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Stars wie George Clooney, Brad Pitt, Martin Sheen, Jamie Lee Curtis, Jane Lynch, Kevin Bacon, Chris Colfer und George Takei arbeiten nur selten zur gleichen Zeit am gleichen Projekt. Am Samstagabend haben sie sich aber alle in einem Theater in Los Angeles eingefunden, um das (in höheren Instanzen noch andauernde) Gerichtsverfahren um Proposition 8 nachzustellen.

Autor Dustin Lance Black, der für das Drehubuch zu "Milk" mit dem Oscar ausgezeichnet worden ist, kürzte die zwölf Verhandlungstage auf eineinhalb Stunden zusammen. Dazu nutzte er die Protokolle des Verfahrens aus dem Jahr 2010 sowie Interviews mit den heiratswilligen Klägern und ihren Familien. Besonders nett: Brad Pitt spielt den schwulen Richter Vaugn Walker, der Proposition 8 für verfassungswidrig erklärt hatte.

Hier das Video (die Lesung startet bei 30 Minuten) bei Youtube, das Portal hatte das Stück am Wochenende auch live gestreamt:

Hintergrund für das Verfahren ist die Geschichte um die Anerkennung der Homo-Ehe in Kalifornien: Hier gab es jahrelang einen erbitterten Streit um die Öffnung der Ehe. Mehrmals seit 2005 hat das demokratisch kontrollierte Parlament die Gleichstellung beschlossen, sie wurde aber vom damaligen Gouverneur Arnold Schwarzenegger mit seinem Veto verhindert. Im Mai hat dann der oberste Gerichtshof von Kalifornien entschieden, dass das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz in der Regionalverfassung verstößt. Das brachte Homo-Gegner auf: Sie setzten für November 2008 das Referendum "Proposition 8" für ein Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe durch - und gewannen, besonders dank großen finanziellen Spenden der Mormonenkirche, die Abstimmung knapp mit 52 Prozent.

Homo-Aktivisten klagten daraufhin mit dem Argument, dass Grundrechte nicht von einer Bevölkerungsmehrheit weggenommen werden dürften. Im August 2010 hat ein Bundesgericht dem zugestimmt, Vorsitzender Richter war (zufällig) der schwule Vaughn Walker. Dieses Urteil wurde im Februar 2012 von einem Berufungsgericht bestätigt. Allerdings muss erst noch der launische Supreme Court in Washington endgültig über die Ehe-Öffnung entscheiden. Solange erkennt Kalifornien zwar bereits geschlossene gleichgeschlechtliche Ehen an - heiraten dürfen dort aber derzeit nur die Heteros. (dk)



Kalifornien: Klage gegen Ehe-Öffnung gescheitert

Der oberste Gerichtshof des Bundesstaates Kalifornien hat am Montag einstimmig einen Antrag von Homo-Gegnern abgelehnt, gleichgeschlechtliche Eheschließungen sofort wieder auszusetzen.
#1 SebiAnonym
  • 05.03.2012, 13:29h
  • Ich habe das heute morgen schon im Fernsehen gesehen.

    Sehr löblich, wie die sich engagieren. Jamie Lee Curtis hat in einem Interview gesagt, der Kampf um die volle Gleichstellung von Schwulen und Lesben, sei in der heutigen Zeit die wichtigste Menschenrechtsaufgabe.
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#2 RaffaelAnonym
  • 05.03.2012, 15:49h
  • Solche Promis, die sich immer wieder für unsere Belange einsetzen (darunter auch immer wieder Heteros) verdienen nicht nur unseren Dank und unser Lob, sondern auch unsere vollste Unterstützung.
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#3 David77Anonym
  • 05.03.2012, 16:07h
  • Gut so!
    Die Behauptung von wegen "Schutz zur Ehe" ist einfach lächerlich - die eigenen Rechte werden doch nicht weniger wert weil man sie anderen auch gewährt. Diese Ansicht, bzw. diese Abstimmung ist eine Frechheit gewesen! Wie hätten diejenigen sich denn gefühlt, wenn man eine Abstimmung durchgeführt hätte, in der es geht die ehelichen Rechte zwischen Mann und Frau zu verbieten?!? DAS wäre dann in der Tat ein Angriff gewesen, aber wenn man anderen ein Recht wegnimmt, soll es etwa nicht so sein?!?
    Was kommt demnächst? Eine Abstimmung darüber ob gemischtrassige Ehen erlaubt sind?
    Die Initiatoren von Prop8 haben ein seltsames Demokratieverständnis. Natürlich kann man einfach behaupten "die Mehrheit will es so" - aber in dem Fall kann es nicht sein, das eine Mehrheit die Rechte, die sie sowieso innehat einfach einer Minderheit - aufgrund ihres "bequemen" Mehrheitsverhältnis - aberkennt.
    Vielleicht sollte man denen vor Augen halten, dass jeder selbst von ihnen zu irgendeiner Minderheit gehören kann und man ihnen in der Eigenschaft auch einfach die Rechte wegnehmen könnte.
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#4 Scharf DenkenAnonym
  • 05.03.2012, 19:15h
  • Interessant!
    Aber so viele Schauspieler auf einem Haufen und keiner kommt auf die Idee seine Figur tuntig anzulegen. Man sollte auch sowas sichtbar machen. Wo sonst, wenn nicht hier.
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 05.03.2012, 19:51h
  • Kompliment an Dustin Lance Black und auch an die Schauspieler, daß sie sich so für uns einsetzen!
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