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Stein des Anstoßes: Ein Comicheft, das die "Million Moms" ihren Kindern offenbar schwer erklären können.

Die christliche US-Gruppe "One Million Moms" hat zum Boykott von Toys 'R' Us aufgerufen, weil der Spielwarenhändler auch ein homofreundliches Comicheft verkauft.

Die Aktivisten stören sich am Verkauf des Comics "Life with Archie", in dem auf der Titelseite die Eheschließung der schwulen Figur Kevin Keller mit seinem Freund gezeigt wird. Kevin wurde 2010 als erster Schwuler ins Archie-Universum eingeführt, das bereits seit 1942 existiert. Die neue Figur wurde von den Fans weitgehend wohlwollend aufgenommen.

"One Million Moms", eine Unterorganisation der mächtigen Lobbygruppe American Family Association (AFA) will aber nun den Verkauf in Toys-'R'-Us-Läden stoppen: "Diese Comichefte werden an den Kassen verkauft, so dass Mitarbeiter, Kunden und Kinder sie sehen. Leider werden Kinder so dem Thema Homo-Ehe in einem Spiezeugladen ausgesetzt." Die Mums stören sich offenbar insbesondere an unbequemen Fragen der Kinder: "Ein Spielzeugladen ist der letzte Ort, an dem man erwartet, von Kindern über Dinge ausgefragt zu werden, die zu kompliziert für sie sind."

Weitere Boykottaufrufe

Bereits vor wenigen Wochen hatte die Gruppe zum Boykott der Kaufhauskette JC Penney aufgerufen, weil die Komikerin Ellen DeGeneres als Werbegesicht verpflichtet wurde. Die Gruppe störte sich daran, dass sich DeGeneres seit 1997 zu ihrer Homosexualität bekennt und die Gleichstellung von Schwulen und Lesben fordert. "Komisch, dass sich JC Penney eine homosexuelle Sprecherin angelt, wenn die meisten Kunden traditionelle Familien sind", ätzten die Moms. Die Kaufhauskette stellte sich jedoch demonstrativ hinter DeGeneres.

Die 1977 von einem Methodistenpfarrer gegründete "One Million Moms"-Mutterorganisation AFA gehört zu den lautstärksten Lobbygruppen, die sich aus religiösen Gründen gegen Homo-Rechte ausspricht. Die AFA wird von der Bürgerrechtsorganisation "Southern Poverty Law Center" als Hassgruppe eingestuft. Andere AFA-Feinbilder sind Abtreibungsbefürworter, Pornografie und nichtchristliche Religionen, insbesondere der Islam. Ihre Ideologie verbreitet die Gruppe auch über 180 Radiostationen, die der AFA in den USA gehören. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 29.02.2012, 16:07h
  • Schon wieder diese scheinheilige Meschpoke, die christlichen Fundementalisten! Toys'R'Us-Kunden sollten denen die rote Karte zeigen und trotzdem den Comic kaufen!
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#2 GastAnonym
  • 29.02.2012, 18:19h
  • "Ein Spielzeugladen ist der letzte Ort, an dem man erwartet, von Kindern über Dinge ausgefragt zu werden, die zu kompliziert für sie sind."

    Kinder können Themen mit sehr großem Umfang verstehen. Das Problem scheint eher zu sein, dass der Horizont der Kinder wiedermal den der Eltern übersteigt.
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#3 JoonasAnonym
  • 29.02.2012, 18:47h
  • Auf "One Million Moms" kommen "100 Million Gays, Lesbians" und deren Freunde und Familien.

    Da kann Toys-R-Us sich überlegen, auf wessen Seite sie stehen...
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#4 vingtans
  • 29.02.2012, 19:01h
  • das kinder homosexualität nicht verstehen halte ich für ein gerücht.

    das hab ich in meiner familie gut erleben können.

    als ich mich geoutet habe war meine kleine cousine, die eigentlich mehr eine kleine schwester ist, 7 Jahre alt.

    damals hat ihr das meine tante erklärt.
    sie hat es verstanden.

    ab da konnte es dann beim puppenspielen schonmal vorkommen, dass surferken den prinzenken gehelicht hat.

    heute ist sie 11 und puppen sind passé.
    aber mein freund ist in meiner familie immernoch präsent und meine cousine freut sich einen wolf wenn wir sie besuchen.
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#5 shit moms sayAnonym
  • 29.02.2012, 20:49h
  • Die scheinheiligen Moms stören sich in Wahrheit nicht an den angeblich aufkommenden Fragen der Kinder, sondern hängen der "Rekrutierungstheorie" an: dass die Homos inzwischen gesellschaftlich die Medien, Schulen und Werbung infiltriert haben und darüber versuchen Nachwuchs zu "werben". So wie es die Evangelikalen halt selbst schon seit Jahrzehnten zunehmend erfolgreicher betreiben. Deswegen halten sie mobbende Homophobie an Schulen inklusive Selbstmorde auch für eine völlig gerechtfertigte Angelegenheit. Eben genauso wie die politische Rechte immer Tote und soziale Verelendung als konsequentes Mittel zur Abschreckung in der Drogenpolitik in Kauf genommen hat.

    www.youtube.com/watch?v=1thKGzHqTSE
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#6 finkAnonym
  • 29.02.2012, 20:58h
  • "für die familie" setzt man sich also ein, indem man anderer leute familien in den dreck zieht. na klar, "für die ehe" ist man ja auch, wenn man anderen das heiraten verbietet.

    orwell lässt grüßen.
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#7 eugenikerAnonym
#8 Julian SAnonym
  • 29.02.2012, 23:03h
  • So ein Aufstand wegen eines Comics?

    Die sind echt wahnsinnig...

    Aber Wahnsinn ist eben auch sehr gefährlich.
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#9 RaffaelAnonym
  • 29.02.2012, 23:15h
  • Eine Sekte, die (von der Führungsriege bis zu den kleinsten Mitgliedern) Demokratie mit ihren Grundprinzipien (Redefreiheit, Pressefreiheit, Gleichheit, etc.) so konsequent ablehnt, gehört verboten.

    So wie alle anderen faschistischen Sekten auch. Egal, ob sie sich jetzt Katholische Kirche, Scientology oder wie auch immer nennen.

    Sind alles nur Gehirnwäsche-Vereine, denen es nur um Geld und Macht geht und die sich nur durch ihre Größe und Geschichte voneinander unterscheiden.
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#10 HinnerkAnonym
  • 29.02.2012, 23:34h
  • Antwort auf #7 von eugeniker
  • "Diese "Moms" dürften keine Kinder bekommen!"

    Ja, wenn man sieht, dass solche dummen Menschen ihre Kinder mit solch menschenverachtendem Gedankengut infiltrieren dürfen...

    Aber uns wird die Möglichkeit zur Kindererziehung abgesprochen. Bei uns wären die Kinder sicher besser aufgehoben als bei denen.
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