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Volker Beck schenkte dem aserbaidschanischen Botschafter Parviz Shahbazov ein T-Shirt

Der Grünenpolitiker Volker Beck hat am Mittwoch den aserbaidschanischen Botschafter Parviz Shahbazov getroffen und seinem Unmut über die Menschenrechtslage im vorderasiatischen Staat Luft gemacht.

Beck bezeichnete während des Treffens in Berlin die Ausrichtung des Eurovision Song Contest in Aserbaidschan als "problematisch". Er übergab des Botschafter ein T-Shirt, auf dem auf Aserbaidschanisch und Englisch für Menschenrechte geworben wird. Shahbazov sicherte Beck zu, frei nach Aserbaidschan einreisen zu können. Der grüne Fraktionsgeschäftsführer erklärte jedoch, dass der Botschafter "trotz allen diplomatischen Geschicks meine Bedenken nicht ausräumen" konnte. Er will im Vorfeld des Grand Prix nach Aserbaidschan reisen und Menschenrechtsaktivisten vor Ort unterstützen.

Aserbaidschan steht wegen der systematischen Verletzung der Rechte auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit sowie wegen Berichten über Misshandlungen von Gefangenen in der Kritik. Schwul-lesbische Einrichtungen werden von der Polizei regelmäßig gestürmt und Aktivisten erpresst. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch kritisierte zudem, dass die Regierung im Vorfeld des Eurovision Song Contest Wohnungen willkürlich zwangsräumen und abreißen lässt. Unter "menschenrechtlichen Gesichtspunkten" müsse der Schlagerwettbewerb deshalb kritisiert werden, erklärte Beck nach dem Treffen. "Zur Verbesserung der Lebensumstände trägt eine große Showveranstaltung nichts bei. Sie dient nur dem diktatorischen Regime von Präsident Alijew als Propagandaveranstaltung".

T-Shirt wird online verkauft

Beck forderte ESC-Besucher und Künstler auf, das Musikfestival zu nutzen, um auf die Menschenrechtslage in Aserbaidschan aufmerksam zu machen - und etwa das T-Shirt zur Einhaltung der Menschenrechte zu tragen, das auf volkerbeck.spreadshirt.net erworben werden kann (pro Shirt gehen vier Euro Spende an die Hirschfeld-Eddy-Stiftung). Unter dem Motto "Sing for Democracy" sind bereits Veranstaltungen für Menschenrechte im Vorfeld des Song Contests geplant. (dk)



#1 GAZPROM 04Anonym
#2 TeddyyAnonym
  • 01.03.2012, 12:20h
  • Ich würde mir eher Gedanken machen warum ein Festival mit dermaßen schrecklicher Musik bei Schwulen so gut ankommt. Warum fühlen sich insbesondere Schwule und Lesben von ideenlosen, kommerziellen Schlagern und von Mainstream- Mucke alá Britney Spears, Beyonce und diversen Castingstars angezogen?
    Insbesondere Beyonce hat in ihren Videos ja eher eine Hetensoftporno- Show als was "schwulenfreiundliches". Einzig bei Lady Gaga kann ich es mir noch so erklären das sie sich sehr für Schwule einsetzt und männliche Tänzer engagiert, aber nur aus diesem Grund hört man doch nicht die Musik oder?

    Was ist mit den vielen anderen Genres
    ( Alternative, Independent, Punkrock, Emo, Darkwave, Klassik, Jazz, usw, usf) die es auch gibt?

    Ist Kommerz für viele Homosexuelle wirklich so geil das man nur noch das hört was in den Charts rauf und runter läuft und was grad angesagt ist?
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#4 Gregor GysiAnonym
#5 Danny89Anonym
  • 01.03.2012, 13:00h
  • Antwort auf #2 von Teddyy
  • Das ist schwachsinn! Du hast wohl in den letzten Jahren das nicht verfolgt!

    Es gibt alles vertreten dort. Lustiges, Rock, Pop, Dancesongs, Balladen usw.

    Für wen da nix bei ist, der hat echt keine Ahnung von Musik!

    Das ist ein wunderschöner Contest und ich liebe ihn so sehr! Wer ihn nicht mag, soll ihn nicht gucken aber dann plötzlich wenn Deutschland wieder gewinnt sagen: "Jaaaaaa das hab ich gewusst WIR haben gewonnen" und feiern mit...

    DAS finde ich erbärmlich! Sorry... Dieser Contest hat schon Größen hervorgebracht wie ABBA, Buckz Fizz, Brotherhood of Man, Celine Dion...

    Und bekannte Größen wie Kate Ryan, Blue & Patricia Kaas waren auch schon da...

    Bei 15 Millionen Zuschauern in Deutschland und 120 Millionen weltweit kann die Show ja nicht so scheisse sein...
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#6 Mister_Jackpot
  • 01.03.2012, 13:24h
  • Antwort auf #2 von Teddyy
  • Also ersteinmal lieber Teddy...Geschmäcker sind unterschiedlich! Was du da als "Kommerz" bezeichnest ist für andere Leute ihre Musikrichtung. Ich mag z.B. ganz einfach kein Jazz und auch kein Heavy Metal, da ich halt auf melodiöse Popmusik und vor allem auf Dancebeats stehe. Emotionen kann ich nur bei eingängigen Songs empfinden. Ich finde es auch intolerant, das die ganzen sogenannten Fans "alternativer" Musik immer über erfolgreiche Chartmusik rummosern. Ich akzeptiere auch den Musikgeschmack eines anderen...aber dann erwarte ich natürlich auch, dass meiner auch akzeptiert wird. Und ja ich höre am liebsten Pop, Dance, gute Balladen (richtig triefig kitschig ist am Besten) und sehr gern auch orientalische Popmusik. Und zu guter letzt lass dir noch gesagt sein...die ganzen antikommerziellen Punkrocker, Metaller etc. verdienen am Ende auch an ihrer Musik...also sollten die nicht imer so scheinheilig tun, als ob sie alles nuir wegen der Musik machen würden...die sind meist genauso kommerziell, was auch für den Klassik und Jazzbereich gilt, denn auch hier werden Unmengen Geld gemacht.
    Was die Situation in Azerbaidschan angeht kann ich Volker Beck allerdings nur zustimmen. Ich hoffe auf stille Botschaften einiger Künstler auf der Bühne. Allerdings kann man den ESC halt am Ende nicht zu einer politischen Vranstaltung machen, da ja immer noch Unterhaltung im Vordergrund stehen soll. Also ich werde wie jedes Jahr schauen und sehen was passiert. Sind schon einige gute Songs am Start....
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#7 Timm JohannesAnonym
  • 01.03.2012, 13:45h
  • Antwort auf #2 von Teddyy
  • @Teddy
    Also erstmal gut, das Volker Beck und die Grünen die Menschenrechtslage in Aserbaidschan thematisieren: das ist sehr löblich und wenn es nach mir gehen würde, sollte Volker Beck bei einer Regierungsbeteiligung der Grünen ab 2012 der nächste deutsche Entwicklungshilfeminister werden: das fände ich gut.

    --------

    Was den Musikgeschmack schwuler Leute angeht, da täuscht Du dich. Die Musikrichtungen sind da total verschieden.

    Bereits seit den 1990er läuft beispielsweise in Münster die DinaQueer Party, wo alternative Musik von und für homosexuelle Partygänger gespielt wird.

    www.dinaqueer.de/

    Und in den diversen Lederschuppen wie beispieslweise das Chains in Köln hört man seit vielen Jahren doch eher überhaupt keinen Discosound wie Britney Spears and so on. Dort haste eher so eine Art Techno-Metallsound, wo keine Sänger/Sängerinnen mit Liedtexten gespielt werden.

    Du hast nur insofern Recht, dass bei den grossen Szeneevents und den "ComingOutDancePartys der Beginners" dann doch eher Mainstream wie Beyonce, usw. läuft.

    Wie gesagt: es gibt aber genügend andere Partys, Kneipen und Lederläden mit anderer Musik: nur musst du da bisserl mehr suchen und dich halt informieren.
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#8 lupenreinAnonym
  • 01.03.2012, 14:49h
  • "Singen für die Diktatur

    [...] Vor allem aber liegt es am aserbaidschanischen Öl und Erdgas: Wo ausreichend fossile Brennstoffe lagern, setzt die westliche Kritik gern aus. Zumal einflussreiche Lobbyisten – wie der lupenreine Demokrat Joschka Fischer – ohne Aserbaidschan die von ihnen protegierte NABUCCO-Pipeline nicht werden bauen können. Außerdem hat die kaukasische Diktatur ihre gute Gesinnung bereits in Afghanistan bewiesen: Man ist mit einem kleinen aber feinen Kontingent am ISAF-Krieg in Afghanistan beteiligt. Auch im Irak und im Kosovo waren aserbaidschanische Truppen schon dabei.[...]
    Schließlich hat die Kanzlerin Merkel, während des letzten Besuchs von Aliyev Junior schon festgestellt: “Ich glaube, dass die Beziehungen zwischen Deutschland und Aserbaidschan sehr eng und auf einem gute Wege sind."

    www.readers-edition.de/2012/03/01/singen-fur-die-diktatur/

    Apropos lupenrein:

    Soundcheck für schwarz-grün?

    Strauß bezeichnete Journalisten als
    "Ratten und Schmeißfliegen".

    Trittin bezichtigte bei Illner die taz des "Schweinejournalismus"
    Schwein, süß-sauer? Herr Ex-Maoist (KB)?

    www.jsfao.gov.cn/NewsDetail.asp?NewsID=12628

    www.taz.de/Debatte-Gruene/!88607/
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#9 Julek89
  • 01.03.2012, 15:07h
  • Also ich bin ein riesen Fan des ESC schon seit frühester Kindheit. Letztes Jahr dann endlich das erste mal live in Düsseldorf. Was ich daran so mag ist, dass so viele Länder zusammen kommen (und vor allem die Menschen), die Länder gezeigt und vorgestellt werden und - wenn das eine oder andere Land es dann macht - auch die ganzen Sprachen zu hören bekommt. Ich fahre nicht besonders ab auf Casting-Kram oder ähnliches, sondern die Atmosphäre, das Zusammenkommen der unterschiedlichsten Menschen aus unterschiedlichsten Ländern, die an dem einen Abend halt die gleiche Sprache sprechen - Musik.

    Naja, als wir letztes Jahr dort saßen und Aserbaidschan gewann, waren wir wenig begeistert aber dachten uns egal, da fahren wir hin. Nachdem wir aber gehört haben, was da "abgeht" haben wir uns das wohl anders überlegt.

    Nach unzähligen Jahren, bin ich mit so wenig Begeisterung dabei wie sonst nie. Das ist sehr schade, aber nicht so schade, wie das was dort passiert. Vielleicht verfolgen wir das garnicht (auch nicht vorm TV).

    Aber naja, man muss Prioritäten setzen (können)! Und Priorität haben für mich die schlimmen Dinge die dort passieren, da habe ich aus meiner Persönlichkeit her schon alleine keine Lust so zu tun, als ob nichts wäre und lustig mit zu feiern... Von daher... schauen wir mal auf ESC 2013...
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#10 TadzioScot
  • 01.03.2012, 15:28h
  • Der "European Song Contest" in Aserbaidschan
    muss für unsere Rechte und die rechte der anderen genutzt werden, dann kann man da mitmachen, wenn man das als Platform nutzt...

    Z.b könnte der Deutsche Beitrag ja kritische Worte sagen, bevor er anfängt zu singen...
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