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Vanessa Krasniqi fordert eine Reform der Castingshows (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Die Castingkandidatin Vanessa Krasniqi flog raus. Jetzt beschwert sie sich, dass Talent zu wenig gewürdigt werde. ESC-Kandidat Roman Lob übt auch Kritik.

Von Carsten Weidemann

Nach der Show ist vor der Show. Vanessa Krasniqi flog am vergangenen Samstag aus der Sendung "Deutschland sucht den Superstar", da zu wenig Zuschauer für sie per Telefon gevotet hatten. Nun, da sie draußen ist, macht sie ihrem Ärger über die Medien Luft: "Wenn das so weitergeht, werden irgendwann bei Dieter Bohlen nur noch Männer singen, die entweder schwul sind, Vollwaise, Mädchenschwarm, oder dauernd heulen", erklärte sie gegenüber dem Magazin "Focus" Ihrer Meinung nach zähle für die Zuschauer nur noch die Geschichte, nicht, ob ein Kandidat singen könne.

Schaut man sich die Listen der bislang neun Staffeln an, lässt sich kein eindeutiger Trend feststellen, dass es zu wenige Frauen in die Top 10 schaffen. Mit Sarah Engels gab es sogar eine sehr starke Konkurrentin, gegen die sich Pietro Lombardi nur sehr knapp behaupten konnte. Fakt ist allerdings auch, dass bislang nur eine einzige Frau den "Superstar"-Titel gewann: Elli Erl im Jahr 2004. Und mit Daniel Küblböck, Mark Medlock oder Fady Maalouf waren drei - mehr oder weniger schwule - Kandidaten in der Top 3.

Vanessa fordert auf jeden Fall eine Frauenquote bis zum Halbfinale und ein Mitbestimmungs-Recht der Jury, die mehr Wert auf die musikalischen Talente legt. Dass das Publikum am Fernseher womöglich mehr von Frauen gesehen werde, die dann für Männer anrufen, sollte ihrer Meinung nach ebenfalls mit bedacht werden.

Roman Lob empfiehlt: Augen auf statt Arschverkauf


Joey Heindle: Die Jury würde ihn rauswählen, das Publikum will ihn (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Dass die Home-Story der Kandidaten eine so große Rolle spielt und dadurch die Entscheidungen beim Voting verzerren könnten, liegt in der Verantwortung des Senders RTL, der großen Wert auf die Inszenierung und Präsentation solcher Geschichten legt. Mit Zickenkriegen und Schicksalsdramen werden schließlich die Medien gefüttert, die dies dankbar aufgreifen und somit für mehr Quote sorgen. Das wird bei den Talentshows in den USA oder England bei Weitem nicht so extrem zelebriert.

Einer der Kritiker des Talentshow-Formats bei RTL ist der diesjährige deutsche Vertreter beim Eurovision-Songcontest, Roman Lob. In der Webvideo-Doku "Mad World" von Pete Schilling beklagt er die Manipulationen und die Vereinnahmung durch die Verantwortlichen der Castingshows: "Die drehen dich so, wie sie dich haben wollen. Denn sie wollen dich verkaufen", berichtet er von seinen Erfahrungen als DSDS-Kandidat. Er hatte sich mit zarten 16 Jahren dort beworben, stieg aber wegen des großen Stresses frühzeitig aus. Heute empfiehlt er: "Du verkaufst deinen Arsch in diesen Shows und bist dann an den Sender oder irgendwen gebunden. Das sollte man den Leuten mitgeben, die noch nie da waren, da aber mitmachen und keine Ahnung haben. Die dann abgezockt werden..."



#1 leonAnonym
  • 20.03.2012, 20:54h
  • so toll singt die auch wieder nicht, sie hat eine 0815 Stimme wie die meisten dort.
    sie hat diesmal sogar kritik von der jury gekriegt und kristof von allen 3en nur lob!

    und deswegen heulen ist totaler quatsch, denn woanders ist es mitnichten der fall das frauen im tv benachteiligt werden. bei dem casting zum eurovison songcontest z.b. waren am ende 9 frauen und nur ein mann übrig...darüber hat sich auch keiner beschwert. aber frauen fühlen sich immer sofort benachteiligt.
    es soll ihrer meinung nach ein extra dsds mit frauen geben? wo ist denn dann germanys topmodel mit männlichen models??
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#2 GesangAnonym
  • 20.03.2012, 21:50h
  • Um das nochmal deutlich zu sagen:

    DSDS ist KEIN Gesangswettbewerb. Es geht um Schicksale und andere Storys, die sich gut verkaufen lassen.

    Es geht nur darum, möglichst viel zu verdienen, nicht darum ein Talent aufzubauen.
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#3 tomashAnonym
  • 20.03.2012, 22:01h
  • Antwort auf #1 von leon
  • Hi

    also ich muss mal sagen ihre Stimme ist zwar bissel 0815, aber immer noch besser als die von Joey. Ich denke mal ihr geht es mehr um Kritik an Joey als um Kristof und das es mehr um Sympathie geht als um Stimme.
    Mir ist aufgefallen, dass vorallem Sänger weiter kommen die nur die Sympathien des Publikums haben.
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#4 mgrasek100Ehemaliges Profil
  • 20.03.2012, 22:31h

  • Jo aber Joey sieht geil aus und ist doch voll niedlich
    Warum sollen wir immer nur rational nach der stimme gehen da hab ich kein Bock drauf
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#5 LorenProfil
#6 Alte TunteAnonym
  • 21.03.2012, 03:56h
  • Die Medien liegen uns doch seit Monaten damit in den Ohren, daß die Frauen in Deutschland keine größere Sorge haben als die Frage, wieviele Frauen in den Vorständen von DAX-Unternehmen sitzen.

    Also, wenn Quoten jetzt so en vogue sind, dann bitte sehr. Aber bitte richtig: Nicht nur Frauen- und Schwulenquote, auch Behindertenquote, Asexuellenquote, Quoten für verschiedene Religionen und Regionen, für die soziale Herkunft, für Große, Kleine, Blonde, Rothaarige, Dicke, Linkshänder, Stupsnasen, eingewachsene Fußnägel und nicht zu vergessen für Mitbürger OHNE Migrationshintergrund.
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#7 TreegProfil
#8 SvenAnonym
  • 21.03.2012, 08:13h
  • Die ein oder andere Folge habe ich gesehen und hatte gelegentlich das Gefühl, dass da anscheinend ein Vocaloid singt.
    Bei diesem super "neuen", nicht abgeschriebenen, Werbesong für den Geldgeber aus der Automobilbranche zum Beispiel.

    Wie bei Fernsehkritik.tv richtig angemerkt wurde; Da es anscheinend noch nicht bei Jedem angekommen ist heißt es weiter aufklären.

    Ich "freu" mich schon auf DSDS-Kids. Unwillkürlich mußte ich da sofort an Todlers&Tiaras denken.

    Für Leute die Soaps mögen und nicht anrufen scheint die Sendung toll zu sein.
    Auch der aktuelle Supenstar wird vermutlich wieder schnell verschwinden. Wie sagte Bohlen so schön in der letzten Sendung? Mit dem Preisgeld kann Er sich da wenigstens die nächste Tankfüllung leisten.

    Für alle Interessierte /watch?v=8j3ICZTlX48 von Klaus Kauker.
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#9 smooth_yeahProfil
  • 21.03.2012, 10:18hNürnberg
  • Kann gar nicht soviel essen wie ich kotzen will, wenn ich schon lese DSDS... lol

    ich schau mir des Zeugs nicht an.

    Wer dort hin geht obwohl es schon genug Staffeln gab um zu beobachten, bzw. in den Medien genug über die machenschaften etc. geschrieben wird, und sich dann noch beschwert hat wohl nicht nur eine Schraube locker.

    Sorry wenn ich so doof bin dort als Mädel mitzumachen obwohl die letzten Jahre "nur" Jungs gewählt wurden, selbst von mir gebe dass das Klientel vorm Kasten zum größtenteil weiblich is, dem is einfach nicht mehr zu helfen.
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#10 smash sexismAnonym
  • 21.03.2012, 10:30h
  • mit den permanenten sexistischen darstellungen, die mädchen und frauen als vermeintlich unwiderstehliche pornografische objekte inszenieren, jungs und männer dagegen verhüllen und in ihrer körperlichkeit und gleichgeschlechtlichen erfahrungsmöglichkeiten immer mehr einschränken, scheint vanessa keine probleme zu haben. wäre auch nicht geschäftsfördernd.
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