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Roger Helmer sieht Europa und Schwule als Gefahr für sein geliebtes England

Der britische Europaabgeordnete Roger Helmer hat sich gegen die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben ausgesprochen, weil dann auch Inzest und Vielehen anerkannt werden müssten.

Helmer vertritt diese These in seinem Blog Straight Talking – und unterstützt darin insbesondere den katholischen Erzbischof Keith O'Brien, der vor wenigen Tagen die Ehe-Öffnung mit Sklaverei verglichen hatte (queer.de berichtete): "Erzbischof O'Brien argumentiert vernünftig, wenn er davor warnt, mit der Institution Ehe zu experimentieren. Man kommt schnell in trübes Wasser. Wenn zwei Männer heiraten dürfen, warum dann nicht auch drei Männer? Oder zwei Männer und eine Frau? Er hätte noch weiter gehen können. Was ist mit einer Kommune? Und wenn zwei Männer das Recht auf Ehe haben, warum dann nicht auch Geschwister? Sollten wir Inzest erlauben?".

Der 68-jährige Politiker war bereits vor einem Jahr mit einem homofeindlichen Vergleich in die Schlagzeilen geraten: Damals hat er die "Heilung" von Homosexuellen mit geschlechtsanpassenden Operationen gleichgesetzt (queer.de berichtete). 2009 hatte er argumentiert, dass Homophobie eine Erfindung von schwul-lesbischen Aktivisten sei und "als Propagandamittel gegen Menschen mit konventionellen Einstellungen" eingesetzt werde.

Übertritt zu Rechtspopulisten

Helmer ist bereits seit 1999 Abgeordneter im Straßburger Parlament. Bis vor wenigen Tagen war er ein Mitglied der konservativen Partei von Premierminister David Cameron. Er verließ die Tories am Wochenende und trat der rechtspopulistischen UK Independece Party (UKIP) bei. Die nationalistische Partei setzt sich insbesondere für einen Austritt Großbritanniens aus der EU ein, will die Zahl der Ausländer im Land senken und spricht sich auch offen gegen Homo-Rechte aus. Im Europaparlament bildet die UKIP eine Fraktionsgemeinschaft mit anderen Rechtspopulisten wie der italienischen Lega Nord und den "Wahren Finnen".

Einer der Kritikpunkte Helmers an seiner alten Partei ist die Einstellung gegenüber der Homo-Ehe: Die Tories wollen auf Druck des liberalen Koalitionspartners die Ehe-Öffnung bis 2015 unterstützen (queer.de berichtete). (dk)



#1 BennetAnonym
  • 09.03.2012, 13:08h
  • Okay, die Homohasser haben es nicht so mit Intelligenz.

    Aber was hat Homosexualität bitteschön mit Inzest zu tun?
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#2 alexander
  • 09.03.2012, 13:38h
  • Antwort auf #1 von Bennet
  • wenn die pädokeule nicht mehr wirkt, muss halt eine neue "tabuisierte keule" her !
    hauptsache der normalbürger kann sich schön gruseln und "ekeln", besonders wenn ihn der gedanke noch insgeheim "anmacht"!!!
    dann ist er natürlich erst recht "dagegen", denn : gott sei dank bin "ich nicht so ?!"
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#3 daVinci6667
  • 09.03.2012, 13:40h
  • Antwort auf #1 von Bennet

  • Natürlich gar nichts. Es geht den Rechten und den religiös Geisteskranken nur darum Homosexualität mit möglichst böse klingenden Substantiven wie Inzest, Pädophilie, Hölle, Sünde, Untergang der Menschheit etc. in Verbindung zu bringen. Das Ziel ist, dass sich jeder bereits vor Angst in die Hosen macht, wenn er nur von Homosexualität hört.

    Das kann aber auch nach hinten los gehen: So sollen viele geistig minderbemittelte an heutigen Schulen bereits auf dich losgehen, wenn man sie fragt, ob sie heterosexuell seien. Reaktion: Spinnst du, bin nicht heterosexuell sondern ganz normal, du schwule Sau! Womit du dann recht hast, Homohasser haben einen niedrigeren IQ! Darüber sollte man mal ne Untersuchung starten!
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#4 finkAnonym
  • 09.03.2012, 14:23h
  • "Wenn zwei Männer heiraten dürfen, warum dann nicht auch drei Männer?"

    ja, warum eigentlich nicht? ich habe noch kein stichhaltiges argument dagegen gehört.
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#5 Knueppel
  • 09.03.2012, 14:25h
  • Schon wieder so ein sich selbst hassender (weil sich nicht akzeptierender) Klemm-Schwuler, der mit besonders homophober Verbal-Gewalt von seiner eigenen, verdrängten Homosexualität abzulenken versucht ...

    Ich bin gegen Zwangsouting.
    Bei solchen Typen, die uns massiv Schaden zufügen, bin ich dafür!
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#6 daVinci6667
  • 09.03.2012, 15:04h
  • Antwort auf #5 von Knueppel

  • "Ich bin gegen Zwangsouting.
    Bei solchen Typen, die uns massiv Schaden zufügen, bin ich dafür!"

    Sehe ich genau so, aber ich überlege mir gerade wieder warum eigentlich dagegen?

    Warum wird ums schwul sein so ein Riesenwirbel gemacht, wenn wir doch, so wird behauptet, ach so tolerant und aufgeklärt sind? In den Illustrierten findet man doch haufenweise Storys, wer wessen Neue/r ist, wer mit wem fremdgegangen ist, wer sich als Kochmuffel outet, wer Kinder mag und wer nicht etc. etc.

    Heute sind wir zwar leider noch nicht ganz soweit, aber Irgendwann müssen wir schon dahin kommen, dass es absolut nichts außergewöhnliches mehr ist, ob einer nun schwul ist oder nicht!

    In einer wirklich offenen, toleranten, demokratischen Gesellschaft in der wir völlig gleichberechtigt und vor Diskriminierung geschützt sind, wären solche "Zwangsoutings" problemlos. Man würde dem so geouteten zu seiner neuen Liebe gratulieren und thats it! Der Betroffene hätte keinen Grund mehr sich deswegen gleich umzubringen!

    Dahin müssen wir kommen und nicht darüber diskutieren ob derjenige nun böse genug war oder nicht um in zu outen!
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#7 SpätOuterAnonym
  • 09.03.2012, 16:33h
  • Antwort auf #1 von Bennet
  • "EU-Abgeordneter vergleicht Homo-Ehe mit Inzest"
    eben nicht, richtig müsst es heißen:
    "EU-Abgeordneter schießt von Homo-Ehe auf Inzest"

    Außerdem, egal wer wen auch immer liebt, die liebenden werden schon wissen was sie wollen oder auch nicht !
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#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 09.03.2012, 20:04h
  • Wieder ein Hinterbänkler aus dem EU-Parlament, der auf sich aufmerksam machen will!
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#9 MarekAnonym
#10 PierreAnonym
  • 10.03.2012, 18:28h
  • Der Vergleich mit dem Inzest ist schon spaßig, weil der nun absolut gar nichts mit Homosexualität zu tun hat, es sei denn zwei Brüder treiben es miteinander... aber das ist ja dann auch kein wirklicher Inzest.
    Die sehr seltenen Fälle, in denen wirklich Bruder und Schwester Sex haben, dürften wohl (selbst wenn straffrei) nicht unbedingt zum Eheverlangen führen.
    Und wenn, so wäre da auch nichts dagegen einzuwenden, solange die Gefahr des erbgutgeschädigten Nachwuchses auszuschließen ist.
    Und dies ist ja wohl auch der einzige Grund für das Verbot des Inzest.
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