der beiden extrem einzuschränken.
    Auch das ist menschlich.
    Man kann doch nicht in einer Beziehung bleiben in der beide todunglücklich sind nur weil sich das eben so gehört.

    Das Ideal der RKK halte ich für utopisch und ich denke auch, dass es zu Zeiten ihrer Vormachtsstellung nicht funktioniert hat. Nur man hat eben weniger darüber geredet.

    Für eine Anerkennung von Homosexualität müsste jedenfalls erstmal das Hetero-Bild der RKK revolutioniert werden.
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#3 genervtAnonym
  • 25.02.2012, 19:47h
  • Und zu guter Letzt, zu der Zeit als dieses Ehegelübde eingeführt wurde, konnten die Leute vermutlich teilweise froh sein wenn sie ihr 40. Lebensjehr erlebt haben.
    Dank fehlender medizinischer Versorgung ging man da doch an einer simplen Blinddarmentzündung schon Hops.

    Heute werden die Menschen uU um die 90-100 Jahre alt.

    Das sind doch alles Sachen die man nicht einfach unter den Teppich kehren kann wenn es um Beziehungen geht.

    Ich finde, wer dieses Weltbild für das einzig richtige hält, sollte auch auf alle Errungenschaften der Moderne verzichten, wie z.B Strom, fließend Wasser, moderne Medizin, Auto, Internet usw.
    Wer im Mittelalter leben will, muss auch im Mittelalter leben und sich nicht nur die Sachen aus der Moderne herauspicken die für ihn angenehm sind.
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#4 pastoralperspektAnonym
  • 25.02.2012, 19:50h
  • ich habe vor ca. 30 min. fünf jungen mit menschen mit unterschiedlicher sexueller orientierung absolution erteilt.

    kleine bis mittelschwere seelennot:

    muss man ein schlechtes gewissen haben, wenn man heute nicht auf der anti-acta-demo war.
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#5 Geert
  • 25.02.2012, 19:52h
  • Solange Joseph Ratzinger lebt, kann sich kein Kardinal und kein Bischof auch nur einen Zentimenter von dieser Position weg bewegen. Das hat mit der hierarchischen Struktur der katholischen Kirche zu tun. Erst wenn sich das Problem Ratzinger biologisch gelöst haben wird, können eventuell(!) Änderungen kommen, aber vermutlich auch dann nicht.
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#6 bastapapsta
  • 25.02.2012, 19:56h
  • "Am Freitag sagte der Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx, Homosexuelle könnten auch Aufgaben in der Pfarrgemeinde übernehmen. Allerdings werde die Kirche eine homosexuelle Beziehung nicht anerkennen wie eine Ehe zwischen Mann und Frau."

    www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Kardinal-Marx-Homosexuel
    le-werden-in-der-Kirche-nicht-ausgegrenzt-id18958011.html


    Mit anderen Worten, als Zahler der Kirchensteuer und zum schuften in der Gemeinde will man uns haben und würgt uns gleichzeitig immer wieder eine rein, indem man deutlich macht, dass man unsere Beziehungen nicht akzeptiert. Ein weiterer Grund, u.A. Herrn Marx am Gründonnerstag die Quittung zu geben !

    das Aktionsbündnis Kirchenaustritt ruft zu einem kollektiven Kirchenaustritt am Gründonnerstag auf,

    www.hasenfest.org/

    Wenn es allerdings um Arbeitsplätze bei der Caritas geht, wo man uns uns einen Lohn bezahlen muss, werden wir gefeuert, was wieder einmal beweist, dass die Kirche bei allem, was sie umsonst bekommt, auch Almosen von jenen nimmt, die er bei einer auf Honorar basierenden Anstellung feuert, wie jüngst eine lesbische Putzfrau, die zuvor in einem Kindergarten der Caritas arbeitete. Vor diesem Hintergrund ist die Behauptung von Marx, die Katholische Kirche grenze "diese Gruppen" nicht aus schizophren.

    Aber immer wenn man Geld machen kann oder sparen kann, ist die Kirche an Geschäften mit Sachen beteiligt, die sie sonst verdammt und bekämpft, unter Anderem mit dem Weltbild Verlag.
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#7 alexander
  • 25.02.2012, 19:57h
  • dieser hanswurst treibt seine "persönliche bigotterie" immer toller!!!
    ( das inhaltliche seiner ansichten, kann man getrost vergessen !)

    fast filmreif, dieser "mensch", dem der lebemann und die lebensfreude, ins gesicht geschrieben steht !!! (wie sagte man früher so schön : "die liebe und der suff, das reibt den menschen uff !"
    unterernährt ist er ja nun auch nicht gerade ?)

    dazu noch seine "geistlichen feierlichkeiten" mit priesteranwärtern und viel alkohol, in der sauna ??? ein schelm, wer böses dabei denkt !
    leider werden "feigenblätter" nicht gross genug !
    eigentlich alles nichts böses, nur warum wird ein so lebensfreudiger mensch ausgerechnet priester ???
    es gibt nur eine erklärung, er ist in geseke 21.09.53 als sohn eines schlossers geboren worden, stammt also kleinen verhältnissen und piefigster provinz !
    1972 machte er sein abitur, was nun ??? offenbar kam ihm da die kirche gerade recht um die erhoffte karriere zu machen, hat ja auch geklappt !!! er wollte persönlichen wohlstand und vor allem luxus ! den er sich ja, wie bekannt, mit mehr als merkwürdigen, windigen mitteln, respektive kirchengeldern verschaffte !

    wer will nun noch ernsthaft behaupten, die kath. kirche biete keinen freiraum ?

    und die moral von der geschicht, verkenn mir keinen priester nicht !?
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#8 RaffaelAnonym
  • 25.02.2012, 20:28h
  • Glaubt irgendwer, dass sich diese totalitäre, demokratiefeindliche Organisation jemals auch nur einen Millimeter bewegen wird?

    Die müssen Menschen unterdrücken und dumm halten, um das einzige zu erhalten, worauf es ihnen ankommt: Macht und Geld!
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#9 SeelsorgerAnonym
  • 25.02.2012, 20:29h
  • Antwort auf #4 von pastoralperspekt
  • Dann hatten die wohl gute Eltern?

    "Eine banal klingende, gleichwohl wirkungsmächtige Antwort liegt in den Grundmustern der Sozialisierung des Personals. Wenn eine Partei nahezu vollständig von in den fünfziger und sechziger Jahren geborenen Kindern des Wohlfahrtsstaates geprägt wird, die obendrein als Technokraten oder Berufspolitiker daherkommen, dann ergibt sich eine zentrale Konstellation: Diese (auch in anderen politischen Lagern vorherrschende) Generation setzt das, für dessen Schaffung und Weiterentwicklung sie qua Amt zuständig und verantwortlich ist, wenigstens sein sollte, schlicht als gegeben voraus.

    Solche Ansammlungen von Schönwetterakteuren, für die Existenzfragen in Besoldungsstufen oder Autotypen liegen, werden keiner modernen Gesellschaft, weder in Schweden noch in Frankreich oder Deutschland, eine Perspektive liefern können. Insofern ist der Rückgriff der SAP auf eine Leitfigur des klassischen Arbeitertypus mit existentieller Lebenserfahrung ein aus der Not geborener Versuch, diese Begrenzungen aller Horizonte aufzubrechen und endlich wieder politische Substanz zu finden."

    www.heise.de/tp/artikel/36/36407/1.html
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#10 alexander
  • 25.02.2012, 21:06h
  • Antwort auf #5 von Geert
  • du hast recht, aber die änderungen, die uns und der gesellschaft im allgemeinen, ein freieres, besseres leben aus katholischer sicht ermöglichen würden, ( ich meine auch die nichtkatholischen bürger, die sind ja unfreiwilligerweise auch davon betroffen), werden wir nicht mehr erleben !
    dafür haben polenpalle und paparatzi schon gesorgt !!! die beiden machtgeilen "asseln" haben jede bestrebung des vatikans nach einer öffnung, hin zur "realen welt" zunichte gemacht !!! indem sie die kurie und alle pöstchen, die in irgendeiner form maßgeblich sind mit ihren erzkonservativen, reaktionären schweinehunden besetzt haben, die nie jemanden in ihren reihen, der weltoffener denken könnte zulassen würden !
    in den 60zigern, des letzten jahrhunderts war rom schon mal weiter, das ist jetzt ein halbes jahrhundert her ???? unfassbar !

    die einzige chance die die gesellschaft hätte, dieser sekte endlich die privilegien zu streichen, die gesetzlichen und finanziellen !

    aber solange wir in deutschland in einer DDR-MONARCHIE mit KÖNIGIN ANGIE leben, bleibt uns das auch versagt !
    ihrem verhalten nach zu urteilen scheint sie lediglich noch auf die kaiserrinnenkrönung durch den papst zu warten !
    (und da träumt ihr papa, als protestantischer pastor wohl immer noch von einer ökumene ?!)
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