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Mazedonische Mädchen in tradioneller Tracht: In der Schule lernen sie noch immer, dass Homosexualität eine "Krankheit" sei (Bild: Wiki Commons / Revizionist / PD)

In den Fortschrittsberichten über den EU-Beitritt werden Mazedonien und Bosnien-Herzegowina aufgefordert, mehr für die Menschenrechte von LGBT zu tun.

Das Europäische Parlament nahm am Mittwoch seine jährlichen Fortschrittsberichte über den EU-Beitritt der beiden Länder des ehemaligen Jugoslawien an. Ihnen wird nahegelegt, mehr für die Menschenrechte von Lesben, Schwule. Bisexuellen und Trans*menschen zu tun, bevor sie der EU beitreten können.

Beide Berichte enthalten klare Empfehlungen an die Länder bezüglich LGBT-Rechte und an die EU-Kommission bezüglich der Überwachung der Fortschritte in diesem Bereich.

Der Mazedonien-Bericht begrüßt etwa die Tatsache, dass "dass die drei Beschwerden in Bezug auf angebliche Diskriminierung aus Gründen der sexuellen Orientierung, die von dem Bündnis für sexuelle und gesundheitsbezogene Rechte vorgebracht wurden, von der Kommission untersucht werden".

Antidiskriminierungsgesetz ist Voraussetzung für EU-Beitritt

Das Europäische Parlament "fordert erneut, dass ein Gesetz über Vorbeugung und Schutz vor Diskriminierung angenommen wird, um jegliche Form der Diskriminierung (...) zu verbieten", einschließlich der sexuellen Orientierung, und "betont, dass dies eine Voraussetzung für den Beitritt ist". Weiter hält das Europäische Parlament es für bedenklich, "dass in Lehrbüchern an den Universitäten und an Schulen Homosexualität als Krankheit beschrieben wird, und fordert die sofortige Änderung dieser Materialien".

Der Bericht über Bosnien und Herzegowina fordert Regierung und Parlament mit Nachdruck auf, "den Rechtsrahmen und den institutionellen Rahmen des Landes in Einklang mit den EU-Standards und internationalen Standards für LGBT zu bringen".

Deutsche Übersetzung der Empfehlungen von Sandra-Isabell Trautner mit Erlaubnis der Intergroup on LGBT Rights des Europäischen Parlaments. Maßgeblich ist stets der englische Original-Text.



#1 TimonAnonym
  • 15.03.2012, 09:01h
  • Die EU darf auf keinen Fall die Fehler der Vergangenheit nochmal wiederholen und weitere Staaten aufnehmen, wo Homosexuelle diskriminiert werden oder das gar als Krankheit gilt.

    Das wäre das endgültige Ende der EU!

    Es war schon bei Polen, den baltischen Staaten, etc. dumm und blauäugig, diese Fehler zu begehen. Aber daraus nicht zu lernen und dieselben Fehler wieder zu machen ist töricht.
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#2 the_rising_tideAnonym
  • 15.03.2012, 09:07h

  • Warum setzen wir Bedingungen an Staaten wenn wir diese selbst nicht erfüllen können? Siehe Deutschland.
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#3 TimonAnonym
  • 15.03.2012, 09:14h
  • Antwort auf #2 von the_rising_tide
  • In Deutschland wird aber nicht in den Schulen gesagt, Homosexualität seine eine Krankheit, die man ausrotten muss.

    Im Übrigen:
    nur weil Deutschland auch noch einigen Nachholbedarf hat, heißt das ja nicht, das andere Staaten wie Niederlande, Belgien, Schweden, Spanien, etc. auch so rückständig sind.

    Und es heißt vor allem nicht, dass man noch mehr rückständige Staaten aufnehmen muss.
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#4 daVinci6667
  • 15.03.2012, 11:19h
  • Antwort auf #1 von Timon

  • Da hast du sehr, sehr recht Timon!

    Die größte Gefahr ist, dass neben den immer schon etwas rückständigen Ländern wie Italien, Griechenland, Zypern, den neu dazugekommenen rückständigen wie Estland, Lettland, Littauen, Polen, Ungarn, Slowakei, Rumänien, Bulgarien etc. eben noch weitere solcher homophoben Staaten dazukommen, die dann mit ihrer neu erreichten Mehrheit den "alten" Eu-Staaten den Abbau von Homorechten diktieren könnten. Außerdem werden diese neuen sowieso finanziell nur am Tropf der alten hängen, wobei ihr euch im Westen natürlich auf weitere Sparprogrammen freuen dürft!

    Was bin ich doch froh, dass die Schweiz nicht in diesem sowieso bald zusammenbrechenden Verein ist!
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#5 the_rising_tideAnonym
  • 15.03.2012, 16:10h
  • Antwort auf #4 von daVinci6667
  • Ich denke, dass es tatsächlich wichtigere Kriterien gibt ein Land in die EU aufzunehmen als die Verinnerlichung von Homorechten. In der Realität schert es Politiker, in Bezug auf Beitritte in die EU, einen Dreck, ob es in dem Land Homorechte gibt oder nicht. Das Geld zählt. Und nur durch die Erhöhung von Wohlstand und der Sicherung der Zukunft der Menschen in den entsprechenden Ländern, kann Toleranz wachsen. Es ist heuchlerisch zu glauben, dass man mit einem Antidiskriminirungsgesetz das Denken der Menschen ändern kann. Laut Artikel 3 GG sind wir vor dem Gesetzt gleich, das ändert auch nichts daran dass wir auch in Dland diskriminiert werden.
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#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 15.03.2012, 16:13h
  • Wer weiß, ob diese EU-Fortschrittsberichte denn überhaupt der Wahrheit entsprechen und von dem einen oder anderen Eurokraten frisiert wurden? In Serbien sieht es doch für die LGBT-Community viel schlimmer aus, von Rußland ganz zu schweigen! In China treibt die Justiz wie immer seltsame Blüten:

    www.tagesschau.de/ausland/chinavolkskongress104.html

    Wo bleibt da der Aufschrei???
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#7 alexander
#8 HeinerAnonym
  • 15.03.2012, 22:03h
  • Würden Mazedonien und Bosnien-Herzegowina in die EU aufgenommen, wären die Homohasser endgültig in der Mehrheit.

    Und damit könnten sie für die gesamte EU viel Schlimmes anrichten. Auch für die EU-Staaten, die eigentlich homofreundlicher sind.
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#9 ToniAnonym
  • 15.03.2012, 22:25h
  • Antwort auf #6 von FoXXXyness
  • ... Der Aufschrei ist nicht da, weil China nicht in Europa liegt und deshlab nicht zur europäischen Union gehören kann. Der Aufschrei ist schon längst da. Auch in China werden mehr Menschenrechte, seit ich denken kann, verlangt. Vergeblich ...
    Und wenn schon: Welche Forderungen kannst du schon einer aufstrebenden Welt,- und Atommacht China schon stellen? ...Was soll China im Gegenzug dazu erhalten? ...
    Religion ist das Hauptargument. Dass es überhaupt sein kann, dass religiöse fanatische Denkweisen Einfluss auf demokratische Entscheidungen haben, ist mir nicht ganz klar. Ebenso ist es auch in Deutschland. Aber andere Länder kritisieren Staat und Kirche voneinander zu trennen ...
    Abgewracktes Pack ...
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