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  • 17. März 2012, noch kein Kommentar

Traumhaftes Webvideo "Da Capo", steht zur Abstimmung (Bild: webvideopreis.de)

Zum zweiten Mal werden die besten Webvideos des Jahres gesucht. Unter den Nominierten sind echte Perlen, inhaltlich wie optisch.

Von Carsten Weidemann

"Webvideos sind die Heugabeln und Fackeln im Umsturz einer veralteten Medienhierarchie." Daniel Budiman, Inhaber einer Grimme-Preis Nominierung und Gewinner des Publikumspreis beim Grimme Online Award 2011, liebäugelt offensichtlich mit der Revolution. Er ist eines der Jury-Mitglieder beim Deutschen Webvideopreis 2012, der Ende März in Düsseldorf vergeben wird. Zum zweiten Mal werden die besten multimedialen Produktionen von Menschen gesucht, die das Internet als ihre Plattform zur Veröffentlichung nutzen.

Was aus mehreren Tausend Einsendungen nominiert wurde und jetzt zur Abstimmung steht, kann sich sehen lassen. Mit Witz und Intellekt, mit guten inhaltlichen Ideen und einer unglaublichen Kreativität bei der Anwendung der Videoschnitt-Software berühren viele der kleinen Produktionen.

Youtube | Da Capo

Schwereloser Breakdancer, Puppen, die Geschlechter wechseln

Unter den Perlen, über die das Publikum noch bis Ende März abstimmen kann, fallen ein paar besonders ins homophile Auge. Dazu gehört zum einen "Da Capo", ein schwereloses narratives Video aus Aachen, in dem sich ein junger Breakdancer fragt: "Was sind Träume? Und was ist ein Traum der niemals aufhört?" Ein Stück mit Gänsehaut-Effekt.

In "Wushu Maki" inszenieren Vi-Dan Tran und sein Stuntteam TeamBay eine Restaurant-Schlägerei ganz nach Vorbild des asiatischen Actionkinos. Inklusive eines leicht homophoben Actionhelden. Der allerdings den Macho-Monster-Muskelberg, der sich ihm in den Weg stellt durch intensiven Tittentrimm in die Knie zwingt. Mit dem Video "Entschubladen" möchten Dea Dantas Vögler und Amrei Andrasch mit "Charme und Schamhaar gegen den radikal-aggressiven Beigeschmack der Geschlechtergleichstellung" angehen.

Youtube | Wushu Maki

Dass das Web und seine Videoplattformen tatsächlich die Sehgewohnheiten ändern und damit die TV- und Filmproduzenten zu Innovationen bringen, beweist ein weiteres Jurymitglied. Katrin Bauerfeind erhielt 2006 für ihre Moderation der Internet-TV-Sendung "Ehrensenf" den Grimme Online Award.

Nach Zwischenstationen unter anderem bei Polylux, Kulturzeit, 3nach9 und der Harald Schmidt Show, moderiert sie das nach ihr benannte Magazin für Popkultur - und seit 2011 die Interviewsendung "Bauerfeind 28:30" auf zdf.kultur. Sie sagt: "Wo wäre ich ohne das Web? Und was wäre meine Freizeit ohne diese Webvideos?" Der Deutsche Webvideopreis wird im Rahmen einer abendlichen Gala am 31. März 2012 im Savoy Theater in Düsseldorf verliehen.

Youtube | Entschubladen