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Da hat Wowi Spaß: Gemeinsam mit Gmünder-Chef Tino Henn (2.v.l.) darf Berlins Regierende Bürgemeister mit den Spartacus-Boys posieren

Auf der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin werben so viele Aussteller wie noch nie gezielt um schwule und lesbische Reisende.

Von Carsten Weidemann

So begehrt waren schwule und lesbische Reisende noch nie: Bei der diesjährigen Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin feiert das Segment "Gay & Lesbian Travel" in Halle 2.1 einen Ausstellerrekord. Im Vergleich zum Vorjahr legte es deutlich an Quadratmetern zu. Die weltgrößte Reisemesse, die am 7. März 2012 zunächst nur für Fachbesucher eröffnet wurde, steht am Samstag und Sonntag allen interessierten Besuchern offen.

"Wir stellen fest, dass sich immer mehr Destinationen im Bereich LGBT Travel engagieren möchten und diesem Segment eigene Produkte und Angebote widmen", freute sich Dr. Martin Buck, ITB-Direktor Kompetenz Center Travel & Logistics, über den Trend. Neu dabei im "Pink Pavillon" sind in diesem Jahr etwa Aussteller aus Griechenland, Mexiko und Portugal.

Erstmals vertreten ist auch das brasilianische Fremdenverkehrsamt Embratur, das am 8. März zu einem schwul-lesbischen Cocktail-Empfang lud. Explizit vorgestellt wurde u.a. die Stadt Florianópolis, in der vom 12. bis 14. April die Jahreskonferenz der International Gay and Lesbian Travel Association (IGLTA) stattfindet. Die Stadt mit über 40 Stränden, die von ihren Einwohnern liebevoll "Floripa" genann wird, mausere sich immer mehr zu einer südamerikanischen Gay-Metropole, so die brasilianischen Tourismuswerber. Gerade für Aktivtouristen biete die Region von Trekking-Touren bis zur Expedition in den atlantischen Regenwald viel Abwechslung.

Wien Tourismus wirbt mit schwul-lesbischem Kaffeehaus


Am Stand von Wien Tourismus schaut Wowi leider nicht in die Kamera, sondern wohl noch immer den Spartacus-Boys hinterher...

Auch Wien Tourismus präsentiert sich prominent im Gay & Lesbian Travel Pavillon. In Gegenwart der Wiener Vize-Bürgermeisterin Renate Brauner fand dort die feierliche Eröffnung des "Vienna Gay Cafés" statt, in dem Messebesucher Informationen zum Thema gayfriendly Wien bei einer kostenlosen Melange bekommen können. "Der Wiener Lebensrhythmus passt ideal zum schwul-lesbischen Lifestyle", meinte Wien-Tourismus-Geschäftsführer Norbert Kettler: "Wien ist eine weltoffene Stadt und war dies auch schon lange, bevor das Tourismusmarketing diese Zielgruppe erkannt hat."

Am Stand des Bruno Gmünder Verlags kann man wiederum das Model Rodiney Santiago und den Musiker Josey Greenwell treffen - zusammen zieren sie das Cover des neuen "Spartacus International Gay Guide". Die beiden, die extra aus Miami eingeflogen wurden, stehen an Stand 108 für Fotos und Autogramme zur Verfügung. Auch sollen sie angeblich alle Fragen zur neuen Spartacus iPhone-App beantworten können, die nach Verlagsangaben bereits über 10.000 Mal verkauft wurde.

Josey startet zur ITB auch eine Promotour durch angesagte Gay-Clubs, um sein neues Pop- und Dancealbum in Europa zu promoten. So wird er am Sonntag bei der offiziellen "Spartacus/GMF Party" im Weekendclub am Alexanderplatz seinen ersten Auftritt haben.



#1 Ralph EhrlichAnonym
  • 09.03.2012, 08:01h
  • Übrigens, die Messe Berlin findet daß das Thema HIV/AIDS and Travel auf die ITB gehört.
    So dürfen wir als Berliner Aids-Hilfe seit 2011 auf der Messe auch vertreten sein mit einem eigenen Stand in Halle 24 !
    Ralph
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#2 UweBerlinProfil
  • 09.03.2012, 09:38hBerlin
  • Natürlich muss sich Wowereit auch auf solchen Messen zeigen.
    Allerdings habe ich nach dem volksnahen Wahlkampf mit Stoffteddies eher das Gefühl, dass Wowereit nur noch auf Messen und Paries wieder zu sehen ist und zu seinen alten Klischees zurückkehrt.

    Er und sein Senat sollten sich mal um die zunehmende Gewalt in der Stadt und im Öffentl. Personennahverkehr mehr kümmern. MEHR Polizei habe ich da abends noch nicht entdeckt.

    In Berlin nimmt man harmlosen Demonstranten (beim Zapfenstreich Wulff) die Vuvuzuelas weg - dabei war das Ganze großräumig abgesperrt - ansonsten traut sich die Berliner Polizei inzwischen in viele Bezirke und Teile Berlins nicht mehr rein.
    Aber Wowereit wacht wohl nur auf, wenn die Touristenzahlen deutlich zurückgehen - und bleibt es weiter so ungemütlich in der Stadt werden sie das auch. Inzwischen muss man froh sein, wenn man gesund und unbehelligt wieder zu Hause landet.
    Mit den 100 Tagen Rot-Schwarz bin ich alles andere als zufrieden.
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#3 NeuBerlinAnonym
  • 09.03.2012, 22:41h
  • Antwort auf #2 von UweBerlin
  • ja, die müssen sich ein beispiel an das new york der 80er nehmen und berlin kräftig aufräumen. das geht leider nur mit polizeipräsenz, dauerkontrollen, sichtbare kameras, alkoholverbot usw.
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 10.03.2012, 09:23h
  • Es ist schon erstaunlich, mit welchen Raffinessen die Länder bei der ITB um die LGBT-Community in diesem Jahr buhlen! Vor allem Klaus Wowereit ist hier zu beneiden, denn ich hätte auch sehr gerne zwischen diesen beiden Spartacus-Sahneschnitten gestanden.

    Einzig Wien ist auf dieser Messe deplatziert! Hier müssen die Veranstalter schon mehr aufbieten als ein schwullesbisches Café und den Lifeball, denn leider sind Deutsche als Urlauber nur geduldet und nicht deshalb nicht gerade gern gesehen! Ich kann Kaiserin Sissi gut verstehen, daß sie sich da nicht wohlgefühlt hat!
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#5 alexander