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Für Robert Mugabe sind Schwule "schlimmer als Schweine und Hunde" (Bild: neal young. / flickr / by-nd 2.0)

Bei der Feier zu seinem 88. Geburtstag hat der simbabwische Staatschef Robert Mugabe die Jugend aufgefordert, heterosexuell zu werden - und den britischen Premierminister wegen seiner Homo-Politik attackiert.

Mugabe sagte auf einer Massenveranstaltung in Mutare vor Anhängern, dass es mit ihm nie einen Antidiskriminierungsschutz für Schwule und Lesben geben werde. Damit wendet er sich offen gegen Premierminister Morgan Tsvangirai, der in der neuen Verfassung auch sexuelle Minderheiten vor Diskriminierung schützen will (queer.de berichtete): "Nichtregierungsorganisationen haben diese albernen Ideen, manche wollen uns so destabilisieren", sagte Mugabe. Er forderte das Ausland auf, Simbabwe nicht weiter zu belehren - und appellierte an die Simbabwer, nicht schwul oder lesbisch zu werden: "Bitte, junge Männer und Frauen, es gibt keine Freiheit für Männer, Männer zu heiraten oder für Frauen, Frauen zu heiraten. Ihr habt als Männer die Freiheit, Frauen zu heiraten. Das ist eine gottgegebene Freiheit. Darum wurden ich und du erschaffen."

Mugabe: Akzeptanz von Homosexualität eine "Geisteskrankheit"


Der britische Premierminister David Cameron fordert Simbabwe auf, Minderheitenrechte zu achten (Bild: World Economic Forum / flickr / by-sa 2.0)

Der seit rund drei Jahrzehnten mit diktatorischen Vollmachten regierende Mugabe attackierte in seiner Rede auch den britischen Premierminister David Cameron, weil er afrikanischen Ländern die Akzeptanz der Homosexualität aufzwingen wolle. "Natur ist Natur. Sie hat Mann und Frau geschaffen. Sie, David Cameron, Sie wollen das nicht wahrhaben und nicht eingestehen. Oder ist das eine Art Geisteskrankheit oder Teil der europäischen Kultur?". Der simbabwische Präsident sagte, Cameron solle "zum Teufel gehen".

Mugabe zitierte auch seine Aussage aus dem Jahr 1995, als er behauptete, Schwule seien "schlimmer als Schweine und Hunde". Danach verhöhnte er den britischen Premier mit dem Satz: "Ich werde ihn nicht einen Hund nennen, weil dann mein eigenen Hund zu mir kommt und sich beschwert, dass er nichts getan habe."

Grund für die Aufregung: Großbritannien, bis 1980 Kolonialmacht in Simbabwe, erklärte vor wenigen Monaten, dass es die künftige Auszahlung von Entwicklungshilfe von der Menschenrechtssituation abhängig mache und Länder mit homophoben Gesetzen Kürzungen hinnehmen müssten (queer.de berichtete).

Simbabwe gehört zu den weltweit ärmsten Ländern und kämpft seit Jahren gegen Misswirtschaft und Hungersnöte. Mugabes Regime geht seit Mitte der 90er Jahre in einer Moralkampagne offen gegen Homosexuelle vor. Mugabe nutzte den Unzuchtsparagrafen auch, um politische Gegner auszuschalten. So ließ er seinen Vorgänger im Präsidentenamt, Canaan Banana, 1996 wegen angeblicher Homosexualität verhaften und verurteilen. Die homophobe Haltung der Regierung bedroht auch den Kampf gegen Aids: Derzeit ist rund ein Sechstel der Bevölkerung HIV-positiv. Dennoch weigert sich die Regierung beharrlich, mit Präventionskampagnen gegen die Infektion vorzugehen. In Gefängnissen sind sogar Kondome verboten. Das soll Insassen von gleichgeschlechtlichem Sex abhalten (queer.de berichtete). (dk)



#1 finkAnonym
#2 HinnerkAnonym
  • 27.02.2012, 16:17h
  • Und genug andere halten Homo-Hass und Missachtung von Menschenrechten für inakzeptabel!!

    Wen interessiert da die Meinung eines Diktators? Nur schlimm für die Menschen, die unter diesem Despoten zu leiden haben.

    Es sollten schnellstmöglich alle Hilfszahlungen abgeschafft werden, das würde am schnellsten helfen. Die Erfahrung zeigt immer wieder, dass bei solch dummen, engstirnigen Menschen nur finanzieller Druck wirklich was bewirkt.
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#3 finkAnonym
  • 27.02.2012, 16:49h
  • Antwort auf #2 von Hinnerk
  • helfen würde die unterstützung entsprechender menschenrechtsprojekte, aber nicht das komplette einstellen von zahlungen. homophobie verschwindet nicht von selbst und nicht unter druck, sondern nur durch aufklärung.
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#4 KokolemleProfil
  • 27.02.2012, 19:20hHerschweiler
  • Mugabe you an ashhole. Don`t you know that things what the nature dosen`t want woun´t create and exist in this world? But the gays and lesbian people does exist and that is very good. How silly you are to tell people that they should be a heterosexual only. That shows you how silly and stupid you are that you doesen`t know that a human can`t select his sexuality before he is an aduld. Fuck you off.
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#5 RobinAnonym
  • 27.02.2012, 19:37h
  • Antwort auf #3 von fink
  • Seit wievielen Jahren versucht man es mit Aufklärung, Fakten, Argumenten und guten Worten?

    Was hat es gebracht? - NICHTS!!

    Als man angefangen hat, nur schon mit dem Kürzen von Zahlungen zu drohen, hat das in Tagen schon Verbesserungen gebracht, homophobe Gesetze zu Fall gebracht, etc.

    Es ist traurig aber wahr:
    bei denen hilft nur finanzieller Druck!!
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#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
#7 alexander
#8 SebiAnonym
  • 27.02.2012, 23:40h
  • Und dieser menschenverachtende, senile Opa regiert ein Land. Kein Wunder, dass es denen so schlecht geht.
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#9 LorenProfil
  • 27.02.2012, 23:50hGreifswald
  • Antwort auf #5 von Robin
  • Bedauerlich, dass du meinst, diese Aktivistinnen und Aktivisten verdienten keine Unterstützung :

    "GALZ’s vision is ‘a just society that promotes and protects human rights of lesbian, gay, bisexual, transgender and Intersex people as equal citizens in Zimbabwe’."

    www.galz.co.zw/
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#10 micha271
  • 28.02.2012, 01:35h
  • selbst wenn man wüßte, dass er morgen sterben würde, gehörte er doch heute nach denhaag!!
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