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Michael Ebling will Chef der Mainzelmännchen werden

Bei der Mainzer Wahl zum Oberbürgermeister am Sonntag hat der schwule Kandidat Michael Ebling (SPD) im ersten Wahlgang seine Konkurrenz klar abgehängt.

Nach Auszählung aller 166 Stimmbezirke liegt Ebling mit 40,5 Prozentpunkten klar vor den Kandidaten der anderen Parteien. Der 45-Jährige wird nun in der Stichwahl am 25. März gegen den grünen Kandidaten Günter Beck antreten, der mit 26,6 Prozent den zweiten Platz erreichte. Beck ist seit Januar kommissarisches Stadtoberhaupt, weil sich sein Vorgänger nach Korruptionsvorwürfen in den vorzeitigen Ruhestand versetzen ließ.

Aus dem Rennen ist der CDU-Kandidat Lukas Augustin, der nur 20,4 Prozent erhielt. Er war nur wenige Tage vor der Wahl in einen Skandal verwickelt: Sein alter Arbeitgeber, die Stadtentwicklungsgesellschaft Ingelheim, hatte Augustin kurz vor den Wahlen entlassen, weil er ein Leasingauto und ein Mobiltelefon ohne Einverständnis auf Kosten der Firma genutzt haben soll. Der Mainzer CDU-Kreisvorsitzende Wolfgang Reichel erklärte am Sonntag, dass eine "dreckige Intrige" Augustin die Wahl gekostet habe.

Ebling seit seiner Jugend für die SPD aktiv

Wahlsieger Ebling ist als Politiker stets offen mit seiner sexuellen Orientierung umgegangen. So erklärt er auf seiner Homepage, er wohne "zusammen mit meinem Partner Andreas Schulz" in seinem Geburtsort Mainz-Mombach. Er ist 1983 als 16-Jähriger in die SPD eingetreten und war für die Partei in verschiedenen Funktionen aktiv. Seit 2006 arbeitete er als Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Bildungsministerium. Er ist er seit 2008 auch Vorsitzender der SPD in Mainz. Zudem ist er beim Deutschen Roten Kreuz und in einem Karnevalsverein aktiv.

Ebling gilt nun als klarer Favorit bei den Stichwahlen in zwei Wochen. Er kann auch auf die Statistik vertrauen: Seit 1949 hat bei Oberbürgermeisterwahlen in Mainz kein SPD-Kandidat mehr verloren. (dk)



#1 LaurinAnonym
  • 12.03.2012, 18:53h
  • Hoffentlich klappt das!

    Je mehr offen Schwule Erfolg haben, desto besser.

    Und alleine schon der verbiesterte Blick der Homohasser ist es wert.
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#2 goddamn liberalAnonym
#3 alexander
  • 12.03.2012, 20:07h
  • das beste an dieser nachricht ist die tatsache, dass selbst im katholischen mainz die uhren "zeitgemäss" gehen ! soll heissen, auch katholen können denken ! (z.b. in spanien !)
    für mich unverständlich, aber mehr als positiv zu bewerten !
    (vielleicht erleben wir dieses phänomen auch noch im ehemaligen ostblock bei den orthodoxen ???)

    auf jeden fall "nährt" es meine hoffnung auf "restverstand" und das ist gut so !
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#4 Der RickAnonym
#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 12.03.2012, 23:42h
  • In Mainz ticken die Uhren anders. Obwohl es sich um eine Bistumsstadt mit einem hohen Anteil an Katholiken handelt, stellte die SPD bisher immer den Oberbürgermeister. In diesem Jahr hätten die Mainzer endlich einmal die Gelegenheit gehabt, diese Phalanx zu beenden - die Chance dazu aber kläglich vertan! Nachdem er zurückgetretene in einen Korruptionsskandal verwickelt war, wäre nun die Zeit gekommen, die SPD-Herrschaft nun zu beenden. Ob Herr Ebling als schwuler Kandidat auch soviele Wähler gehabt hätte, wenn er nicht für die SPD, sondern für die CDU kandidiert hätte?
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#6 paren57Ehemaliges Profil
  • 12.03.2012, 23:56h
  • Wirklich angekommen in der Gesellschaft sind wir, wenn die Tatsache als solche keine Meldung mehr wert ist. Trotzdem drücke ich den Mainzern die Daumen und wünsche dem OB in spe ein glückliches Händchen für die Stadtpolitik. Gespannt bin ich allerdings auf seinen Auftritt bei "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht". Die Veranstaltung war noch jedes Jahr für schwulenfeindliche Witze gut.
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#7 Roter ReckeAnonym
  • 13.03.2012, 10:10h
  • Antwort auf #5 von FoXXXyness
  • Wieder mal so eine neoliberale Schwuppe...

    Nein, in der Regel werden solche nur von ihresgleichen gewählt. Die überwiegende Mehrheit der Familie denkt rot-grün (wie auch in Mainz) und das ist auch gut so !!!!

    Man kann ja der SPD einiges vorwerfen - daß die sexuelle Orientierung von Spitzenpolitikern keine Rolle spielt, ist aber zu begrüßen. Ebling wurde bestimmt nicht in erster Linie wegen seiner Homosexualität gewählt.....
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#8 JürgenFriedenberAnonym
  • 13.03.2012, 11:35h
  • Ja, das ist Mainzer Lebensart - trink- und bibelfest und das Herz auf dem richtigen Fleck. Man prüft und beobachtet die weltlichen und geistlichen Oberen kritisch, aber man schaut nicht in ihre Schlafzimmer. Deshalb hat im Wahlkampf die Homosexualität des siegreichen sozialdemokratischen OB-Kandidaten überhaupt keine Rolle gespielt. Viele Wähler dürften nicht einmal gewusst haben, dass ihr künftiges Stadtoberhaupt schwul ist und shwul lebt. Wer jedeoch im Amt versagt , krumme Dinger dreht und dabei erwischt wird, fällt dem Spott anheim.. In der Wahlnacht hörte man biweilen eine auf den weit abgeschlagenen CDU-Bewerber Augustin gemünzte neue Version eines alten Liedes: "Ach du lioeber Augusttin, alles ist weg! Job ist weg, Auto weg, Handy liegt auch im Dreck, ach du lieber Augustin, jetzt biste weg!"
    Jprgen Friedenberg, Mainz.
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#9 uffem Trottwa Anonym
#10 Knueppel
  • 13.03.2012, 12:51h
  • @Michael Ebling

    You're damn right, man!

    Ich unterstütze jeden, der sich aus dem katholisch-reaktionären Käfig befreit (der besagt, "man darf zwar schwul sein, dies aber niemals öffentlich machen ...") und rufe Ihnen zu: "Bravo!"

    Ich selbst habe diesen Weg (als offen schwuler Mann zu leben) bereits 1966 gewählt, mich damals als schwul geoutet (ich war erst 16 Jahre alt, aber "todesmutig" ), einige Jahre später meinen Lebensgefährten (mit dem ich fast 40 Jahre zusammen glücklich bin) kennen gelernt und dann, niemals mehr Rücksicht auf meine verborten, heterosexuellen Bekannten, Verwandten und Kollegen genommen.

    "Erst" seitdem geht es mir wirklich gut (niemand kann mir etwas, weil ich niemanden anlüge ...), vorher haben mir meine Eltern (und meine zwei heterosexuellen Brüder) massiv Druck gemacht ("ich sei krank, pervers usw).

    Do it! Be Yourself, Brother !!!

    PS
    Bis ich es meinem Vater erklärte, dass es MEIN Leben ist. das ich zu führen gedenke und nicht etwa die Fortsetzung oder der Wunsch seines (unerfüllten) Lebens, war ich unglücklich ...
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