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"Neues Zeichen für eine neue Zeit"

Bundeswehr tritt "Charta der Vielfalt" bei


Staatssekretär Thomas Kossendey, Leutnant Martin Zehe und Integrationsbeauftragte Maria Böhmer mit der Charta der Vielfalt (Bild: Bundeswehr)

Ein Vertreter des Verteidigungsministeriums hat am Dienstag die "Charta der Vielfalt" unterzeichnet. Mit der Unterschrift verpflichtet sich die Bundeswehr, ein vorurteilsfreies Arbeitsumfeld zu schaffen.

"Auch in der Bundeswehr spiegelt sich die Vielfalt der Gesellschaft in großen Teilen wider", erklärte Verteidigungsstaatssekretär Thomas Kossendey. Der CDU-Politiker betonte, dass die Bundeswehr bereits heute mit dem Leitbild des Staatsbürgers in Uniform den Menschen in den Mittelpunkt stelle: "Gemeinsam mit den genannten Integrationsfaktoren bieten sie Diskriminierungen keinen Nährboden und führen idealerweise zu einer echten gegenseitigen Wertschätzung", so der Staatssekretär.

In der Charta verpflichten sich die Unternehmen zur Gleichbehandlung aller Mitarbeiter, "unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität." Die Selbstverpflichtung wurde 2006 von den Konzernen Daimler, BP, Deutsche Bank und Deutsche Telekom initiiert. Schirmherrin ist Bundeskanzlerin Angela Merkel. Inzwischen sind mehr als 1.000 deutsche Unternehmen Mitglied, darunter auch große Konzerne wie BMW, McDonald's oder RTL Deutschland.

Die Idee, dass auch die Bundeswehr der Charta beitreten solle, stammt aus der Truppe: Leutnant Martin Zehe vom Luftwaffenamt in Köln hatte sich für die Unterzeichnung eingesetzt, nachdem er im Offizierlehrgangmit dem Thema Toleranz konfrontiert worden war. Bei Internet-Recherchen stieß er dabei auf die Charta. "Wir vertreten bereits heute alles, was die Charta abdeckt", erklärte Zehe. Das solle durch den Beitritt zur Charta nun auch öffentlich bewusster gemacht werden.

Wenn bekannter würde, wie offen die Bundeswehr gegenüber Minderheiten sei, könnten viele Vorurteile aufgebrochen werden, meint der Leutnant. Die Unterzeichnung könnte auch das Image der Bundeswehr verbessern, die nach dem Ende der Wehrpflicht aktiv um Mitarbeiter werben muss. Die Unterzeichnung sei ein "neues Zeichen für eine neue Zeit".

Bundeswehr erst seit knapp einem Jahrzehnt homofreundlich

Insbesondere sexuelle Minderheiten wurden bis vor wenigen Jahren in den deutschen Streitkräften diskriminiert: Erst 2004 erließ die Bundesregierung unter dem Titel "Umgang mit Sexualität in der Bundeswehr" eine Dienstvorschrift, in dem Diskriminierung aufgrund sexueller Ausrichtung ausdrücklich verboten wurde. 2006 folgte dann das "Soldatinnen- und Soldaten-Gleichbehandlungsgesetz". Zuvor mussten insbesondere schwule oder lesbische Vorgesetzte ihre sexuelle Ausrichtung geheim halten, da ihnen sonst die Versetzung oder Entlassung drohte.

Wie groß die Homo-Panik in der Bundeswehr einst war, zeigt der Kießling-Skandal aus dem Jahr 1984: Damals entließ Verteidigungsminister Manfred Wörner den Vier-Sterne-General Günter Kießling wegen angeblicher Homosexualität (queer.de berichtete). Später kam heraus, dass der westdeutsche Geheimdienst MAD Kießling mit einem anderen Mann verwechselt hatte. (dk)



#1 HinnerkAnonym
  • 02.03.2012, 12:37h
  • Naja, erst mal sehen, wie das dann wirklich in der Praxis aussehen wird.

    Aber zumindest schon mal ein erster (symbolischer) Schritt in die richtige Richtung.
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#2 falamaleitum Anonym
  • 02.03.2012, 12:55h
  • "Bundeswehr erst seit knapp einem Jahrzehnt homofreundlich"

    www.ahsab-ev.de/images/stories/boot_kl.jpg

    Sagt auch Arend Oetker: "Mein Verständnis von sozialer Marktwirtschaft ist, dass wir alle in einem Boot sitzen"

    www.heise.de/tp/blogs/8/151503

    Vor zehn Jahren sagte er: „Die USA wird von 200 Familien regiert und zu denen wollen wir gute Kontakte haben.“

    www.cicero.de/berliner-republik/bundespraesident-joachim-gau
    ck-praesident-der-eliten/48408


    Gute Kontakte

    www.queer.de/detail.php?article_id=16006

    Gutes Geschäft

    Eine neue Studie bestätigt die globale Spitzenposition des Westens beim Führen von Kriegen. Wie aus einer soeben veröffentlichten Analyse des Heidelberg Institute for International Conflict Research hervorgeht, ist nicht nur die Zahl der Kriege weltweit letztes Jahr auf den höchsten Stand seit dem Zweiten Weltkrieg gestiegen. Die Untersuchung lässt zudem erkennen, dass die NATO-Staaten, darunter Deutschland, an der überwiegenden Mehrzahl der Waffengänge mit eigenen Truppen als Aggressoren beteiligt sind oder sie via Stellvertreter vor Ort befeuern. Schwerpunkt sind die Staaten der arabischen Welt sowie Afrikas südlich der Sahara, die wegen ihrer Ressourcen oder aufgrund ihrer geostrategischen Lage im Mittelpunkt westlicher Interessen stehen. Der Spitzenposition des Westens beim Führen von Kriegen entspricht, dass die westlichen Staaten sich die größten Militäretats weltweit leisten und auch die größten Exporteure von Kriegsgerät sind - mit Lieferungen an NATO-Mitglieder oder mit ihnen verbündete Staaten.

    hiik.de/de/konfliktbarometer/index.html
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#3 grmlAnonym
  • 02.03.2012, 14:31h
  • "Die Idee, dass auch die Bundeswehr der Charta beitreten solle, stammt aus der Truppe: Leutnant Martin Zehe vom Luftwaffenamt"

    In der Bundeswehr würde man dass wohl anders sehen. Die Idee stammt aus dem Lufwaffenamt und nicht aus der Truppe.
    Und genau in dieser feinheit zeigt sich das Problem... in den Ämtern und hohen Kommandobehörden ist ein Toleranter Umgang normal, in der "Truppe" sieht es aber häufig anders aus. Gerade Homo- und Transsexuelle wird häufig wenig toleranz entgegengebracht - auch wenn man Heute wegen Homosexualität nicht mehr entlassen wird.
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#4 falnamaleutumAnonym
  • 02.03.2012, 16:51h
  • Antwort auf #2 von falamaleitum
  • Ach ja, das sagte er über die Funktion der so genannten Atlantik-Brücke.

    "Die USA wird von 200 Familien regiert und zu denen wollen wir gute Kontakte haben.“

    "Besonders hervorheben möchte die Atlantik-Brücke die Förderung durch die Deutsche Bank, die M. M. Warburg & Co Bank, die Nomura Holdings Investment-Bank, die Deutsche Bundesbank, die DZ Bank, den Rüstungkonzern IABG, die Volkswagen AG, das Auswärtige Amt, den 2004 wegen Falschaussage in der CDU-Spendenaffäre rechtskräftig verurteilten Dr. Walther Leisler Kiep [7] , sowie Dr. Jürgen Großmann (RWE, Ruhrkohle AG, Deutsche Bahn AG, Young Leader 1982) und Udo van Meeteren (HSBC Trinkaus, Ruhrkohle AG). Ebenso dankt man ebenfalls den Partnerinstitutionen in Deutschland und Amerika sowie den zahlreichen deutschen Gastgebern und Gesprächspartnern der vielen amerikanischen Gäste.[8]"

    de.wikipedia.org/wiki/Atlantik-Br%C3%BCcke

    "im Jahre 1952 von den Bankiers Eric(h) Moritz Warburg und Dr. Freiherr Gotthard von Falkenhausen, dem Unternehmer und Politiker Erik Blumenfeld, sowie den beiden Journalisten, Publizisten und Herausgebern der Wochenzeitung Die Zeit Dr. Marion Gräfin Dönhoff und Ernst Friedlaender durch Initiative des ehemaligen Präsidenten der Weltbank und als Hoher Kommissar der höchste Vertreter der westlichen alliierten Siegermächte, sowie Direktor ( 1953 - 1972 )[1] des amerikanischen Think Tank Council on Foreign Relations, John Jay McCloy, als überparteiliche Vereinigung gegründet."

    de.wikipedia.org/wiki/Council_on_Foreign_Relations

    „Der Council ist das entscheidende Verbindungsglied zwischen den großen Konzernen und der Regierung
    [...]
    die Wichtigkeit dieser Vereinigung [kann] für das Verständnis der Grundmotive und der Grundlinien amerikanischer Weltpolitik kaum hoch genug veranschlagt werden."

    (Quelle: DER SPIEGEL, 1975)
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#5 MarekAnonym
  • 02.03.2012, 17:41h
  • Mal ganz abgesehen davon, dass ich keinem Mördertrupp beitreten würde, ist das innerhalb deren Systems natürlich ein Fortschritt.
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#6 Geert
  • 02.03.2012, 19:01h
  • Man muss alles tun, um Kriege zu verhindern. Wenn es aber dann doch Krieg gibt, braucht man echte Männer, die drauf hauen können, meinetwegen auch Kampflesben, aber keine Frauen und Huschen in Uniform.
    Das ganze Emanzipationsgerede in einer Armee(!) macht diese zu einer Lachnummer.
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#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
#8 Lapushka
  • 02.03.2012, 19:44h
  • Antwort auf #6 von Geert
  • Du immer mit deinen "echten Männern"...
    Wer die Grundausbildung schafft und sich weiterhin als tauglich erweist, wird wohl "echt" genug sein um dem Vaterland zu dienen.
    Leute von vornherein wegen ihrer sexuellen orientierung auszuschliessen (aufgrund von vermeintlicher Weichheit), ist nicht nur diskriminierend, sondern man verbaut sich auch die Möglichkeit auf einen brauchbaren Soldaten.

    Die Fremdenlegion übrigens, ihres Zeichens laut manchen Leuten härteste Armee der Welt, wurde früher von den Arabern "Madame la Legion" genannt wegen der dort verbreiteten Homosexualität.
    Da Frauen (und eine Frau zu heiraten) dort nicht erlaubt war und ist, ein ebenso guter Rückzugsort wie ein Kloster um blöden Fragen die Ledigkeit betreffend zu entgehen und unter Männern zu sein, falls man mit dem Legionärsleben zurechtkam. Viele die nichts zu verlieren hatten, gingen dorthin.

    Aus der Zeit des 2. Weltkriegs stammt dieses Lied:
    „Einer deutschen Mutter Sohn,
    Der ging zur Fremdenlegion
    Französisch lernt er nicht verstehn
    Aber Arschficken und Zigarettendrehn."

    Es gibt nicht immer nur schwarz/weiss.
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#9 GretelAnonym
#10 finkAnonym
  • 02.03.2012, 20:55h
  • Antwort auf #6 von Geert
  • "- Trolle agieren absichtlich, wiederholt und schädlich.
    - Trolle ignorieren und verletzen die Grundsätze der Community.
    - Trolle richten nicht nur inhaltlichen Schaden an, sondern versuchen auch, Konflikte innerhalb der Community zu schüren.

    Aus den Fallanalysen ergaben sich verschiedene Motivationen der Trolle:

    - Langeweile, Suche nach Aufmerksamkeit, Rache
    - Spaß und Unterhaltung
    - Wunsch, der Community möglichst großen Schaden zuzufügen.

    Auswirkungen

    Trollbeiträge können Schaden verursachen, indem sie Diskussionen ausbremsen oder sogar das Vertrauen innerhalb einer Community zerstören.

    Gegenmaßnahmen

    Ein Mittel, um Foren vor derartigen Beiträgen zu schützen, ist das Informieren der Benutzer über das Phänomen und die typischen Eigenschaften von Trollbeiträgen.

    Die anderen Teilnehmer der Diskussion können Troll-Diskussionen begegnen, indem sie auf Beiträge des Trolls grundsätzlich nicht eingehen. In der Netzkultur bezeichnet man dies mit der Phrase „Trolle nicht füttern“. Damit entzieht man den Trollen die Aufmerksamkeit, die sie erhaschen wollen."

    de.wikipedia.org/wiki/Troll_%28Netzkultur%29
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