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Vor einem halben Jahr stellten die homosexuellen Arbeitsgruppen Basel (habs) dem Basler Bischof Felix Gmür (Foto oben) zehn Fragen - doch der will einfach nicht antworten. Nun hat die habs die Fragen veröffentlicht.

Nach dem Motto "Immer und überall, wo die römisch-katholische Kirche ist, ist auch der Papst!" wandten sich die homosexuellen Arbeitsgruppen Basel (habs) bereits im vergangenen September in einem Schreiben an Gmür. "Wir wollten damals von der Person des Papstes ablenken, denn ohne die Römisch-Katholische Kirche als Ganze wäre der Papst nichts", erklärt Axel Schubert, Sprecher der homosexuellen Arbeitsgruppen Basel.

Die zehn Fragen an den Basler Bischof zielen auf die Verantwortung, die die römisch-katholische Kirche bezüglich homophober Tendenzen in der Gesellschaft trägt. Unter anderem geht es um die moralische Beurteilung von Homosexualität, aus kirchlicher wie aus der persönlichen Sicht des Bischofs. Die habs will wissen, ob der Bischof davon ausgeht, dass ein lebenslanges Unterdrücken der eigenen Sexualität für die Entwicklung eines gesunden Selbstwertgefühls dienlich ist. Die habs fragt, ob die Menschenrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender durch das Prinzip kirchlicher Überlieferung effektiv befördert werden, oder ob der Kirche diese Rechte nichts Wert seien. Die habs will schließlich vom Bischof wissen, wie er gedenkt, sich zu entsprechenden Fragen in die Ökumene einzubringen.

Doch seit über sechs Monaten schweigt der mit 45 Jahren recht junge Bischof, der zudem als vergleichsweise liberal gilt. "Wir haben zwar telefonisch mehrfach Versprechen erhalten, Rückmeldung zu bekommen, doch das blieben leere Worte", so Schubert. Im Dezember bat die habs erneut um substanzielle Antworten und erneuerte ihr Gesprächsangebot. Doch an diesem scheint der Bischof kein Interesse zu haben.

Um die Fragen einer öffentlichen Diskussion zugänglich zu machen, hat die habs ihr Schreiben vom September nun zum Download ins Internet gestellt.

Ob das den feigen Bischof nun endlich aus der Reserve locken wird? (cw)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 habs_asProfil
  • 20.03.2012, 13:23hBasel
  • Keine zwei Stunden vergingen, und der Bischof hat bei uns angerufen! Öffentlichkeit scheint die Kirche zu scheuen, wie der Teufel das Weihwasser ;-)
    Wir haben ein Gesprächsangebot erhalten, womit möglich wurde, was schon ein halbes Jahr möglich gewesen wäre. Wir werden auf unserer Webpage berichten. Die Fragen können Lust und Laune gerne bei uns bezogen werden, um sie an weitere Kirchvertreter zu richten. Auf innerkirchliche Reform setzen wir dabei nicht, sondern auf Fragen der öffentlichen Legitimation.
    Gruss, Axel Schubert, Sprecher habs.
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#2 RobinAnonym
  • 20.03.2012, 14:57h
  • Es glaubt doch wohl keiner, dass die menschenverachtenden Katholen sich jemals auf eine sachliche Diskussion einlassen werden...
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#3 LaurinAnonym
#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 20.03.2012, 19:42h
  • Hat der Bischof etwas zu verbergen, warum er auf die von der habs gestellten Fragen ein halbes Jahr lang keine Antwort gegeben hat? Die Antwort ist eindeutig "JA"!!!
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#5 bastapapsta
#6 Hastein
  • 22.03.2012, 13:17h
  • Es ist mir unverständlich, warum wir Schwule eigentlich immer noch nach der Anerkennung durch die katholische Kirche gieren sollen. Wer uns nicht will, der kann uns doch mal. Je mehr Schwule diese angeblich christliche Mottenkiste meiden, desto besser! Laßt uns lieber daran arbeiten den Einfluss dieser mittelalterlichen Institution konsequent und dauerhaft einzuschränken. Kirche raus aus der Politik.
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#7 finkAnonym
  • 22.03.2012, 16:40h
  • Antwort auf #6 von Hastein
  • das sehe ich genauso wie du. wenn ich es richtig verstehe, hat diese anfrage aber genau dieses ziel: den einfluss der kirchen zurückzudrängen.

    man könnte natürlich sagen, je mehr aufmerksamkeit die kirchen bekommen, desto schlechter. aber ich finde den ansatz auch überlegenswert, zu sagen: da ist diese institution, und sie nimmt einfluss auf gesellschaftliche diskussionen, ob wir das wollen oder nicht. lasst uns mal genauer nachbohren und fragen mit welcher autorität und auf welcher argumentativen basis sie das eigentlich tut.

    wenn man das konsequent genug hinbekommt, dann sehen die menschen nämlich idealerweise, dass der bischof nackt ist (sprichwörtich natürlich, real vorstellen möchte man sich das ja weißderhimmel nicht).
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#8 stromboliProfil
  • 22.03.2012, 19:11hberlin
  • Antwort auf #5 von bastapapsta
  • leider ist das ganze ja in einem kompromis hängen geblioeben..
    der rkk hätte als träger des gemeindekimndergartens generell das vertrauen entzogen wertden können , da die beteiligten eltern als solche ja die aufkündigung des vertrages fordern.
    So wie der gekündigten , kann nun der kirche mit eben den selben argumenten gekündigt werden... das wäre doch mal interessant zu sehen , wohin ein solches verfahren geht!
    Wenigstens haben teile der gemeinde nun einen erfahrungswert im umgang mit religiösen sekten..
    Steter tropfen höhlt den stein...
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#9 habs_asProfil
  • 23.03.2012, 08:13hBasel
  • Antwort auf #6 von Hastein
  • LiebeR Hastein
    wie fink schreibt: unsere Anfrage ist durchaus der Versuch, Legitimation zu entziehen. Wir zielen nicht auf innerkirchliche Reform oder so. Aber auf die staatsbürgerrechtlich nicht gegebene Legitimationsbasis der Arguemente, mit denen die RKK arbeitet. In dem Sinne zielen wir auf Aufklärung jener, die das Thema lokal in den Medien verfolgen, resp. darauf, dass sich so Leute mit guten Arguemten ein eigenes Bild machen können.

    Emanzipation hat ganz zentral mit Anerkennungsverhältnissen zu tun. Praktisch jede Herrschaftsform ist eine nur dadurch, dass sie (im jeweiligen Kontext) ausreichende Anerkennung findet. Insofern meint Emanzipation, Deutungsmacht für jene Argumente zu erlangen, die einen höheren Grad der Verallgemeinerungsfähigkeit haben.
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#10 LucaAnonym