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Atlantic Events bietet schwule Reisen zu exotischen Inseln – eine gute Idee?

Die Polizei von Dominica, einer Insel der Kleinen Antillen in der östlichen Karibik, hat zwei Männer an Bord einer Kreuzfahrtschiffes festgenommen. Den beiden Männern, Teilnehmer einer Gay-Cruise von Atlantis Events, wurde zunächst homosexueller Verkehr ("buggery") vorgeworfen.

Die in Presseberichten mit vollem Namen genannten Männer sollen am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt werden. Sie sollen nun wegen öffentlicher Entblößung angeklagt werden. Eine Anklage wegen homosexueller Handlungen dauere zu lange, sagte der Polizeichef Cyrille Carrette gegenüber "Dominica News". Sollten die Männer verurteilt werden, droht ihnen eine Strafe bis zu sechs Monaten Gefängnis.

Offenbar hatten sich Anwohner über das bunte Treiben auf dem Schiff beschwert. Amerikanische Homo-Blogs spekulieren, vielleicht habe bereits ein Kuss für das Vorgehen der Polizei ausgereicht. Man kann bei dem Klientel des Schiffes freilich nicht ausschließen, dass es tatsächlich zu einem öffentlichen Geschlechtsakt gekommen ist.


Heiße Männer und Party: So bewirbt Atlantis seine Kreuzfahrten

In den Leserkommentaren in amerikanischen Homo-Blogs wird nun auch gefragt, ob es Sinn macht oder moralisch ist, eine Kreuzfahrt in Gebiete zu machen, in denen Homosexualität noch verfolgt wird oder die Gesellschaft besonders homophob ist, Das Schiff von Atlantis hatte auf Dominica angelegt, viele Passagiere das Schiff für eine Erkundung der Insel verlassen.

Das gleiche Schiff hatte bereits am Wochenende für Schlagzeilen gesorgt, weil Passagiere von Bord aus Fotos und Videos des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers Rick Santorum beim T-Shirt-losen Sonnenbad an einem Strand in Puerto Rico machen konnten, die es später in zahlreiche Medienberichte schafften. Santorum sagte danach, er werde sich bemühen, abzunehmen.

Auf einem anderen von Atlantis Cruise gemieteten Schiff war es Anfang Februar zu einem Vorfall gekommen, bei dem ein Mann über Bord ging (queer.de berichtete). Der 30-jährige Ire begang offenbar Selbstmord. (nb)

Nachtrag, 18.30h: Die beiden Männer bekannten sich schuldige und wurden zu einer Geldstrafe von je 900 US-Dollarn verurteilt.



#1 I Ramos GarciaAnonym
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 22.03.2012, 15:15h
  • Statt die beiden Männer zu verpetzen, hätten die Spielverderber besser mitmachen sollen!
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#3 panzernashorn
  • 22.03.2012, 16:19h
  • Wenn's nicht so traurig wäre, könnte man über das Ganze lachen, aber man muss eben immer mit der Dummheit (oder auch dem Neid) Anderer rechnen.

    Auf einer offiziellen Gay-Kreuzfahrt müsste allerdings - schon einmal im Interesse der Sicherheit der einzelnen Teilnehmer - darauf verzichtet werden, homophobe bzw. Schwulen gefährlich werdende Regionen anzusteuern.

    Langsam glaube ich allerdings, dass die Ewiggestrigen leider nicht aussterben...........
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#4 CarstenFfm
  • 22.03.2012, 18:04h
  • Mal angenommen sie haben wirklich an Deck gepoppt: Bei der Größe, insbesondere Höhe eines Kreuzfahrtschiff müssten sie ja schon direkt an der Reling gestanden haben, wenn man das von Land sehen konnte.

    Das in einem homophoben Land zu machen wär schon ziemlich blöde - sowas sollte man selbst in einem liberalen Land nicht machen - und eben drum unwahrscheinlich.... was wiedrum die Vermutung naheliegt, dass die Lokalen Behärden schon auf Küssen Umarmungen etc so reagiert haben.
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#5 eMANcipation*Anonym
#6 Timm JohannesAnonym
  • 22.03.2012, 19:55h
  • Antwort auf #5 von eMANcipation*
  • @emancipation
    Die Kreuzfahrten, die natürlich in erster Linie dem Spass und der Freizeit der teilnehmenden Gäste dienen, sind in zweiter Linie aber auch gerade dafür gedacht, das Thema "Legalisierung homosexueller Handlungen" auf den kleineren Karibikinseln voranzubringen.

    Die karbischen 9 Inselstaaten Dominica, Antigua und Barbuda, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Grenada, Barbados, Trinidad und Tobago und Jamaica haben immer noch aus der Kolionalzeit stammende Strafbarkeitsbestimmungen und es gilt diese Illegalität aufzuheben. Als Hebel hierfür dient die "Tourismuskarte": für diese Inselstaaten ist der us-amerikanische/ europäische Tourismus die Haupteinnahmequelle.

    So wie versucht wird, die Legalisierung in Afrika über die Entwicklungshilfe (Afrika besteht fast nur aus Drittweltstaaten, die Entwicklungshilfe beziehen) voranzutreiben, wird in der Karibik versucht, die Legalisierung über den Tourismus voranzubringen.
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#7 SchokiAnonym
#8 eMANcipation*Anonym
  • 22.03.2012, 20:58h
  • Antwort auf #6 von Timm Johannes
  • Eine Kreuzfahrt mit politischem Hintergrund, die Vordergründig dem Spasse dient, aber natürlich viel höhere Ziele hat ... wer es glaubt. Überzeugt wäre ich natürlich wenn demnächst Kreuzfahrten mit Stopp in Saudi-Arabien, Iran, Irak und den Emiraten geplant werden würden.
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#9 PierreAnonym
  • 22.03.2012, 21:00h
  • Als ich vor Kurzem vor solchen Aktionen gewarnt habe, wie z. B. Homoporno-Dreh auf Bali mit dem Nebenher-Produkt "sinnlicher Fotos von gutgebauten Boys" wurde hier Stimmung gegen mich gemacht.
    Ich fand, man sollte die einheimische Bevölkerung nicht provozieren.
    Jetzt haben wir ein praktisches Beispiel dafür, was Schwule mit ihren Entgleisungen anstellen können.
    Den Kommentar, die Einheimischen hätten ja mitmachen können, zeugt hier von einer beispiellosen Selbstüberschätzung unserer Minderheit von 3%.
    Es gibt mindestens 90%, die mit schwulem Sex nichts anfangen können, schon gar nicht in der Öffentlichkeit.
    Zudem glaube ich, dass so etwas nicht im klaren Kopf passiert, sondern es waren ganz bestimt wieder Alkohol und / oder Drogen im Spiel.
    Aber Wahrheiten sind bei vielen Schwulen nicht beliebt. Warten wir noch ein Weilchen... dann bekommen wir die Frucht der Aussaat wieder zurück.
    Diejenigen, die vernünftig leben und nicht die Sau rauslassen, werden dann leider auch die Leidtragenden sein.
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#10 JexcAnonym
  • 22.03.2012, 21:19h
  • So traurig das ganze ist...

    "Santorum sagte danach, er werde sich bemühen, abzunehmen."

    ...lol
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