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Dieses Bild verbreitete die Organization of Women´s Freedom In Iraq zu ihrer Berichterstattung. Es ist unklar, was es zeigt.

Im Irak sind im Februar offenbar über 40 Männer und Frauen wegen einer vermuteten Homosexualität ermordet worden. Darauf weisen die International Gay & Lesbian Human Rights Commission (IGLHRC) und die Organization of Women's Freedom In Iraq hin.

Den Angaben der beiden Organisationen zufolge waren Anfang Februar in schiitischen Stadtteilen von Bagdad, Basra und anderen Städten relegrechte Todeslisten aufgetaucht: Sie benannten Namen, Alter und teilweise die Adresse von angeblichen Schwulen sowie auch Lesben. Auf den teilweise öffentlich ausgehangenen Flugblättern sollen Milizen die Personen aufgefordert haben, sich innerhalb weniger Tage von ihrem sexuellen Verhalten loszusagen, ansonsten würden sie ermordet.

Am 6. Februar soll es zu den ersten von insgesamt 42 bekannten Morden gekommen sein. Die Opfer wurden den Organisationen zufolge von Hochhäusern gestürzt oder mit Betonsteinen erschlagen. Es gibt auch Berichte von ausdauernder Folter und der Abtrennung von Körperteilen vor dem eigentlichen Mord.


Mit Listen wie dieser soll die Todesjagd auf Schwule begonnen haben (Bild: Organization of Women’s Freedom In Iraq)

Cary Alan Johnson, Vorsitzender der IGLHRC, forderte, dass die irakischen Behörden die Verfolgung und Ermordung von Homosexuellen beenden und die Verantwortlichen vor Gericht stellen: "Es gibt keine Entschuldigung für solche barbarischen Taten." Die Organization of Women's Freedom In Iraq forderte das Ausland zur Unterstützung auf. Die deutsche Bundesregierung hatte die Lage von Homo- und Transsexuellen im Irak vor zwei Jahren als "besorgniserregend" bezeichnet (queer.de berichtete).

Meldungen über die Verfolgung von Homosexuellen im Irak gibt es immer wieder und sind selten überprüfbar. 2009 hatte die IGLHRC schon einmal über eine Flugblätter-Kampagne gegen Homosexuelle gesprochen. Auch die verlässliche Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch nahm sich in einer längeren Dokumentation dem Thema an (queer.de berichtete).

Zwar gebe es Vermutungen, so die HRW damals, dass bis zu mehrere hunderte Personen Opfer von solchen Kampagnen gewesen sein könnten, eine genaue Zahl lasse sich aber wegen der Scham der Angehörigen und dem Desinteresse der Behörden kaum ermitteln. Die Berichte in der Dokumentation "They Want Us Exterminated", die als gesichert gelten dürfen, sind erschütternd. Es kommen auch Personen zu Wort, die dem Tod entfliehen konnten. (nb)



#1 finkAnonym
#2 Geert
  • 07.03.2012, 17:24h
  • Erschreckend! Die islamischen Länder werden immer fundamentalistischer. Das was heute im Iran und im Irak abläuft, wird morgen in Ägypten, Libyen und im Libanon geschehen, danach in Syrien, wenn man Assad weggebombt hat und irgendwann vielleicht auch in der Türkei, wenn sich dort die Fundamentalisten unter Erdogan stärker durchsetzen. Die fundamentalistischen Moslems sind und bleiben die größte Gefahr für schwule Männer.
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#3 Geert
  • 07.03.2012, 17:29h
  • "Die Opfer wurden den Organisationen zufolge von Hochhäusern gestürzt oder mit Betonsteinen erschlagen. Es gibt auch Berichte von ausdauernder Folter und der Abtrennung von Körperteilen vor dem eigentlichen Mord."

    Schiitische Rechtsgelehrte schreiben für die Tötung von Homosexuellen vor, dass sie zunächst von einem hohen Berg gestürzt und dann gevierteilt werden müssen. Erst danach dürfen sie getötet werden.
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#4 sarko-friendsAnonym
#5 Abbas KhiderAnonym
  • 07.03.2012, 17:44h
  • Antwort auf #4 von sarko-friends
  • Die neuesten Entwicklungen machten ihm, Abbas Khider, Angst. Der Irak habe sich gewandelt. Morde an politischen, religiösen und innerkonfessionellen Gegner stiegen nach der Machtübernahme der CPA (unter Führung von Paul Bremer) rapide an.

    Das Leben der Homosexuellen war vor der Neuordnung der politischen Verhältnisse weniger problematisch. Sie wurden geduldet. Sie heirateten, zeugten Kinder und sorgten für Nachwachs, was nach islamischem Verständnis die Hauptaufgabe des Mannes sei.

    Nachdem die Schiiten ab Januar 2005 die Macht übernahmen, wurden Homosexuelle öffentlich denuziert und ermordet, bevor sie stundenlang gequält wurden. Berichte gibt es darüber, dass den Männern Dinge in den Anus eingeführt oder dass diese stundenlang vergewaltigt wurden.

    www.aliraqaljadid.de/2010/11/die-lage-der-homosexuellen-im-i
    rak-bayan-jabr-und-die-cpa/
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#6 cruelnessAnonym
#7 finkAnonym
  • 07.03.2012, 17:53h
  • zu dem foto, das oben neben dem artikel plaziert ist: wenn denn unklar ist, was es zeigt, dann zeigt es doch besser gar nicht. da ist immerhin das gesicht des opfers erkennbar. außerdem halte ich es nur dann für angemessen, solche erschreckenden und grausamen bilder zu zeigen, wenn damit ein aufklärungsziel einhergeht. wenn aber nicht einmal klar ist, worum genau es geht, dann wird ein solches ziel verfehlt.
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#8 ManuelAnonym
  • 07.03.2012, 18:18h
  • Ein Freund meinte zu mir was denn so schlimm wäre wenn in Russland "Propaganda" für Homosexuelle verboten wird, schließlich wäre Homosexualität an sich nicht strafbar und solange man alles im stillen Kämmerlein macht interessiert es doch keinen.

    Hier sieht man das Ergebnis wenn einer Minderheit systematisch Menschenrechte entzogen werden und wohin Verbote und Hass letztendlich führen können.
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#9 TadzioScot
  • 07.03.2012, 18:34h
  • Echt schrecklich ! Diese Arschlöcher !
    Ich kann gar nicht so viel essen wie ich kotzen könnte über solche Unmenschen !

    Wie kann man sich nur über andere Menschen erheben und über andere richten ?

    Schwule sind so normale Menschen wie alle...
    Und doch raffen es viele nicht ! Boar ist mir schlecht, ey !

    Amesyty International und wie die anderen Organisationen heißen müssten sich da einschalten.

    Und die Medien erst, sowas müsste in die Tagesschau und so weiter...

    Damit auch die Normalos
    sehen wie gefährdet wir
    Schwulen überall auf der Welt..

    Queer.de ist wichtig, sind aber leider nur Ghetto-Nachrichten, denn diese Seite besuchen leider eher nur Schwule, Bisexuelle und und und... Meine Mutter kennt die Seite nicht einmal... Hat kein Internet. Aber diese Nachrichten müssten in den Medien erscheinen !
    Aber man will uns wohl nicht...

    Tja und die normlos dachten ersnthaft die Amis hätten den Irak befreit. Im Gegentum, der Irak ist nun schlimmer den je... Sunniten sind gemäßigt, die Schiiten sind ultra konservative Mullahs, soweit ich informiert bin...

    Jetzt wo der Irak ein Trümmerhaufen ist, jetzt gilt im Irak letzendlich die Anarchie... Gesetze ? Nun ja... War doch klar das man jagt auf Schwule macht... Sind ja schließlich die sogenannten Warmduscher, Schwuchteln und und und...

    Wie gesagt: Echt schlimm
    was da unten abläuft,
    aber eine ähnliche "Hexenjagt"
    gibt es auch im fortschrittlichen
    Europa :

    (England)

    www.gegensexuellegewalt.at/2011/02/02/grosbritannien-veroffe
    ntlicht-gewalttater/


    (BRD)

    www.zeit.de/kultur/film/2010-11/doku-auf-teufel-komm-raus

    Das Mittelalter ist leider noch lange nicht vorbei... Der Irak zeigt das sehr schön.. äh ich meine schrecklich, denn wie man sieht, auch in Europa födert man die Hexenjagt...

    Ach Scheiße... Mir tun die Famillien Leid die ihre geliebten Schwulen Söhne, Brüder und und und verloren haben....
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#10 daVinci6667
  • 07.03.2012, 18:38h

  • Extrem grausam und erschreckend! Das ist nun also das freie und demokratische Irak das uns George W. Bush versprochen hat! Die Intervention hat nur die Wut auf den Westen und den angeblich westlichen Lebenstil der dortigen Schwulen und Lesben ins extreme gesteigert. Auch an diesen extremen Schreckens-Taten trägt der Ex-Präsident Mitschuld!

    Ebenso natürlich die primitiv-islamische Religion der lokalen Bevölkerung. Die sind im tiefsten und schwärzesten Mittelalter stecken geblieben! Was ich immer sage: Jedwelche Religionen sind die Wurzel allen Übels!
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