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Das PLUS hat sich als Beratungsstelle für Schwule und Lesben einen guten Ruf erarbeitet und ist nun Träger des neuen Beratungsangebots in Mannheim (Bild: PLUS)

Erinnert sich noch jemand an "Aus Raider wird jetzt Twix"? Auf eine ähnliche Umstellung werden sich nun die Menschen in der Rhein-Neckar-Metropole Mannheim gefasst machen müssen. Die dortige Beratung zu HIV findet man dort nicht mehr in der AIDS-Hilfe, wie sonst bundesweit, sondern im "KOSI.MA".

Das steht für "Kompetenzzentrum zu sexuell übertragbaren Infektionen. Mannheim". Den Namen gab der Träger, die Psychologische Lesben- und Schwulenberatung Rhein-Neckar (PLUS), am Dienstag bekannt. Hintergrund ist das laufende Insolvenzverfahren, die frühere AIDS-Hilfe Mannheim-Ludwigshafen stellte im Juni 2010 ihre Arbeit ein.

Zuvor hatte es viele Klagen über eine unzureichende Beratung durch den Verein gegeben, der nach und nach seine Fördergelder verlor, auch durch den eigenen Austritt aus dem Landesverband. Es kam zu Abspaltungen, in der Nachbarstadt nahm der AIDS-Hilfe Arbeitskreis Ludwigshafen e.V. ihre bis heute andauernde Arbeit auf, in Mannheim selbst gingen viele Betroffene zum PLUS.

Professionelle Neuausrichtung


In Ludwigshafen hat der AIDS-Hilfe Arbeitskreis Ludwigshafen e.V. die Beratung übernommen

Für das neue Jahr stellte die Stadt dem PLUS nun Gelder zum Aufbau einer neuen Beratungseinrichtung im Haushalt zur Verfügung. "Da der Name der in der Zwischenzeit Insolvenz gemeldeten AIDS-Hilfe Mannheim-Ludwigshafen mit vielen negativen Erinnerungen in Verbindung gebracht wird und sich das Leben HIV positiver Menschen in den letzten Jahren sehr verändert hat, ist bewusst auf eine Neuausrichtung als klassische Aidshilfe verzichtet worden", begründet das PLUS die Umbenennung.

Gemeinsam mit Ratsuchenden zu und Betroffenen von HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankeiten würde "ihre Situation ganzheitlich und lösungsorientiert in den Blick genommen", so das PLUS. "Dabei geht es auch darum, die Identität als HIV-positiver Mensch zu stärken." Die neue Organisation hat bereits eine erste Version einer Homepage und bietet bereits seit 1. Februar inter der neuen Telefonnummer (0621) 33939478 Beratung an - die zusammen mit Gruppen- und Präventionsangeboten ausgebaut werden sollen.

In einer Presseerklärung begrüßte die grüne Gemeinderatsfraktion Mannheim, die den Antrag auf Förderung eingebracht hatte, die Namensfindung: "Wir danken PLUS ganz herzlich für den Aufbau einer neuen AIDS-Hilfe und wünschen KOSI.MA alles Gute. Nachdem in den letzten Jahren die Lücken in der Aidsarbeit in Mannheim nur Dank des großen Engagements verschiedener Initiativen und der anderen Aidshilfen aus der Region geschlossen werden konnte, ist es gut, dass Mannheim nun endlich wieder eine eigene Aidshilfe bekommt." Wichtig sei, dass sich KOSI.MA nicht nur an schwule Männer, sondern an alle Betroffenengruppen richte. (nb)