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Kommentare zu:
Homo-Gurke für Schützenbruderschaft


#31 mgrasek100Ehemaliges Profil
  • 13.03.2012, 05:43h
  • Eigentlich ist die Diskussion über die Schützenvereine albern, denn es betrifft uns ja nicht.
    Ich meine diese Vereine sind doch freiweillig, jeder Schwule kann doch auch einen schwulen Schützenverein gründen, wo is das Problem ?

    Und dann immer dieses Gerede über das AGG Gesetz, dass angeblich verletzt sei, meines Wissens ist einSchützenverein weder ein Platz wo gearbeitet wird, noch ein Beschäftigungsverhältnis, noch ein Wohnraumverhältnis oder ein Versicherungsverhältnis, also fällt der Schützenverein doch garnicht in die AGG Gesetze, dass ist doch ganz einfach, dass muss doch nix geprüft werden, Beck und Kollegen sollten das einfach mal zugeben und gut is, diese Schützenvereine sind privat und haben eine Tradition und ich als schwuler akzeptiere das und mir würde nicht einfallen, dort mitzumachen !
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#32 aquarius40Profil
  • 13.03.2012, 09:52hKrs. COE
  • Ich denke,
    falls dieser e.V. den Genuss der "Gemeinnützigkeit" genießt
    soll der Antrag beim Finanzamt Köln gestellt werden, dass diesem e.V. die Gemeinnützigkeit aberkannt werden soll, da dessen Regularien gegen das Grundgesetz verstoßen - Grund: "Diskriminierung auf Grund der sexuellen Orientierung". Dies gilt nämlich auch für kirchliche Vereine gemäß der Abgabenordnung (AO), wenn ein Verein Kirchliche Zwecke vertritt.

    Ebenfalls sollen die Sponsoren,
    "GOTHAER-Versicherung" &
    "ERGO-Versicherungen"
    die auf der HP des
    "Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften"
    www.bund-bruderschaften.de

    gebeten werden, sich davon zu distanzieren, oder von allen Schwulen und Lesben boykotiert werden.

    So ist es möglich, diesem menschenfeindlichem Sumpf das Wasser abzugraben.
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#33 smash sexism IIAnonym
  • 13.03.2012, 11:13h
  • Antwort auf #31 von mgrasek100
  • da spricht dann wohl der rundum verinnerlichte minderwertigkeitskomplex.

    und die unfähigkeit, herrschende verhältnisse grundlegend in frage zu stellen.

    nur weil die sexuellen und sonstigen herrschaftsverhältnisse nun einmal "traditionell" so sind, soll das auch bis in alle ewigkeit so bleiben?!

    wann endlich kämpfen wir als schwule unmissverständlich für die zerschlagung der bürgerlich-kapitalistischen zwangsjacke, angefangen bei deren geschlechterordnung und dem herrschaftskonstrukt "familie", und sorgen dafür, dass es in dieser gesellschaft KEINEN rechtsfreien raum mehr gibt - ganz egal wo -
    in dem die herrschenden sexismen unbehelligt propagiert und praktiziert werden dürfen?

    das geht nur in einer gesellschaft, in der die produktionsverhältnisse nicht mehr von der ausbeutung der masse durch einige wenige bestimmt sind und wo erziehungs- und versorgungsarbeit demzufolge nicht mehr auf das zwangskonstrukt der "familie" mann-frau-kind(er) abgewälzt werden.

    ohne die grundlegende änderung dieser verhältnisse wird die vielbeschworene "gleichberechtigung" auf immer und ewig nichts als inhaltlose phrasendrescherei sein.

    dass sich die forderung nach selbiger dann ausgerechnet an vorgängen in schützenvereinen entzündet, sagt eigentlich schon alles über den zustand der schwulen community.

    man muss aber froh sein, dass sich überhaupt mal die gelegenheit bietet, darauf hinzuweisen:

    sexismus ist keine meinung, keine legitime "tradition", je nachdem was gerade opportun und geschäftsträchtig erscheint, sondern ein verbrechen - immer und überall!
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#34 Knueppel
  • 13.03.2012, 12:18h
  • Antwort auf #25 von kein schuetze
  • "(...) Nun aber mal Erlich: Welcher Schwule der klar bei Verstand ist geht freiwillig zu so einem Alkoholikerverein?? ..."

    Dass es darum nicht geht, könnte vielleich sogar Dir einleuchten ... (ein Minimum an Verstand vorausgesetzt ..., so schreibt man das Wort: "ehrlich" )

    Es ist völlig irrelevant, ob irgend ein schwuler Mann dort mitmachen will oder nicht. Es geht darum, dass es uns nicht verwehrt werden darf, nur weil wir (offen) schwul sind. Das ist Diffamierung, Homophobie und eine Form von Rassismus, die wir nicht länger dulden sollten!

    Ansonsten siehe meinen Kommentar in Sachen sog. "Homo-Ehe" (ähnliches habe ich über den Wehrdienst geäußert), wo vergleichbare "Argumente" vorgebracht wurden

    www.queer.de/detail.php?article_id=13101&antwort_zeigen=ja#c
    8
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#35 paren57Ehemaliges Profil
  • 13.03.2012, 13:46h
  • Wenn wir etwas von der Frauenbewegung lernen können, dann das: Es nützt nichts, dass alle rundherum Verständnis heucheln und dann weitermachen wie bisher. Es müssen einklagbare Regeln her, und die fallen nicht vom Himmel. Da nützen auch keine Quotentunten in irgendwelchen Parteivorständen. Und was die Religionsgemeinschaften angeht, da muss eben ein Kulturkampf ausgefochten werden, notfalls mit harten Bandagen. Das Gebot des Grundgesetzes, dass die Würde des Menschen unantastbar ist, gilt auch für Pfaffen und Imame. Religionsfreiheit bedeutet nicht, dass sich selbsternannte Kulte alles herausnehmen dürfen.
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#36 mgrasek100Ehemaliges Profil
  • 14.03.2012, 00:41h
  • Antwort auf #33 von smash sexism II
  • Ich finde nun mal, dass es da eine Grenze gibt, die hier erreicht ist, die Schützenbrüder haben demokratisch mit überwältigender Mehrheit entschieden, dass sie so was nicht wollen.
    Es ist ein privater Verein, der im Sinne einer Tradition lebt, es wäre jetzt intolerant diese Tradition zu missachten und quasi der Mehrheitsgesellschaft immer alles vorzuschreiben.
    Wenn was privat ist, geht es uns nun mal nichts an, was die dort machen, man kann vielleicht hoffen, dass die von sich aus mal auf die Idee kommen, daran was zu ändern, aber man sollte hier niemanden zwingen, dass führt zu Hass und wäre aus meiner Sicht kontraproduktiv.

    Jeder Schwule kann einen schwulen Schützenverein gründen, nioemand hintert einen daran !
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#37 paren57Ehemaliges Profil
  • 14.03.2012, 09:57h
  • Es geht hier nicht mehr darum, ob ein privater Verein selbst bestimmen kann, wen er als Mitglied aufnimmt. Hier geht es um die öffentlichen Äußerungen, die für die Öffentlichkeit bestimmt waren und diffamieren sollten. Und wie dieser Schützenkönig öffentlich vorgeführt wird, ist schlichtweg abstoßend.
    Wenn etwas puren Hass erzeugen soll, dann die schwulen Menschen die Würde aberkennenden Beschimpfungen von Offiziellen und Würdenträgern. Erinnert mich an die Äußerungen des Kölner Kardinals in Budapest, der die Erscheinung der Homosexualität in den westlichen Gesellschaften ausschwitzen wollte. Auch wenn er das empört von sich weisen würde, weil es eine strafbare Handlung wäre, er ist intelligent genug zu wissen, dass das nur durch physische Vernichtung ginge. Und er ist auch intelligent genug, dass er weiß, dass alle verstehen, was er eigentlich gemeint hat, ohne es aussprechen zu müssen.
    Es ist dieselbe perfide Linie, die hier verfolgt wird. Als Eunuchen würden wir euch akzeptieren, ansonsten sprechen wir euch jede menschliche Anerkennung ab. Ein Mensch ohne gelebte Sexualität ist kein vollwertigerMensch mehr. Das wissen die Pfaffen. Und sie spielen ganz gezielt damit, um zu selektieren. Machen wir uns nichts vor. Auch wenn viele von der Kirche und ihrer Sexualmoral nichts mehr halten, solche herabsetzende Botschaften hören sie dennoch gern. Das ist wie mit den Schmuddelwitzen auf den Schmuddelsendern. Und auch die Bild-Zeitung verfehlt ihre Wirkung bei den "Anständigen" in diesem Lande ganz sicher nicht.
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