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Das homophobe Transparent direkt hinter dem Tor war am Samstag deutlich zu sehen

Der Bundesligist Borussia Dortmund ist am Donnerstag wegen Fan-Vergehen vom DFB-Sportgericht zu einer Geldstrafe in Höhe von 20.000 Euro verurteilt worden. Der Verein akzeptierte das Urteil, das auch ein homophobes Plakat als "unsportliches Verhalten" geißelt.

Am Samstag war im Südblock von Fans beim Spiel gegen Werder Bremen ein recht großes Plakat gehalten worden, auf dem "Lieber 'ne Gruppe in der Kritik als Lutschertum und Homofick" zu lesen war. Ein Bild von dem Plakat war bei Twitter hochgeladen worden und sorgte später für Empörung im Internet und eine Erwähnung im "Aktuellen Sportstudio".

Nach Angaben des Blogs "Libero" wurde noch ein zweites Transparent gesichtet, sein Spruch: "Gutmenschen, Schwuchtel, Alerta-Aktivist, wir haben euch im '20 gegen 100' gezeigt, was Fußball ist". Die Spruchbänder sollen jeweils nur für wenige Minuten zu sehen gewesen sein, da viele Fans mit dem Transparent nicht einverstanden gewesen wären. Augenzeugen berichten, dass es auf der Tribüne zu Handgreiflichkeiten gekommen sei.

Borussia Dortmund hatte am Montag in einer Stellungnahme die "homophoben Schmäh-Plakate" scharf kritisiert. "Der BVB wird die Urheber sanktionieren und erwartet darüber hinaus eine öffentliche Entschuldigung der Verantwortlichen", erklärte Hans-Joachim Watzke, Vorsitzender der BVB-Geschäftsführung. Man sei "beschämt und entsetzt" über die Banner und stehe "für einen toleranten, weltoffenen, vielseitigen und respektierenden Umgang."

Die Aktion "Fußballfans gegen Homophobie" hatte zuvor die Vereinsführung von Borussia Dortmund beschuldigt, nicht genug getan zu haben: "Aus unserer Sicht ist es ein absolutes Versäumnis seitens des Vereins, dass solche diffamierenden und diskriminierenden Banner in die Kurve gelangen konnten", erklärte Sprecher Christoph Rudolph.

Mit der Geldstrafe rügte der BVB zudem einen Kanonenschlag, ein Bengalisches Feuer und einen Bierbecherwurf auf das Spielfeld. (nb)



#1 JoonasAnonym
  • 23.03.2012, 11:49h
  • "Der BVB wird die Urheber sanktionieren und erwartet darüber hinaus eine öffentliche Entschuldigung der Verantwortlichen"

    Ich hoffe sehr, dass das nicht nur Gelaber ist, jetzt wo das Thema aktuell ist und um die Strafe möglichst niedrig zu halten.

    Sondern dass die das auch durchziehen. Das mindeste ist, dass die Urheber Stadionverbote bekommen, die dann auch konsequent durchgezogen werden.

    Und das darf nicht nur jetzt so sein, sondern auch in der Zukunft, wenn die Öffentlichkeit nichts von ähnlichen Vorfällen erfährt.

    Und bei allen Vereinen, nicht nur bei dem.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 Timm 91Anonym
  • 23.03.2012, 12:36h
  • Die Geldstrafen sollten noch viel höher sein, damit in Zukunft wirklich jede Art von Faschismus im Fußball wirkungsvoll verhindert wird - egal ob es um Fremdenhass, Homohass oder sonstwas geht.
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#4 AnnaAnonym
  • 23.03.2012, 12:50h

  • Da lob ich mor den damenfussball, der ist zum glück alles andere als homofeindlich ;-)
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#5 MarekAnonym
  • 23.03.2012, 14:03h
  • Die Konsequenzen sind noch viel zu wenig und würden nichts wirklich ändern.

    Würde man einführen, dass Spiele, wo sowas gesehen wird oder wo faschistische Sprüche gebrüllt werden, sofort abgebrochen werden, wäre Faschismus im Fußball innerhalb kürzester Zeit beendet.
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#6 PierreAnonym
  • 23.03.2012, 16:32h
  • Der Fußball ist und bleibt ein Problemkind bezüglich der Akzeptanz von Schwulen.
    Wer würde da einem schwulen (oder bi-sexuellen)Spieler ernsthaft raten, sich zu outen.
    Als Solo-Nummer wäre das geradezu Selbstmord.
    Diejenigen, die diese Forderung gebetsmühlenartige wiederholen, sind ja dann nicht dabei, wenn sie den Betroffenen fertig machen.
    Die Zeit ist noch nicht reif.
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#7 MarcAnonym
  • 23.03.2012, 17:30h
  • Antwort auf #6 von Pierre
  • Doch die Zeit wäre reif. Wenn sich mehrere schwule Spieler vieler Vereine zusammentäten und sich gemeinsam outen würden.

    Damit würden sie unsterblich werden und in die Geschichte eingehen. Damit wären sie nicht nur echte Vorbilder, die wirklich was bewegen sondern würden dann auch merken, wie viel glücklicher sie danach sind. Denn was man vorher mit Selbstverleugnung und Versteckspiel verpasst hat und sich selbst angetan hat, merkt man immer erst nachher.
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#8 SpätOuterAnonym
  • 23.03.2012, 18:15h
  • Diese Transparente zeigen nur wieder, wie viele "uns" verachten und mit uns nichts zu tun haben wollen. Wundert mich also nicht das solche Transparente gezeigt werden. Warum auch ?
    Solange es selbt unter den Schwulen Leute gibt die meinen was besseres zu sein als andere, solange braucht man sich auch nicht zu wundern das der Faschismus weiterhin blüht...
    Strafe ist okay, aber es müsste auch von Staatlicher-Seite Sanktionen geben.
    Unser derzeitiges Anitdiskriminurngsgesetz (AGG) ist ja jedenfalls wohl nur eine farce und ein schlechter witz und einen Scheißdrek wert !
    Erst wenn WIR vereinnt mit ALLEN Sexuellen-Minderheiten kämpfen, dann kann man was erreichen, denn mit vereinten Kräften stehen wir stärker da und können den Faschos paroli bieten. Solange WIR uns aber lieber mit anderen Kloppen, oder noch schlimmer gar auf andere Einschlagen, nur weil sie anders sind, solange schwächen wir uns letztenendes selbst.... Also weg mit den Vorurteilen, offen sein, differenziert denken und Vereinte-Front gegen Faschismus machen, denn "Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen".
    Wer also diesen Satz wirklich ernst meint sollte
    also nicht gleich Pauschal auf andere Gruppen einschlagen sondern immer begreifen das es bei allen Menschen immer 2 Seiten der Medaillie gibt. Wer das nämlich nicht tut meint es gar nicht wirklich ernst, mit dem Antifaschismus...
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#9 MalteAnonym
  • 24.03.2012, 10:38h
  • Erst wenn es richtig ans Geld geht, ändert sich was.

    Das zeigt sich leider immer wieder.
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#10 MigoAnonym
  • 24.03.2012, 16:20h
  • Antwort auf #6 von Pierre
  • Die Zeit ist immer reif.

    Denn für Menschenrechte und Liebe gibt es keine unreife Zeit.

    Erst nach einem Outing wird einem klar, was man vorher alles verpasst hat und wie unfrei man gelebt hat. Dieses Gefühl der Freiheit und des grenzenlosen Glücks kann einem niemand nehmen - auch nicht ein paar homophobe Deppen.

    Würden sich Fußballer outen, würden sie höchstens bereuen, es nicht schon eher getan zu haben.

    Farbige Fußballer sind es gewohnt, dass einige Faschos sie runtermachen. Aber sie wissen die Mehrheit der vernünftigen Fans auf ihrer Seite.

    Wieso haben schwule Spieler nicht denselben Mumm? Auch sie hätten Millionen Fans auf ihrer Seite. Und wären echte Vorbilder.

    Wer sich versteckt und selbst verleugnet ist kein Vorbild. Aber wer offen zu sich selbst und zu anderen steht, ist ein wahres Vorbild. Im Sport, aber auch anderswo!
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