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Homosexuelle und Schwangere wollte Rektorin Dorothy Bond aus ihrer Schule mobben (Bild: Haywood County Schools)

Die Rektorin einer High School im US-Bundesstaat Tennessee musste ihren Hut nehmen, weil sie Schwule und Lesben sowie schwangere Schülerinnen beleidigt hatte.

Der Lokalsender WPTY hatte berichtet, dass Dorothy Bond, die die Sekundärschulen im Bezirk Haywood leitet, wiederholt Schüler sexueller Minderheiten beleidigt hatte. Sie wird mit Aussagen wie "Wenn du schwul bist, kommst du in die Hölle" zitiert. Die Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union erklärte ferner, Bond habe homosexuellen Schülern mit einem Schulverweis gedroht, sollten sie sich auf dem Schulhof berühren. Außerdem soll sie schwangeren Schülerinnen gesagt haben, dass sie "in der Schule nicht willkommen" seien und "ihr Leben ruiniert" hätten.

Laut einem Bericht der "Jackson Sun" hat Bond am Donnerstag ihren Rücktritt bekannt gegeben, will sich aber gegenüber Medien nicht zu den Vorwürfen äußern. Die Anwaltskanzlei der Schulbehörde ließ eine Pressemitteilung verbreiten, in der die Advokaten nicht direkt auf den Fall eingehen, aber beteuern: "Die Schulbehörde von Haywood County hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Atmosphäre der Toleranz und Vielfalt anzustreben." Mehrere Bürgerrechtsorganisationen hatten vor dem Ausscheiden Bonds mit Klagen gedroht.

Youtube | Das Lokalfernsehen zeigt Reaktionen auf die homophoben Äußerungen der Rektorin

Tennessee gilt als einer der homofeindlichsten US-Bundesstaaten

In den USA wurde in den vergangenen zwei Jahren in den Nachrichten ausführlich über Selbstmorde von homosexuellen Schülern berichtet, die von Mitschülern oder Lehrern gemobbt worden waren. Homo-Aktivisten beklagen, dass nach wie vor diskriminierende gesetzliche Regelungen die Integration von sexuellen Minderheiten verhinderten. Insbesondere Tennessee, ein Staat mit großer republikanischer Mehrheit, hat sich mit homofeindlicher Rhetorik hervorgetan: So wird derzeit im Parlament ein Gesetzentwurf debattiert, der es Christen erlauben soll, Homosexuelle zu mobben - sofern sie religiöse Gründe dafür anführen (queer.de berichtete). Im vergangenen Jahr hat der Gouverneur außerdem ein Gesetz unterschrieben, das Diskriminierungsschutz von Schwulen und Lesben ausdrücklich verbietet (queer.de berichtete). (dk)



#1 BenniAnonym
  • 02.03.2012, 13:49h
  • Bravo!

    Es kann nicht sein, dass jetzt sogar schon das Lehrpersonal bzw. die Schulleitung anfängt, Schülerinnen und Schüler zu mobben.

    Und dann diese dümmlichen Drohungen mit der Hölle. Auf diesen schwachsinnigen Aberglauben fällt doch kein halbwegs intelligenter Mensch mehr rein.
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#2 Lapushka
  • 02.03.2012, 14:08h
  • Ein Grauen, dass solche Leute im pädadogischen Bereich auch nur ansatzweise geduldet werden. Welcher homo- oder transsexuelle Mensch will bei solchen Vorraussetzungen psychisch unbeschadet durch die Schulzeit kommen? Und wie soll damit Homophobie abnehmen?

    Solange das so ist, wird die erhöhte Prozentzahl Homosexueller was psychische Probleme oder Selbstmord(versuche) angeht auch noch in zehn Jahren bestehen.

    Aber das wollen die wahrscheinlich. Schliesslich hat man damit ein handfestes "Argument" im Kampf dagegen.
    Frei nach dem Motto: Wir sind doch nur dagegen um Jugendliche vor einem Lebensstil zu bewahren der bewiesenermaßen ein erhöhtes Risiko für psychische Krankheiten aufweist (wenn nicht gar eine psychische Krankheit IST) und von Diskriminierung erhöht betroffen ist. Damit das nicht gefördert wird, diskriminieren wir sie weiter. Nur zu ihrem Besten. Aus reiner Nächstenliebe.
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#3 RobinAnonym
  • 02.03.2012, 14:12h
  • Antwort auf #1 von Benni
  • Ja, wenn denen die Argumente ausgehen, fangen sie mit Drohungen und Einschüchterungen an.

    Natürlich behaupten diese Fundamentalisten nur solche Dinge, die sich nicht überprüfen lassen...
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#4 David77Anonym
  • 02.03.2012, 14:31h
  • "Außerdem soll sie schwangeren Schülerinnen gesagt haben, dass sie "in der Schule nicht willkommen" seien und "ihr Leben ruiniert" hätten."

    Wahnsinn... Ich wette die gehört zu den gleichen Leuten die Abtreibung verurteilen, aber mit einem solchen Verhalten die betroffenen Frauen zur Abtreibung treibt...

    Und wie war das noch in Tennessee mit dem "don't say gay"-Gesetz an den Schulen? Gilt das etwa nicht bei Beschimpfungen?
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#5 MarekAnonym
  • 02.03.2012, 17:37h
  • Was für eine erbärmliche kleine Faschistin.

    Die kann nur froh sein, dass sich kein Schüler wegen ihrer Äußerungen sie seien nichts wert, das Leben genommen hat. Aber das wäre der wahrscheinlich sogar noch egal gewesen. Oder vielleicht wollte die das sogar, um sie los zu werden.

    Und ich dachte, gerade Schwarze wüssten, was Hass und Vorurteile bedeuten...
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#6 EnyyoAnonym
  • 02.03.2012, 18:53h
  • Antwort auf #5 von Marek
  • "Und ich dachte, gerade Schwarze wüssten, was Hass und Vorurteile bedeuten..."

    Das dachte ich auch - und hoffe, dass diese unqualifizierte Maximalpigmentierte nie mehr einen Job bekommt, bei dem sie es mit Kindern und Jugendlichen zu tun hat.

    Soll sie die Toilette ihrer Kirchengemeinde schrubben, die dumme #*§&!*
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#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
#8 daVinci6667
  • 02.03.2012, 21:55h

  • "So wird derzeit im Parlament ein Gesetzentwurf debattiert, der es Christen erlauben soll, Homosexuelle zu mobben - sofern sie religiöse Gründe dafür anführen "

    Zum Glück ist die jetzt schon weg, denn bald hätte sie ganz legal Schüler in den Tod hetzen dürfen!

    Ich möchte gerne wissen, wie viele ähnlich denkende klerikal-fascho Rektoren gerade im Bibelbelt der USA weiterhin ihren "Dienst" tun. Da braucht man sich über die vielen Jugendlichen die sich das Leben nehmen, wahrlich nicht zu wundern!
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#9 Tobi CologneAnonym
  • 02.03.2012, 22:40h
  • Hoffentlich verschwindet die auf Nimmerwiedersehen und darf nie wieder mit Minderjährigen umgehen.
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#10 nanuAnonym
  • 03.03.2012, 04:12h
  • Antwort auf #6 von Enyyo
  • Unterschiedlich: Die einen werden durch erlittene Verfolgung zu großen Humanisten - Beispiel Nelson Mandela. Andere gehen mit ihren neuen Feinden so um, wie vorher mit ihnen umgangen worden ist - Beispiel Israel und Palästinenser. Wenn ich schon wüßte, warum der eine so reagiert, der andere dagegen nicht, wäre ich bestimmt ein weiser Mann.
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