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Eine Maschine von Thomas Cook im Landeanflug auf Manchester (Bild: Ingy The Wingy / flickr / by-nd 2.0)

Im britischen Manchester ist ein 32-jähriger Fluggast zu einer Haftstrafe von acht Monaten verurteilt worden, weil er durch homophobe Aggression die Sicherheit des Flugbetriebs gefährdet hatte.

Der Mann aus der Nähe von Liverpool befand sich auf einen Flug von Thomas Cook von Manchester zu den Kanarischen Inseln, als er begann, sich mit einem Nachbarn zu streiten. Als die Kabinencrew einschritt, begann er zusätzlich, männliche Stewards homophob zu beleidigen. Im Laufe der Auseinandersetzung zeigte sich der Passagier auch gegenüber weiteren Fluggästen aggressiv. Er musste schließlich von Mitarbeitern der Fluglinie festgehalten werden, während der Kapitän die Maschine umdrehte und wieder in Großbritannien landete.

Die Verteidigung gab an, der Mann, der sich vor Gericht schuldig bekannte, leide nach einem Unfall unter Schmerzen und habe Probleme, sich frei zu bewegen. Das sei keine Entschuldigung, habe aber vielleicht seine Toleranz und Geduld herabgesetzt. Der Richter ließ das aber nicht gelten und bezeichnete das Verhalten als "grotesk und absolut empörend."

"Ihr Verhalten gegenüber anderen Passagieren, die Art, wie sie verletzende homophobe Kommentare gegenüber der Kabinencrew geschleudert haben und ihr generelles Ereifern sind unentschuldbar", so der Richter zu den Angeklagten. Der Abbruch des Fluges hat Thomas Cook rund 12.500 britische Pfund gekostet.

Der Streit begann, als ein anderer Fluggast den Mann bat, vor Kindern auf seine Sprache zu achten. Darauf soll der Mann, der mit seiner Familie reiste, geantwortet haben: "Mich kümmern Kinder einen Scheiß [I don't give a fuck about...], ich habe selbst welche."

Gewalttätiges Verhalten von Passagieren, im Englischen unter dem Begriff "Air Rage" zusammengefasst, ist kein seltenes Phänomen. Als mögliche Gründe gelten zusätzlicher Stress durch Fliegen aber auch mögliche Änderungen am Luftdruck in der Kabine. Mitarbeiter von Fluglinien führen die meisten Vorfälle hingegen auf Alkoholkonsum zurück. "Air Rage" gilt als mögliches Sicherheitsrisiko, auf das der Pilot reagieren kann. (nb)



#1 sylviafeeProfil
  • 21.03.2012, 18:17hBerlin
  • Ich denke mal er wird sich in den nächsten Jahren keinen Urlaub mehr leisten können. Denn sicher wird der Reiseveranstalter sich de Kosten zurückholen.
    Ehrlich gesagt, dass freut mich dann so richtig wenn er blechen darf.
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#2 ClaudiaAnonym
  • 21.03.2012, 20:04h
  • Also ehrlich, Idioten gibt's! Und sowas hat Kinder? Die armen Kinder, mit so einem homophoben, potentiell gewalttätigen Vater! :-(
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 21.03.2012, 23:19h
  • "Die Verteidigung gab an, der Mann, der sich vor Gericht schuldig bekannte, leide nach einem Unfall unter Schmerzen und habe Probleme, sich frei zu bewegen. Das sei keine Entschuldigung, habe aber vielleicht seine Toleranz und Geduld herabgesetzt."

    Eine noch infantilere Begründung ist denen wohl nicht eingefallen! Der Typ sollte lebenslängliches Flugverbot bekommen!
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#4 LucaAnonym
#5 userer
  • 24.03.2012, 19:13h
  • Wieso habe ich nur das Gefühl, dass in einer Lufthansa-Maschine die Mehrheit der Passagiere dem Homophoben zugestimmt und Hallervorden-Sketche aus dem Stegreif nachgespielt hätten?
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