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Hannover Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) lehnt das von der Rot-Grün geplante Stiefkindsadoptionsrecht für Schwule und Lesben ab. Bei der Stiefkindadoption kann eine Person das leibliche Kind des Eingetragenen Lebenspartners adoptieren. Auch diese "Adoption light"-Regelung würde gegen das Abstandsgebot zwischen Ehe und Homo-Ehe verstoßen, hieß es in einer in Hannover verabschiedeten Erklärung. Die Lutheraner argumentierten, dass jedes Kind einen Vater und eine Mutter verdiene. In der VELKD sind acht lutherische Landeskirchen mit rund elf Millionen Mitgliedern zusammengeschlossen. (pm/dk)



11 Kommentare

#1 wolfAnonym
  • 03.09.2004, 17:56h
  • man fasst es nicht , wieder ein offensichtlich gehirnamputierter !!!
    offensichtlich muss man diesen analphabeten die "sache mit dem ABSTANDSGEBOT" reinprügeln.
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#2 MarkusAnonym
  • 03.09.2004, 18:18h
  • Wäre ich nicht schon ausgetreten, würde ich es spätestens jetzt tun! Was für eine echt christliche Argumentation: "Jedes Kind verdient einen Vater und eine Mutter. - Und wenn es die nicht haben kann, ist es uns lieber, es hat sein Leben lang rechtliche Nachteile daraus. Damit es auch merkt, was ihm 'fehlt'." (Abgesehen davon, daß die Behauptung eines "Abstandgebotes" nicht mehr ist als eine dreiste Lüge.) Verlogen, scheinheilig und zynisch - die Stellungnahme könnte glatt aus der katholischen Kirche kommen. Aber die Konkurrenz steht Polenpaule und seinen singenden Schwestern echt in nichts nach!
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#3 GerdAnonym
  • 04.09.2004, 03:29h
  • Die Entscheidung in der VELKD ist falsch; das ist klar. Ein Abstandsgebot zur Ehe gibt es nicht; dies hat unser Bundesverfassungsgericht höchstgerichtlich bestätigt. Und daran sollten sich auch die evangelischen Bischöfinnen und Bischöfe halten.

    Aber mit einer Verurteilung der evangelischen Kirchen in Deutschland wäre ich nicht so schnell. Schließlich stehen sie mittlerweile hinter dem Lebenspartnerschafsmodell für homosexuelle Paare und in 11 Landeskirchen der EKD gibt es durch Synodenbeschluss zugelassen öffentliche Segnungsgottesdienste bei standesamtlicher Hochzeit. Und diese Entwicklung in den evangelischen Kirchen ist sehr erfreulich, wenn man dies mit einigen evangelischen Kirchen in den USA vergleicht.

    Anstatt auszutreten, was natürlich ein leichter Weg ist, wäre Engagement in den evangelischen Kirchen bei der HuK (Homosexuelle und Kirche) viel sinnvoller.

    Ein Austritt aus der katholischen Kirche kann ich verstehen; aber den Austritt aus den evangelischen, deutschen Kirchen kann ich nicht mehr nachvollziehen.

    Die evangelischen Kirchenin Deutschland sind theologisch und gesellschaftlich meilenweit von der Haltung der katholischen Amtskirchenleitung entfernt.

    Bei der Frage der gemeinschaftlichen Adoption geht es nicht mehr um die Frage nach der Ehe sondern um die Anerkennung der Familie. Und da ist in den evangelischen Kirchen doch noch sehr viel an gedanklicher Aufklärungsarbeit zu leisten.

    Daher fordere ich Euch auf, nicht aus den evangelischen Kirchen auszutreten. Denn Engagement in diesen demokratischeren Kirchen lohnt sich, was bei der katholischen Amtskirche zu bezweifeln ist, wo noch nicht einmal die Frauenfrage bei Priestern gelöst werden konnte.
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#4 DavidAnonym
  • 04.09.2004, 11:00h
  • "Adoptionswillige Kinder und Paare gegen Lutheraner".
    Vielleicht sollte man auch gegen die Rechte der Kirchen demonstrieren und denen das "Abstandsgebot" zwischen Kirche und Staat reinprügeln.
    Wozu eigentlich noch staatlich erhobene Kirchensteuer?
    Andere Religionsgemeinschaften könnten sich ja benachteiligt fühlen!
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#5 egalAnonym
  • 04.09.2004, 11:42h
  • @Gerd
    es ist doch deshalb um so unverständlicher, daß viele Landeskirchen Homopaare segnen, ihren Kindern nicht das gleiche Recht zubilligt wird wie den Kindern von Verheirateten. In der Frage geht es einzig und allein um das Kinderwohl und nicht darum, in welchen verhältnissen die Eltern zueinander stehen. Das scheinen die meisten bei der ganzen Diskussion um das kleine Adoptionsrecht zu vergessen. Deutschland ist und bleibt eben ein kinderfeindliches Land. Da muß man sich über geringe Geburten eigentlich nicht mehr wundern, aber auch das kapiert anscheinend keiner so richtig.
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#6 RalfAnonym
  • 05.09.2004, 04:28h
  • Ich vermag nicht zu erkennen, dass die evangelischen Landeskirchen so liberal sind, wie hier behauptet wird. Die sog. Segnungen von Lebenspartnerschaften sind eben nirgends verbindlich, sondern sie sind der Willkür eines jeden Pfarrers und eines jeden Presbyteriums anheim gestellt. Außerdem haben sich in den meisten betroffenen Kirchen Vereinigungen gegründet, deren einziger Glaubenssatz ist, dass Schwule und Lesben widernatürlich und gottesfeindlich seien, und die Kirchenleitungen dulden deren inner- und außerkirchliche Agitation. Die angebliche Liberalität dieser Kirchen ist in Wahrheit nichts als Heuchelei.
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#7 DavidAnonym
  • 05.09.2004, 13:04h
  • Bei sovielen Leuten, die der Kirche weglaufen, möchte man ja noch die "Hardliner" festhalten. Auch wenn man damit erst recht noch den Rest aus der Kirche vertreibt.
    Es wird doch von den Kirchen beklagt, wie schwer es Christen doch heutzutage noch haben, das man trotz eines "Leidens" noch glücklich sein kann, das vieles innerhalb der Kirche "privatsphäre" ist.
    Nun, dann soll sie das aber auch anderen Menschen zugestehen und nicht genauso handeln, wie sie es bei anderen verurteilt!
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#8 GerdAnonym
  • 05.09.2004, 13:42h
  • Den Angriff auf die Haltung der evangelischen Landeskirchen der EKD kann ich in der Form nicht verstehen; denn wichtig ist auch zu wissen, aus welche einer homophoben Vergangenheit die christlichen Kirchen kommen; dies erkennt man immer noch sehr stark an der Altherrenriege der katholischen Kirchenleitung.

    Demgegenüber haben die evangelischen Kirchen sehr wohltuend die Frauenfrage gelöst und Priester und Bischofsamt den Frauen geöffnet.

    Ebenso ist es falsch zu behaupten, allein der/die einzelne evangelische PastorIn vor Ort trage die Segnung des homosexuellen Paares. Denn dann wird vergessen, das die Segnungshandlung des/der Pastorin durch einen Synodenbeschluss ermöglicht wurde und die Synode ist in den evangelischen Kirchen zentraler Entscheidungsträger der Kirche.

    Daher arbeitet lieber in der HuK mit und stärkt liberalen evangelischen PastorInnen vor Ort den Rücken anstatt einfach auszutreten.
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#9 knecht ruprechtAnonym
  • 06.09.2004, 13:56h
  • ich finde die stellungnahme der protestante sehr schön, weil sie deutlich macht, dass nicht alle deutschen protestanten vom wort gottes abgekommen sind. mögen die lutheraner ganz zur besinnung gelangen und wieder ganz in die kirche christi wieder eintreten... :-)
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#10 RalfAnonym
  • 06.09.2004, 19:39h
  • Oh doch, Gerd, die Frage ist der Willkür einer jeden Gemeinde unterworfen. In meiner Gemeinde hat sich die Pfarrerin rundweg geweigert, so einen "Zirkus" wie die Segnung zweier Lebenspartner durchzuführen, und das Presbyterium hat sich geweigert, über dieses Thema auch nur zu reden. Dafür weigere ich mich seither, Kirchensteuer zu zahlen, d.h. ich bin ausgetreten.
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