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  • 26. Februar 2012, noch kein Kommentar

Garant für besondere Musik: Charlie Winston

"Running Still" heißt das neue Album des Troubadours aus Cornwall

Von Carsten Weidemann

Manchmal muss es einfach passen. Da fügen sich plötzlich die Teile zusammen, die über Jahre lose nebeneinander hingen, es finden sich die Menschen, die gemeinsam etwas erreichen, was größer ist als die einzelnen Teile. Man sucht und entwickelt, erlebt und verarbeitet - und findet im Ergebnis eine Essenz, die jeden anspricht, ja berührt.

So geschehen mit Charlie Winston und "Like a Hobo", seinem Song über seine Zeit als Weltenbummler, Straßenmusiker und Erlebnishungriger. Dieser Song war die Verdichtung all seines Schaffens, der Erfahrungen als Theater-Komponist, Student des Jazz-Pianos und seiner Zeit als Ruheloser zwischen Paris, London und Indien. Und er sprach vielen Menschen offenbar aus der Seele: Aus dem Nichts heraus wurde "Like a Hobo" ein weltweiter Hit, mit Dauereinsätzen im Radio, mit einer Notierung an der Spitze der französischen Charts und, in der Folge, ebenso erfolgreichen internationalen Veröffentlichungen. Und auch "Hobo", das Album zur Single, kletterte weltweit in die Hitlisten, unter anderem in Deutschland, wo es bis auf Platz 16 stieg.

Den perfekten Ton getroffen


Mit seiner Leichtigkeit und seinem außergewöhnlichen Talent spielt Charlie Winston erstmals mit seiner Band "Oxymorones"

Charlie Winston, der Troubadour aus Cornwall und Sohn des 60er-Folk-Duos Jeff & Julie, hatte den perfekten Ton getroffen. Es hatte alles gepasst. Kein leichter Start für die nächste Arbeit, denn ein solcher Erfolg schafft Erwartungen. Der Sympath und engagierte Künstler Charlie Winston hat sich für diese Aufgabe einen höchst individuellen Weg gesucht: "Manchmal muss man respektlos sein, Dinge loslassen und scharfe Kanten haben. Wie Leonard Cohen einmal gesagt hat: ‚Es sind die Risse in einer Mauer, die das Licht hineinlassen.'" Diese "Respektlosigkeit" zeigt sich auf seinem neuen, dritten Album in mutigen, überraschenden Zitaten. "The Great Conversation", ein Highlight seines neuen Albums "Running Still", basiert beispielsweise auf Beethovens "Mondschein-Sonate", die man, wenngleich bruchstückhaft, in der Melodie des Songs wiederfinden kann. Andere Zitatgeber sind Nick Cave, Steve Reich und Jacques Brel (und T.S. Eliot, Wim Wenders und Ingmar Bergman, wenn wir schon dabei sind) - plus das gesamte Sounduniversum, das sein Mentor Peter Gabriel repräsentiert.

Der Rest ist Geschichte, die seit der Veröffentlichung von "Hobo" 2009 kein Geheimnis mehr ist. Denn Charlie Winston gilt seitdem trotz seines hohen künstlerischen Anspruchs als Garant für besondere Musik, die auf eine breite Zuhörerschaft stößt. Und so heißt seine Losung für das dritte Album "Running Still" : "Als Künstler habe ich eine Verpflichtung, die ich erfüllen muss: im richtigen Moment gute Arbeit abzuliefern, die die Menschen begeistert. Wenn es mir nicht gelingt, ein paar Songs zu schreiben, die begeistern, dann verschwende ich nur die Zeit der Menschen - und das wäre für mich und für jeden anderen einfach nur peinlich." Diese Sorge ist unbegründet: Auch "Running Still" hat alles, was ein außergewöhnliches Album braucht. Es hat wieder alles gepasst.


Charlie Winston -- Hello Alone - MyVideoDirektlink | Offizielles Musikvideo zu "Hello Again"