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Papst Benedikt XVI. spricht wieder über sein Lieblingsthema

Papst Benedikt XVI. hat am Freitag bei einem Besuch von US-Bischöfen erneut vor der Homo-Ehe gewarnt. "Wie Johannes Paul II. bemerkt hat, verläuft die Zukunft der Menschheit nun einmal über die Familie", so der Papst.

"Man muss in diesem Zusammenhang die starken politischen und kulturellen Strömungen nennen, die versuchen, die legale Definition von Ehe zu ändern", so der Pontifex auch im Hinblick auf den Streit um die Homo-Ehe in den USA. "Die Kirche widersteht diesem Druck und verteidigt die Ehe als eine natürliche Einrichtung, die aus zwei Personen unterschiedlichen Geschlechts besteht und offen für die Weitergabe des Lebens ist." Bei der Definition der Ehe könnten die Unterschiedlichkeit der Geschlechter nicht als irrelevant abgetan werden. "Ehe und Familie sind Institutionen, die beworben und verteidigt werden müssen vor jeder möglichen Falschinterpretation ihrer wahren Natur."

Damit bezog sich der Papst auch auf ein Interview des US-Bischofs John Nienstedt vom Donnerstag, der gegenüber der Vatikanzeitung "Osservatore Romano" die Religionsfreiheit in den USA als bedroht bezeichnet hatte. Als Beispiel nannte er neben Fragen der Abtreibung auch die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben in den USA und die Plicht für einige kirchliche Adoptionstellen, Kinder auch an Homo-Paare zu vermitteln - die Weigerung habe zu einigen Schließungen geführt.

"Schwerwiegende Probleme für die Gesellschaft"

So rief der Papst am Freitag die US-Bischöfe dazu auf, das christliche Verständnis von Sexualität als "Quelle wahrer Freiheit, wahren Glücks und der Erfüllung unserer grundlegenden und angeborenen menschlichen Berufung zu Liebe" zu betonen. Es gelte, "die Tugend der Keuschheit wertzuschätzen". "Der Reichtum dieser Vision ist attraktiver als die alles erlaubenden Ideologien", die oft eine "zerstörerische Gegen-Katechese" für junge Leute bedeuteten.

Es werde "immer offensichtlicher, dass eine Aufweichung der Unauflöslichkeit der Ehe und das weitverbreitete Zurückweisen einer verantwortlichen, reifen Sexualethik zu schwerwiegenden Problemen für die Gesellschaft geführt haben", was zu "immensen menschlichen und wirtschaftlichen Kosten" führe.

Bereits Anfang Januar hatte der Papst gewarnt, die Homo-Ehe gefährde "die Würde des Menschen und die Zukunft der Menschheit selbst" (queer.de berichtete). Auch bei seinem Deutschland-Besuch im letzten September hatte Benedikt XVI. in zwei Reden vor muslimischen sowie orthodoxen Geistlichen vor der Homo-Ehe gewarnt (queer.de berichtete), was die meisten Medien übersahen. Das Thema war auch indirekt über den Begriff "Naturrecht" in seiner umstrittenen wie viel verbreiteten Rede vor dem Bundestag enthalten. (nb)

Update, 10.3. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Volker Beck, hat die Ansprache des Papstes als "einen Angriff auf den säkularen Verfassungsstaat" bezeichnet, der die Bischöfe "auf einen Kulturkampf gegen die Menschenrechte" einschwöre und die katholische Lehre über das Recht stelle. "Diesem Papst muss jeder Demokrat widersprechen! Er ist wie ein Besessener, wenn es um die Rechte von Lesben und Schwulen geht", so Beck, der das Thema bei einer Reise des Bundestagsmenschenrechtsausschusses nach Rom ansprechen will.



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 MinkAnonym
#2 der mausAnonym
#3 mundusAnonym
#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 09.03.2012, 19:51h
  • Und wieder einmal hat Pontifexa Benedicta sofort den Startschuß für die nächste Austrittswelle aus der Katholischen Kirche gegeben! Applaus!
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#5 LorenProfil
  • 09.03.2012, 19:57hGreifswald
  • Wie letztens im Bundestag: Der katholische Hassprediger erklärt seine Welt und den "Reichtum dieser Vision" (hüstel): Naturrecht aus katholischer Sicht geht vor Moderne, Homo-Ehe ist im Gegensatz zur herkömmlichen Ehe keine "natürlich Einrichtung" und hat daher auch nichts mit der angeblichen "wahren Natur" von Ehe und Familie gemein. Der Papst als Naturkundler. Eine Fehlbesetzung. Abtreten ... oder doch Zutreten?
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#6 -Dennis-Anonym
  • 09.03.2012, 20:05h
  • Hat dieser alte Mann eigentlich nichts besseres zu tun? Wie z.B. Hunger und Leid in der Welt zu bekämpfen oder zumindest zu lindern?

    Scheinbar nicht!

    Was bin ich froh, dass ich mit der Sekte nichts mehr zu tun habe!
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#7 stromboliProfil
  • 09.03.2012, 21:09hberlin
  • Antwort auf #3 von mundus
  • jaja, lang schon drauf gewartet, wann der christenheit die alles entscheidende kostenfrage unter kommt...
    "immensen menschlichen und wirtschaftlichen Kosten"
    na nun kann gerechnet werden.
    Wenn dann den heten auffällt, dass da eine rechnung auf zu machen ist, die ihnen vorherige vorteile weg zu nehmen droht, wird auch die "innere toleranzhaltrung " an ihre "grenzen" stoßen.
    Warum sollten heten nicht das selbe einfordern dürfen, was schwule hier mittlerweile ebenso tun..

    Der finanzminister macht es uns doch vor: die bisherigen steuervergünstigungen für wehrfreiwillige sollen weg fallen..
    Wenn die schon an einem solchen staatstragenden pfeiler sägen, wird auch die ehegattensplittingsfrage nur noch eine frage der zeit sein.

    ( ps. hausumfrage: Deine Meinung zur Gleichstellung beim Ehegattensplitting?
    Anfang: 05.3.2012  Stimmen: 378
    A) 168 Stimmen, 44.4%: Das ist prima, als Verpartneter würde/werde ich es nutzen.
    B) 35 Stimmen, 9.3%: Bin zwar verpartnert, aber wir würden davon nicht profitieren.
    C) 175 Stimmen, 46.3%: Ich denke nach wie vor: Das Splitting gehört komplett abgeschafft.
    Das hat mein rachsüchtiges herz betört.. )

    Dringt aber der rotstift auch in die familie, die , wie ratzinger richtig erkennt, nur noch torso-hülle der einstmals fundamentalen werteordnung darstellt, dann stellt sich wirklich die frage nach der zukunft der christlichen religion.

    Wird sie überflüssig, weil die sozialen bedingungen sich so prägend ändern , das kein raum mehr ist für die herkömmliche bindungskraft der kleinfamilie.
    Das wäre nichts neues, ist doch auch die kleinfamilie nur ein konstrukt sich verändernder ökonomischer bedingenen gewesen.
    Ihre bindefähigkeit lässt ja in dem maße nach , indem gleichzeitig andere -neue soziale rollenanforderungen unser denken vereinnahmen...
    Wird also arbeit die kommende religion sein, in der der mensch zukünftig auf geht!? Wahrscheinlich, sieht man die anstrengungen, uns auf social-mangegement - humankapital und so entlarfend "self-empowerment" hin zu konditionieren..!
    Diente arbeit zuvor dem erwerb von kost und logie, wird sie nun zum lebensinhalt ikonisiert .
    Sind aber erst mal die begriffe unters volk gebracht, lässt sich das volk auch entsprechend konditionieren!
    Wir kennen doch auch unsere selbsternannten "leistungsträger " hier und im öffentlichen.

    Das dabei heterosexualität einer "reifen-verantwortlichen sexualethik entspringt, ist ein popanz, der zwar immer noch virulent in unseren köpfen herumspukt, aber längst wissenschaftlich -statistisch- emotional wiederlegt ist.
    Ach wäre dies nur der grund, warum uns die kirchen so fürchten wie der teufel angeblich das weihrauch. Dabei sind wir in den letzten jahrzehnten doch immer mehr zum abbild unserer "vorbilder" geworden.. was also ist trotzdem falsch an uns?
    An uns wird nur ein exempel statuiert, quasi als generalprobe für die kommenden schweren zeiten des kapitals..
    Aber der begriff "reife, verantwortlich zeichnende ethik", an die sich die kirchen dann wieder als leistungsgaranten anhängen können...es soll hinweisen auf kommendes.
    Schließlich muss gerade auch in zeiten des global-net eine beständige stimme möglich aufkommende anarchie, der, "alles erlaubenden Ideologien" ,"zerstörerischen Gegen-Katechese" für junge Leute, im keime ersticken.

    Die kirchen bieten sich hier als kampferprobter gegenpol an. Sie bedienen die ebene der direkten ansprache, die scheinbar auf das persönliche eingeht und sich so der instrumentalisierten anonymität des netzes entgegen stellt. Predigt vormals nur von der kanzel herunter nun in den medien multipliziert, ist ein mächtig schwert .. frei nach luther
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#9 holy angelsAnonym
  • 09.03.2012, 21:34h
  • Blutzbrüdaz: Wulff, Seibert, Lanz, Will, Kerkeling, H. Schmidt, Gottschalk, Jauch, ....
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#10 David77Anonym
  • 09.03.2012, 21:41h
  • ""Wie Johannes Paul II. bemerkt hat, verläuft die Zukunft der Menschheit nun einmal über die Familie"
    Aha. Und was trägt der Klerus mit dem Zölibat dazu bei?!?
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