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Neues Album "MDNA"

Madonna wird wild


Kuscheln mit Madonna im schwulen SM-Keller (Bild: Screenshot)

Kommt Jungs, es geht wieder ab ins Lotterbett mit Madonna! Was die neue CD bringt, verrät ihr schwules Video zu "Girl Gone Wild"

Von Christian Scheuß

Wenn sich ein schwuler Mann in den 50ern bei Gayromeo als "Boy" bezeichnet, gilt das als peinlich. Wenn sich dagegen die 53-jährige Sängerin Madonna als "Girl" tituliert, ist ihr der Beifall nach wie vor sicher. Auf dem am 23. März erscheinenden neuen Album "MDNA" verkauft sie sich sogar als "wildes Girl", das ekstatisch tanzt, verruchte Dinge sagt und kriminelle Taten in Erwägung zieht, bis hin zum Mord. Denn "Sünder" sind wir schließlich alle, wie sie uns in einem der zwölf neuen Tracks beichtet.

Was die Fanbase der Queen of Pop erwartet, das zeigt sie uns in ihrem zweiten Video zum Stück "Girl Gone Wild", dem Opener auf der CD und dem garantierten nächsten Hit auf den schwulen Dancefloors. In dem schwarz-weiß gedrehten Stück ist Madonna mit ihrem halbnackten Tänzertrupp offensichtlich im Keller eines schwulen Sexclubs gelandet. Sie selbst trägt schwarze SM-Lack-Klamotten (Warum verkauft H&M nicht mal so eine Kollektion von ihr?) und vollzieht ein paar angedeutete Kopulationsbewegungen. Sie räkelt sich mit den Kerlen, die halbseidene Strumpfhosen und High Heels tragen, und bittet schelmisch lächelnd um Vergebung für ihre Todsünden, die sie begeht und genießt: Die Wollust, die Selbstsucht, die Eitelkeit.

Ein ironisch hedonistisches Video, dass an alte Erotica-Zeiten anknüpft, und in dem die Ästhetik von Robert Mapplethorpe perfekt kopiert wird. Es fehlen nur noch die erigierten Schwänze. Aber immerhin: Einer der Jungs fasst sich mal kurz an sein Paket, und was der nackte Muskelmann da vor dem beschlagenen Spiegel anstellt, bedarf keiner großen Fantasie.

Vimeo | Madonna - "Girl Gone Wild"

Drogen, Mord, Sünden, Jesus, Maria - Alles in einem Album

"MDNA", das ist die Einstiegsdroge zur nächsten Tour, die in diesem Sommer auch Station in Berlin und Köln macht. Die Ähnlichkeit des Titels zum Ecstasy-Wirkstoff MDMA ist gewollt und wird von ihr auch in einem Stück so benannt. Ansonsten ist es natürlich die Liebe, nach der sie süchtig ist ("I'm Addicted"). Mädchenhaft macht sie ihren Geliebten zum Helden ("Superstar") und spuren ihre Lover nicht, wird sie ihnen in den Kopf schießen und sie selbst im Himmel oder in der Hölle bis in alle Ewigkeit verfolgen ("Gang Bang"). Unübersehbar auch ihre Seitenhiebe auf Lady Gaga, die ihr so langsam aber sicher den Pop-Thron streitig macht und die vor allem die Ästhetik des Tabubruchs und der Provokation wesentlich besser beherrscht. Trotzig schleudert das M-Girl der Gaga entgegen: "There's only one Queen, and that's Madonna, Bitch!"

Mal abgesehen vom überstrapazierten Selbstreferentiellen gäbe es noch mehr zu kritisieren. Auf "Spiegel Online" beklagte sich der Rezensent darüber, dass Madonna seit Jahren nichts Neues mehr wage und auch das ständige "Sich neu erfinden" vorbei sei. Da hat er Recht. Mag die Künstlerin sich auch noch so sehr mit jungen DJs und Produzenten umgeben, sie bleibt auf der Schiene maximaler Vermarktbarkeit. Nur mit dem tanzbaren Sound, den sie seit dem grandiosen "Confessions On A Dancefloor" 2005 abliefert, kann sie die Stadien füllen. Mit dem Verkauf von Tonträgern verdient man schließlich nicht mehr so gut wie früher.

Also tanzen wir gemeinsam mit ihr, solange sie unser Girl sein möchte. Für das reife Alterswerk ist noch Zeit genug. Dann kann sie gerne Brel singen oder Brecht, nochmal zur Evita werden oder es auch ganz sein lassen. Was immer sie auch tun wird, die Gay Community wird ihr dankbares Publikum bleiben. "Give me all your Luvin" fordert sie uns auf. Unsere Antwort: "Aber gern doch, Bitch!"

Youtube | Madonna spricht mit dem schwulen BBC-Talker Graham Norton über Lady Gaga (Jan 2012)


#1 HannibalEhemaliges Profil
  • 21.03.2012, 22:14h
  • Großmutter Chiccone soll ihre vertrockneten Gebeine doch bitte endlich dort hin schieben, wo sie hingehören: In die Kiste!
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#2 Personal TrainerAnonym
#3 GuyFawkesAnonym
  • 21.03.2012, 22:41h
  • @Hannibal

    Wie wärs wenn du deine vertrockneten Gebeine mal dorthin hinschiebst wo der Pfeffer wächst.

    Mal schauen wie abgelebt du mit 53 aussiehst! :-/
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#4 HannibalEhemaliges Profil
#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 21.03.2012, 23:00h
  • "Es fehlen nur noch die erigierten Schwänze."

    Ist ja auch kein Wunder, die dazugehörigen Kerle sind alle bei mir (Protz) !
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#6 alexMucEhemaliges Profil
#7 felixAnonym
#8 alexMucEhemaliges Profil
#9 MarketingAnonym
  • 22.03.2012, 15:55h
  • Antwort auf #8 von alexMuc
  • Klar, fürs schwule Auge ist der Fokus eh mehr auf die männlichen Protagonisten gerichtet.
    Ist doch überall so, für Heteros wird mit halbnackten Frauen geworben, für Homos mit halbnackten Männern.
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#10 NoMaamAnonym