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CSD-Teilnehmer (2010): Russische Verhältnisse in Berlin? (Bild: dieter_titz / flickr / by-sa 2.0)

Dicke Luft in Berlin: Das Bezirksamt verweigert derzeit die Genehmigung für den CSD, die Organisatoren drohen mit gerichtlichen Schritten - derweil hüllt sich der verantwortliche Bezirksstadtrat in Schweigen.

Bereits vor knapp einem Monat hat Bezirksstadtrat Carsten Spallek (CDU) Änderungen an den Plänen zum CSD und zur "Fashion Week" angemahnt, ebenso wie an der gleichzeitig geplanten Fanmeile zur Fußball-Europameisterschaft. "Eine zweite Duisburg-Loveparade wird es mit mir nicht geben", warnte er damals in einer Pressemitteilung.

Noch immer hat der CSD Berlin wie auch die "Fashion Week" für den 23. Juni keine Genehmigung erhalten - den Organisatoren platzt inzwischen der Kragen: "Wenn die Behörden nicht bald bereit sind in aktive Gespräche einzutreten, werden wir die CSD Demonstration wohl gerichtlich durchsetzen müssen", erklärte CSD-Geschäftsführer Robert Kastl. Er vergleicht die Situation inzwischen mit der Drangsalierung von Homo-Aktivisten in Osteuropa: "Derartige Verhältnisse sind uns eigentlich nur aus Russland bekannt, wo CSDs regelmäßig verboten oder an den Stadtrand verbannt werden", so Kastl.

Die CSD-Organisatoren beklagen, dass der Bezirk bislang nicht auf ihre Vorschläge reagiert habe und nur über die Presse mit ihnen kommuniziere. Außerdem würde der CSD nicht mit anderen Großevents kollidieren, zumindest nicht mehr als in den vergangenen Jahren: So könne die "Fashion Week" wie bereits 2011 ihre Zelte nach dem CSD am Brandenburger Tor aufschlagen. Auch ein deutsches EM-Spiel gebe es an diesem Tag nicht, wodurch keine Beeinträchtigung mit der Fanmeile befürchtet werden müsse. Der Loveparade-Nachfolger B-Parade ist ohnehin erst einen Monat später geplant. Außerdem seien im Tiergarten "unzählige Fluchtwege" vorhanden, so dass keine Wiederholung der Duisburger Loveparade droht. Einpferchungen seien größtenteils erst durch die Vorgaben des Bezirksamts geschaffen worden.

Bezirksamt taucht unter


Carsten Spallek (CDU) ist der Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Ordnung in Berlin-Mitte (Bild: CDU Berlin)

Das Bezirksamt will sich derzeit nicht zu den Vorwürfen der CSD-Organisatoren äußern. Auf queer.de-Anfrage erklärte eine Sprecherin, dass man frühestens am Freitag für eine Stellungnahme bereit sei, da derzeit noch Gespräche geführt werden würden.

CSD-Organisator Kastl fürchtet unterdessen um den Tourismusstandort Berlin: "Schon jetzt ist der Image- und der finanzielle Schaden, der hier durch die Stadt verursacht wurde, immens". Er wies darauf hin, dass der CSD laut einer Studie 91 Millionen Euro an zusätzlichen Direktausgaben in Berlin generiere. "Es ist unfassbar, dass hier wochenlang nur über die Presse kommuniziert wird, keine Informationen herausgegeben und Lösungsansätze noch nicht einmal grob umrissen wurden." so Kastl. (dk)



#1 FDP-ChristianAnonym
  • 07.03.2012, 15:06h
  • Verbietet diesen dekadenten Mist endlich!
    Die Stadt muss sich nicht hergeben, eine solche sinnfreie und nur auf Spaß bezogene Sache zu unterstützen...
    Ein Gleichberechtigungsgipfel wäre meiner Meinung nach zweckvoller, da man so mit Politikern und Vertretern der Wirtschaft in einen Diskurs treten kann.
    Aber halb nackt und vollkommen überschminkt erreicht glaub ich keiner was wirklich...

    Einfach nur furchtbar diese CSDs...
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#2 FDP-IngoAnonym
  • 07.03.2012, 15:21h
  • Antwort auf #1 von FDP-Christian
  • Richtig! Der CSD ist zum Klamauk verkommen. Für die, die es brauchen, sollte man eine Fick-Veranstaltung auf dem Tempelhofer Feld veranstalten. Aber diese Typen, die einmal im Jahr ihre Darkrooms verlassen, um am Rande des CSDs in aller Öffentlichkeit zu ficken, tragen genau zu dem Bild bei, dass man vor allem in Westdeutschland von Berlin hat - eine kaputte, versiffte Stadt, wo nur die eine Hälfte der Bevölkerung arbeitet und die andere Hälfte mit Hartz IV durchgefüttert wird.
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#3 darkon
#4 FrancoisAnonym
#5 SPD-KarlAnonym
#6 RaffaelAnonym
  • 07.03.2012, 15:36h
  • Die CDU schon wieder...

    Irgendwelche vorgeschobenen Gründe um uns Steine in den Weg zu schmeißen.
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#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
#8 finkAnonym
#9 FrissDeinPulundaAnonym
#10 wanderer LEAnonym
  • 07.03.2012, 18:50h
  • Tempelhofer Feld ist ein guter Vorschlag. Und ordentlich besteuern diesen Kommerz.
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