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Schwule geben nicht so gerne das Rauchen auf

Laut einer amerikanischen Studie qualmen Schwule, Lesben und Transsexuelle doppelt so häufig wie Heteros - und wollen auch weit weniger auf das Laster verzichten als andere Raucher.

Die Forscher der University of Colorado haben mehr als 1.600 Menschen in 120 schwul-lesbischen Einrichtungen befragt, darunter insbesondere Bars und Discos. Dabei stießen die Forscher auf eine weit höhere Zahl von Rauchern als in einem vergleichbaren Querschnitt in der Durchschnittsbevölkerung: Fast vier von fünf Befragten konsumierten täglich Zigaretten - von ihnen rauchten mehr als ein Drittel mehr als eine Schachtel pro Tag.

Schwule, Lesben und Transsexuelle denken der Studie zufolge auch weit weniger ans Aufhören - weniger als ein Drittel wollten in dieser Gruppe auf Zigaretten und Co. verzichten: "Unter den Rauchern stellen wir aber sonst fast immer fest, dass 20 Prozent gerade aufhören wollen und 40 Prozent darüber nachdenken", erklärte Studienleiter Arnold Levinson - bei Schwulen, Lesben und Transsexuellen liegt diese Zahl nur halb so hoch. Einige der schwul-lesbischen Befragten, die aufhören wollen, kritisierten zudem, dass sie sich von den an die Gesamtbevölkerung gerichteten Anti-Raucher-Kampagnen nicht angesprochen fühlten. "Wir brauchen deshalb mehr Gesundheitskampagnen, um die LGBT-Population mit dem Gedanken ans Aufhören vertraut zu machen", so Levinson.

Die Ergebnisse der Studie wurden im Fachmagazin Nicotine & Tobacco Research veröffentlicht.

Häufigste Todesursache

Wiederholt haben Wissenschaftler unter sexuellen Minderheiten einen höheren Tabakkonsum festgestellt. So bezeichnete 2009 eine Metastudie der University of North Carolina Rauchen als Todesursache Nummer eins unter Schwulen und Lesben (queer.de berichtete). Damals nannte der Autor drei Gründe für den Erfolg der Tabakindustrie in dieser Gruppe: Erstens werde gezielt Werbung in der Szene geschaltet, zweitens verbrächten sexuelle Minderheiten mehr Zeit in öffentlichen Einrichtungen, in denen das Rauchen erlaubt ist, etwa in Bars. Drittens sei Rauchen immer auch eine Methode der Stressbewältigung; Schwule und Lesben seien diesem Stress wegen Diskriminierung weit häufiger ausgesetzt als Heterosexuelle.

Rauchen soll internationalen Untersuchungen zufolge die Lebenserwartung um fünf bis zehn Jahre senken. In Deutschland sind nach Angaben des statistischen Bundesamtes jährlich 40.000 Todesfälle auf Glimmstängel zurückzuführen - das entspricht rund fünf Prozent aller Todesfälle. (dk)



#1 SchokiAnonym
  • 12.03.2012, 14:49h

  • Kein Wunder, wenn man beachtet, dass rund ein Viertel aller LGBT-Jugendlichen in den USA auf die Straße gesetzt werden.
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#2 EnyyoAnonym
  • 12.03.2012, 17:19h
  • Antwort auf #1 von Schoki
  • Das betrifft ja nicht nur die USA.

    Ich habe mich schon lange von schwulen Lokalitäten distanziert, weil ich als Nichtraucher den Qualm nicht mehr ertragen habe bzw. wollte.

    Leider ist der Nichtraucherschutz in Deutschland oft immer noch rudimentär und es gibt kaum Nichtraucher-Schwulenkneipen, zumindest nicht in der zweitgrößten Stadt Baden-Württembergs.

    Ich fürchte, die Aussage, dass Schwule und Lesben mehr Stress zu bewältigen haben trifft es - verbunden vielleicht noch mit einem unbewußten Wunsch nach Bestrafung/Tod, weshalb auch sonst oft sehr riskant gelebt wird (die meisten müssen ja keine Rücksicht auf Nachwuchs nehmen)...
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#3 LaurinAnonym
  • 12.03.2012, 18:49h
  • Jeder nach seiner Facon.

    Aber Raucher sollten Nichtraucher nicht zum Passivrauchen zwingen.

    Und jeder Raucher sollte sich darüber im Klaren sein, dass sich die Folgen früher oder später an der Haut zeigen. Raucher haben irgendwann eine Haut wie eine alte Ledertasche.
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#4 daVinci6667
  • 12.03.2012, 19:07h

  • sei Rauchen immer auch eine Methode der Stressbewältigung; Schwule und Lesben seien diesem Stress wegen Diskriminierung weit häufiger ausgesetzt als Heterosexuelle.

    Das ist ein Grund, ein anderer ist, dass Menschen die häufig in Clubs, Bars etc. anzutreffen sind, nachgewiesenermassen häufiger trinken und rauchen. Das ist bei Heten auch so. Desweiteren ist das eine US-Studie. In der Schweiz kennen einige Kantone bereits seit vielen Jahren ein Rauchverbot, schweizweit mittlerweile auch schon seit 2 Jahren. Seither gehen wir als Nichtraucher häufiger auswärts essen und häufiger in Bars. Deshalb brauchts hier einfach neue Studien mit neuen Zahlen!

    Ich glaube schlichtweg nicht, dass emanzipierte Schwule und Lesben grundsätzlich weniger Gesundheitsbewusst leben als Heten. Zumindest in meinem Freundeskreis kann ich das wirklich nicht feststellen!
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#5 pöolikujzhtgAnonym
  • 12.03.2012, 19:15h
  • Ja nun, HIV/AIDS war noch nie die haupttodesursache bei schwulen. Eher das Saufen, Qualmen und der Konsum von chemischen mist. oder alles zusammen auf einmal...
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#6 AlexAnonym
  • 12.03.2012, 19:49h
  • Wie lächerlich ist denn diese "Studie". Wenn man Menschen an Orten befragt, wo viel geraucht wird und geraucht werden darf, ist es doch logisch , das diese auch mehr rauchen. LOL
    Total unglaubwürdig!
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#7 alexander
  • 12.03.2012, 20:20h
  • dieser "modische raucherschwachsinn" ist kaum noch zu ertragen !
    natürlich dient rauchen, unter anderem der stressbewältigung ! und ist mit sicherheit nicht gesund ! aber was in unserer "heilen umwelt" ist eigentlich nicht ungesund ???
    erinnert mich an die studien der erderwärmung, mal pro, mal contra !
    wieso wurde dann heesters 108 jahre alt ???
    meine grossmutter 99 j. (nach 65 jahren 5 packungen pro tag, ohne filter !!!)
    logisch stinken die klamotten, aber wer hätte sich in den 60zigern gewagt in deutschland knoblauch zu essen ???
    langsam begreife ich, warum manche schwule auf SMOKER stehen !
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#8 tomiAnonym
#9 seb1983
  • 12.03.2012, 21:53h
  • Vom subjektiven Eindruck her hätte ich auch vor dieser Studie schon gesagt dass in schwulen Kneipen, Bars, Clubs und auch Straßenfesten massiv mehr gequalmt wird als im Schnitt.
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#10 jochenProfil
  • 12.03.2012, 22:08hmünchen
  • "Wir brauchen deshalb mehr Gesundheitskampagnen... "

    Ich bin (Gelegenheits-) Raucher und möchte nicht, dass überall geraucht werden soll, aber man zuckt bei "Gesundheitskampagnen" doch mittlerweile zusammen, denn das heute doch:

    Bevormundung, Ausgrenzung, Asozialisierung einer Gruppe unbescholtener Bürger (Raucher). Wie in Bayern und jetzt in NRW von den Grünen geplant.

    Man gibt vor für ("konsequenten" oder "echten") Nichtraucherschutz zu sorgen, verbietet dabei auch gleichzeitig in einem Zug das Rauchen auch dort wo Nichtraucherschutz gewährleistet ist.

    Kompletter Rausschmiss der Raucher :
    Verbot von abgetrennten Raucherräumen und totales Verbot von Raucherkneipen.
    Rauchverbote unter freiem Himmel´

    Gesundheitliche Aufklärung ist richtig, Nichtraucherschutz - ja!
    Ausgrenzung und Prohibition - nein!
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