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Gouverneur Martin O´Malley wurde von seiner Kirche unter Druck gesetzt, das Gleichstellungsgesetz nicht zu unterschreiben

Martin O'Malley, der Gouverneur von Maryland, hat ein Gesetz zur Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben unterzeichnet - wahrscheinlich muss aber noch das Volk über die Gleichstellung abstimmen.

Im Februar hatten beide Parlamentskammern des sechs Millionen Einwohner zählenden Bundesstaates für das Gesetz votiert (queer.de berichtete). Der Demokrat O'Malley hatte vor den Abstimmungen versprochen, ein entsprechendes Gesetz nicht mit seinem Veto zu verhindern. Vor der Unterzeichnung bekräftigte der Katholik, dass sich seine Politik nicht gegen seine Kirche richte: "Kern der Religionsfreiheit ist die Gewissensfreiheit", sagte O'Malley und erinnerte daran, dass Maryland bereits als britische Kolonie ein Zufluchtsort für verfolgte Katholiken gewesen sei.

Das Gesetz soll zum 1. Januar 2013 in Kraft treten, allerdings könnten Homo-Gegner noch ein Referendum im November erzwingen. Dazu bräuchten sie lediglich 56.000 Unterschriften. Insbesondere die Katholische Kirche hat gegen die Gleichstellung Stimmung gemacht. Das Gesetz habe "folgenschwere Auswirkungen" auf die Bereitschaft Heterosexueller zu heiraten und auf die Religionsfreiheit, verbreitete die Bischofskonferenz in Pressemitteilungen.

Die Homo-Gruppe "Equality Maryland" rechnet damit, dass die Gegner genug Unterschriften für ein Referendum erhalten. "Mich macht es aber traurig, dass man hier nach wie vor über Minderheitenrechte Volksentscheide durchführen lässt", erklärte Lisa Polyak, Vorsitzende von "Equality Maryland".

Schlechte Erfahrungen mit Volksentscheiden

Bislang waren Volksentscheide meist eine Enttäuschung für Homo-Aktivisten: So schaffte Kalifornien 2008 die Ehe-Öffnung nach einer großen Kampagne der Mormonenkirche durch direkte Demokratie wieder ab. 2009 lehnte auch das Volk von Maine die Gleichstellung ab. Neuesten Umfragen zufolge können sich die Befürworter aber bei kommenden Wahlen größere Hoffnungen auf einen Sieg machen. Da der Volksentscheid zeitgleich zur Präsidentschaftswahl stattfinden wird, hängt das Ergebnis auch davon ab, ob Präsident Barack Obama oder sein wahrscheinlicher Herausforderer Mitt Romney ihre Anhänger besser mobilisieren können.

Bislang haben Connecticut, Iowa, Massachusetts, New Hampshire, New York und Vermont die Ehe geöffnet, der Staat Washington hat diesen Schritt vor einem Monat ebenfalls beschlossen (queer.de berichtete). Außerdem sind Eheschließungen in der Hauptstadt Washington D.C. sowie in zwei Indianerreservaten möglich. Elf weitere Staaten bieten eingetragene Partnerschaften an. (dk)



#1 JoonasAnonym
  • 02.03.2012, 11:20h
  • Ein weiterer kleiner Schritt auf dem Weg zum Ziel...

    Wollen wir nur hoffen, dass die menschenverachtenden Homohasser, die erzkonservativen Ewiggestrigen und die religiösen Fanatiker nicht wieder so viel hetzen und Lügen verbreiten, dass es am Ende wieder an einem Volksentscheid scheitert.
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#2 GeraldAnonym
#3 HinnerkAnonym
  • 02.03.2012, 12:35h
  • Antwort auf #1 von Joonas
  • Ja, es ist schon absehbar, dass sich jetzt wieder diverse sogenannten Religionen in seltener Einigkeit zusammentun, um ihren Hass zu verbreiten.

    Die werden jetzt wieder alles in Bewegung setzen und wettern, das sei der Untergang der Menschheit.

    Und jeder, der das glaubt, beweist damit nur eines: seine Dummheit! Denn durch weitere Diskriminierung werden Schwule und Lesben nicht plötzlich hetero. Genauso, wie deren Gleichstellung nicht bewirkt, dass Heteros jetzt plötzlich schwule / lesbisch werden...

    Aber die Religionen haben ja immer schon die Leute verarscht und dumm gehalten, damit sie sie besser kontrollieren und führen können!
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#4 Timm JohannesAnonym
  • 02.03.2012, 13:17h
  • Das freut mich für die USA.

    Jetzt haben es also nach dem Bundesstaat New York auch der Pazifikbundesstaat Washington und nunmehr auch Maryland geschafft.

    Mögen die eventuelle Referenden, die in Maryland und Washington kommen könnten, entsprechend positiv ausgehen. Ansonsten aber bin ich der Meinung, dass das Thema "Eheöffnung" nicht Inhalt eines Referendums sein dürfte, da es sich um ein Minderheitenrecht handelt. Entsprechende Klagen gegen das negative Referendum in Kalifornien werden derzeit gewonnen und dürften dann wohl vor dem Supreme Court in Washington D.C. landen.

    Wenn man sich die US-Bundesstaaten anschaut, die eine Eheöffnung bzw. zumindest eine Eingetragene Lebenspartnerschaft ("Civil Union") durchgesetzt haben, so hat man den fast klassischen Nord-Süd-Staatenkonflikt des Bürgerkrieges von 1861-1865. Die Nordstaaten inklusive Pazifikküste waren halt immer schon liberaler und offener als die Südstaaten und der Mittlere Westen zwischen Mississippi und Rocky Mountains.
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#5 BenniAnonym
  • 02.03.2012, 13:52h
  • Antwort auf #2 von Gerald
  • Verrätst Du uns auch, was Dich an dem Begriff "Homohasser" so stört? Oder bleibt das Dein Geheimnis?

    Ich finde den Begriff sehr passend - er beschreibt Menschen, die Homosexuelle hassen. Und im Gegensatz zu z.B. Schwulenhasser schließt er den Hass auf Lesben nicht aus.
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#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
#7 GeraldAnonym
  • 02.03.2012, 21:43h
  • Antwort auf #5 von Benni
  • Ah ja, warum dann nicht Homosexuellenhasser? Abkürzungen gehen oft schief. Homo kann auch Homo sapiens sein. Und Hasser finde ich auch nicht gut. Auch Hassprediger ist nicht besonders gut.
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#8 Tobi CologneAnonym
  • 02.03.2012, 22:45h
  • Und in Deutschland warten wir immer noch auf weitere Verbesserungen, weil diese Prulla von Kanzlerin und ihre Schoßhündchen von der FDP uns weiterhin als Menschen 2. Klasse sehen wollen.

    Die sind zu sehr damit beschäftigt, ihre politischen Ämter auszunutzen, um sich selbst zu bereichern. Siehe unseren peinlichen Ex-Präsidenten, der für ein paar Wochen wegducken vor strafrechtlicher Verfolgung jetzt auch noch bis zu seinem Lebensende jedes Jahr 200.000 Euro bekommt. Plus Dienstauto mit Chauffeur. Plus Büro. Plus plus plus.

    Von unseren Steuerzahlern.

    Und dann erzählen die uns, es sei kein Geld für Kinder da, die sich nicht mal ein Schulbuch kaufen können.
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#9 LinguistAnonym
  • 02.03.2012, 23:00h
  • Antwort auf #7 von Gerald
  • 1.
    "warum dann nicht Homosexuellenhasser?"

    Oder wieso nicht gleich Homosexuellen-Bisexuellen-Transsexuellen-Transgender-Hasser?

    Man kann es immer noch komplizierter machen.

    2.
    "Homo kann auch Homo sapiens sein"

    Und deswegen sagt man ja auch nicht Homo-sapiens-Hasser.

    Homo heißt eben auch gleich(artig). Deswegen eben auch Homosexualität, Homophilie, Homophobie und in anderen Domänen homozygot, homochrom, Homomorphismus, etc.

    Da meint es überall gleich(-artig) und nicht Mensch.

    3.
    Selbst wenn man das alles außen vor lassen würde, dürfte man Sprache nicht wortwörtlich nehmen. Die Deutsche Mark hatte keine Staatsbürgerschaft. Ein Jägerschnitzel muss Jäger nicht zittern lassen. Und von gefallenen Mädchen, die gar nicht gestürzt sind oder grünen Jungen, die weder grün gefärbt noch Mitglied der Grünen sind, wollen wir gar nicht erst anfangen. Etc. etc. etc.

    4.
    "Und Hasser finde ich auch nicht gut. Auch Hassprediger ist nicht besonders gut."

    Bei der Verwendung von Wörtern sind Einzelmeinungen nur leider völlig irrelevant.

    Wenn eine bestimmte kritische Masse Ausdrücke verwendet und damit verstanden wird, sind das eben die üblichen Ausdrücke, auch wenn manche die unschön finden.

    Oder um es mit Wittgenstein zu sagen:
    "Die Bedeutung eines Wortes ist sein Gebrauch in der Sprache."
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#10 PinoAnonym
  • 02.03.2012, 23:20h
  • Antwort auf #7 von Gerald
  • Jemand, der Homos hasst ist ein Homohasser. Und jemand der Hass predigt, ist ein Hassprediger.

    Das sind etablierte Begriffe, die jeder versteht.

    Soll man jetzt neue Begriffe erfinden, nur weil sie Dir nicht gefallen?

    Müssen wir dann in Zukunft auch statt "homophob" "homosexuellen-phob" sagen?

    Dann möchte ich aber auch meine Wünsche äußern:
    mir gefiel noch nie das Wort Auto, denn es könnte ja nicht nur als Automobil verstanden werden, sondern auch als Autosuggestion, Automat, Autonomie, Autor, etc...... Ich schlage z.B. das Wort "Ölil" vor, das bisher noch für nichts anderes verwendet wird und eindeutiger ist. Ich möchte Dich bitten, dies in Zukunft zu beachten und in Deiner Sprache zu berücksichtigen.
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