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Lange haben wir gewartet, nun hat der deutsche Außenminister Guido Westerwelle (FDP) doch noch auf die Tiraden des weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko zu seiner Homosexualität reagiert.

"Lieber Diktator sein als schwul", hatte Lukaschenko am vergangenen Wochenende als Reaktion auf die Verhängung von EU-Sanktionen gegen sein Land gepöbelt (queer.de berichtete) - und dabei eindeutig Westerwelle im Visier gehabt. Der nämlich hatte den weißrussischen Präsidenten nur kurz zuvor ganz undiplomatisch (aber völlig zu Recht) als "letzten Diktator Europas" bezeichnet - bisher war dies nur die Wortwahl von Menschenrechtsgruppen.

Westerwelle blieb nach der Lukaschenko-Attacke erstaunlich cool: "Diese Äußerung richtet sich selbst", kommentierte der FDP-Politiker lapidar am Montagnachmittag in Berlin. "Ich werde auch nach diesen Äußerungen keinen Millimeter von meinem Engagement abrücken für Menschenrechte und Demokratie in Weißrussland."

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stellte sich schützend vor ihren Außenminister. Das Verhalten Lukaschenkos zeige "leider sehr deutlich die Haltung, die der weißrussische Präsident zu den Grundrechten einnimmt", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in der Bundespressekonferenz. (cw)

Foto oben: Wiki Commons / Prolinebot / CC-BY-3.0-DE



#1 Fiete_Jansen
  • 06.03.2012, 11:08h
  • Nicht das jemand jetzt meint, ich würde Lukaschenko gut finden nur weil ich den BRD noch Aussenminister und seine Politik widerwärtig finde.

    Im Gegensatz zur BRD und allen anderen ehemaligen Staaten der UdSSR ist Belarus noch immer eine ausgezeichneter Sozialstaat. Auch ist dieser Staat absolut antifaschistisch eingestellt, was man von anderen ehemaligen Sowjetrepubliken nicht behaupten kann. Ehemalige Nazi Kolloborateure gelten in Belarus nach wie vor als Verbrecher und nicht wie in Litauen z.B. als Helden.

    Lukaschenko als "letzten Diktator Europas" zu bezeichnen ist aber schon etwas naja ... Zumindest wurde ihm noch nicht die "Ehre" zuteil, wie ein anderes europäisches Staatsoberhaupt vor dem Bundestag der BRD sprechen zu dürfen.
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#2 BenniAnonym
  • 06.03.2012, 14:07h
  • Wann war Westerwelle jemals cool?

    Vor allem sollte Westerwelle jetzt nicht als Opfer stilisiert werden.

    Nur zur Erinnerung: wir reden hier von jemandem, der sich eine Multi-Millionen-Villa auf Mallorca kauft und gleichzeitig den ärmsten der Armen vorwirft, sie würden in spätrömischer Dekadenz leben.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 BayerAnonym
  • 06.03.2012, 14:30h
  • Es ist ja schön, dass Frau Merkel sich schützend vor ihren schwulen Quotenminister stellt um die Regierung zu retten.

    Aber viel besser wäre es, wenn sie sich schützend vor alle Schwulen und Lesben stellen würde.
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#5 FriederAnonym
#6 alexander
  • 06.03.2012, 20:23h
  • Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stellte sich schützend vor ihren Außenminister. Das Verhalten Lukaschenkos zeige "leider sehr deutlich die Haltung, die der weißrussische Präsident zu den Grundrechten einnimmt", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in der Bundespressekonferenz. (cw) ???????

    und wie sieht es mit den GRUNDRECHTEN in good old germany aus ??? verehrte bundesmutti ???
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#7 JoonasAnonym
  • 06.03.2012, 21:24h
  • Antwort auf #2 von Benni
  • Ja, der wird nächstes Jahr mit gut 50 Jahren als Frührentner von seinem Ministergehalt in seiner Millionenvilla auf Malle leben.

    Und gleichzeitig werden die ärmsten Familien gemobbt, weil die FDP aus strategischen Gründen Leute braucht, gegen die man hetzen kann und dann nimmt man die Leute, die keine Lobby haben.

    Das gefällt deren neureichen Wählern, die Angst haben, von ihren Millionen auch nur einen Cent abgeben zu müssen.

    Dieser menschenverachtende Zynismus und diese Scheinheiligkeit sind typisch für die FDP. Und Westerwelle ist der prototypische FDP-Fatzke.
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#8 MarekAnonym
  • 06.03.2012, 21:41h
  • Antwort auf #7 von Joonas
  • Was will man denn schon von der verlogenen FDP erwarten?

    Die haben kein einiges ihrer Wahlversprechen gehalten und machen sogar das Gegenteil. Nicht nur bei Homorechten, sondern z.B. auch im Steuerrecht: die wollten das Steuersystem senken (nicht geschehen), gerechter machen (nicht geschehen) und einfacher machen (auch nicht geschehen).

    Stattdessen machen sie das Steuerrecht noch komplizierter, indem sie dubiose Steuererleichterungen für Hoteliers und andere Schwerreiche durchsetzen.

    Der Grund ist ganz einfach: das sind die Großspender. Mövenpick hat der FDP die größte Spender der Parteigeschichte gemacht und bekam wenige Wochen nach der Machtübernahme bereits die Steuererleichterung.

    Während alle sparen sollen, wurde diese Änderung bis heute nicht zurück genommen.

    Die FDP hat sich wieder mal von Großspendern kaufen lassen und macht dafür auch gerne das Gegenteil des Versprochenen.
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#9 Timm JohannesAnonym
  • 07.03.2012, 01:06h
  • Da hat Herr Westerwelle vollkommen Recht und er hat sehr gut reagiert.

    Lukaschenko ist ein Diktator übelster Sorte, der in Weißrussland die Opposition niederknüppeln läßt und viele Oppositionelle schon nach Litauen und Polen flüchten mußten.

    Die Strafen gegen die weißrussische Führungsriege müssen verschärft werden: alle Bankkonten dieser Regierungsleute einfrieren und das Land mit Wirtschaftssanktionen seitens der EU belegen, denn nur das kann helfen.
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#10 DawielAnonym
  • 07.03.2012, 01:09h
  • Antwort auf #2 von Benni
  • Als Person und Politiker ist mir Westerwelle auch unsympathisch, aber wegen seiner Homosexualität sollte man ihn trotzdem nicht beleidigen. Aber das hat Lukaschenko getan.

    Es geht hier also nicht darum wie wir Westerwelle finden, sondern das Lukaschenko zurecht kritisiert wird.
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