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Gegner der Homo-Ehe 2010 im Parlament, als eine Öffnung der Ehe debattiert wurde. Das Familienlogo kam auch in diesem Jahr zum Einsatz

In Slowenien ist bei einer Volksabstimmung am Sonntag das Inkrafttreten eines liberalen Familiengesetzbuches abgelehnt worden, das das bisherige Familienrecht aus dem Jahr 1976 modernisiert hätte. Unter anderem hätte es schwulen und lesbischen Paaren mehr Rechte gebracht.

Das Referendum der von der Katholischen Kirche unterstützten "Slowenischen Zivilinitiative für die Familie und Kinderrechte" erhielt rund 55 Prozent Ja-Stimmen, die Beteiligung lag bei mageren 30 Prozent. In früheren Umfragen vor der Abstimmung hatte es in der Gesamtbevölkerung noch eine Mehrheit für das Gesetz gegeben.

Das im Juni 2011 von der Mitte-Links-Regierung verabschiedete Gesetz hatte vor allem Verbesserungen für die 2006 eingeführten eingetragenen Partnerschaften vorgesehen - diese wären, inklusive einem Recht auf Stiefkindadoptionen, der Ehe nahezu gleichgestellt worden. Die Familie sollte als "eine Lebensgemeinschaft von Kindern mit einem oder beiden Eltern oder einem anderen Erwachsenen" definiert werden - eine Neudefinition ohne die Begriffe Vater und Mutter.

Gegner forderten "Recht auf einen Vater und eine Mutter"

Der Vorsitzende der Bürgerinitiative hatte vorab erklärt, dass der Volksentscheid "die Rechte von Kindern auf einen Vater und eine Mutter" sichern solle. Nach dem Referendum zeigte er sich erleichtert, dass "die grundsätzlichen Werte erhalten bleiben". Die Bürger hätten gezeigt, "dass sie Mutterschaft und Vaterschaft respektieren und nicht wollen, dass ihre Kinder in der Schule unterrichtet werden, wie sie zu Homosexuellen werden." Mit der Ablehnung des Gesetzes treten auch Verbesserungen für Kinder nicht in Kraft, so bleibt es weiterhin erlaubt, diese zu schlagen.

Das Referendum bindet den Gesetzgeber nicht ewig, ein Jahr nach der Abstimmung kann er einen Neuanlauf für ein entsprechendes Gesetz starten. Die neue Mitte-Rechts-Regierung hatte sich allerdings offiziell aus dem Referendum herausgehalten, die größte Regierungspartei von Premier Janez Jansa und weitere konservative Parteien waren gegen das Gesetz, während liberale Kleinparteien dafür waren. (nb)



#1 carolo
  • 26.03.2012, 16:00h
  • ...und immer schön rein in die EU mit diesen ganzen Vatikan-Kolonien auf dem Balkan.
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#2 gatopardo
  • 26.03.2012, 16:16h
  • Und da stelle man sich mal vor, dass Slowenien noch zu den liberalsten Ländern der ehemaligen Donaumonarchie gehört. Man mag gar nicht daran denken, wie es dann auf dem nahen Balkan und den osteuropäischen Ländern aussieht.
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#3 WirZwei
#4 kolonialwaren*Anonym
#5 alexander
  • 26.03.2012, 17:12h
  • es ist doch immer wieder der katholiban der mit seiner teuflischen hetze verbesserungen für die gesellschaft zu verhindern sucht !

    und es klappt immer wieder mit den alten tricks !
    da wird mal kurz mit dem fegefeuer von der kanzel gedroht, der "gläubige" zu solchen abstimmungen gepeitscht und schon geht alles im "kath.sinne über die bühne !!!

    denn "leider nimmt der normalbürger solche abstimmungen nicht ernst genug und geht hin !!!"
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#6 goddamn liberalAnonym
  • 26.03.2012, 17:33h
  • Antwort auf #4 von kolonialwaren*
  • Die Grünen...

    Wann darf da mal einer von der Giordano-Bruno-Stiftung teilnehmen?

    Der Fisch stinkt vom Kopf. Und das ist hierzulande ein klerikaler Wasser-Kopf. Ein 'ökumenischer' Doppelkopf. Liberaler, als zumindest die Evangelen wollen, geht's nicht...

    Während sich das rheinische Provinzstädtchen Königswinter von der katholischen Kirche als Träger seines - von städt. Steuern seit jeher zu 100% bezahlten - Kindergartens trennt, feiert die politische 'Elite' eine klerikale Opium-Orgie nach der anderen...
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#7 BurgerBerlinProfil
  • 26.03.2012, 19:10hBerlin
  • Vielleicht wird so manchem Freund einer "Volksabstimmung" klar, wie gefährlich so etwas sein kann.

    Viele glauben ja an die Vernunft des "gemeinen Volkes" aber dies kann auch ein schwerer Irrtum sein und bei "Anonymen" Abstimmungen kann man es den Minderheiten mal so richtig zeigen.
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#8 SebiAnonym
  • 26.03.2012, 19:18h
  • "Das Referendum der von der Katholischen Kirche unterstützten "Slowenischen Zivilinitiative für die Familie und Kinderrechte" erhielt rund 55 Prozent Ja-Stimmen"

    Und immer wieder hat die katholische Kirche ihre Finger mit im Spiel.

    Die Menschen werden erst dann alle in Frieden miteinander leben können, wenn diese Fascho-Sekte verschwunden ist.

    Und die EU sieht wieder mal zu, wie die katholische Kirche dafür sorgt, dass in einem Mitgliedsland munter diskriminiert wird und man sich über demokratische Grundprinzipien hinwegsetzt.

    Das ist genau das, was die katholische Kirche will: ihre eigene Hass-Haltung über demokratische Prinzipien wie den Gleichheitsgrundsatz stellen.
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#9 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 26.03.2012, 19:56h
  • Ich bin über das Ergebnis maßlos enttäuscht! Eine erschreckend niedrige Wahlbeteiligung von um die 30 Prozent und vor allem die Stimmungsmache der Katholischen Kirche gegen die Gesetzesreform hat dem Ganzen den Rest gegeben! Es ist ein herber Rückschlag für die slowenische LGBT-Community!
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#10 AlsterRadlerFuhrAnonym
  • 26.03.2012, 19:58h
  • Das zeigt nur wie gefährlich Volksentscheide sind, (diehe auch älterer Artikel)

    www.queer.de/detail.php?article_id=15886

    das sagt mir auch das solche Entscheide und Demokratie einfach Scheiße sind, denn wenn die Mehrheit will das wir nicht die gelcihenrechte bekommen, wenn die Mehrheit will das wir verhaftet oder noch schlimmer vergast werden sollen usw, dann wird das dann ja auch umgesetzt, denn was die Mehreit will ist ja in Orndung... DAS ist Demokratie ! Willkommen darin ! Demokratie/Volksentscheid sowas nennt man auch Mehrheitsbeschluß.. Wird ja immer als so toll angesehen in den Demokratischen Ländern... Früher war z.b die Mehreit des Deutschen Volkes für Hitler und seine Fascho-Politik und siehe, kaum war Hitler an der Macht ging es den Juden, Schwulen, Sinti, Roma, behinderten und und und, dank der mehrheit des Volkes schlecht.... Wer also Demokratie will, will gefährliche Unsicherheit... Denn auch Heute weht der Geist des Faschismus unverblühmt in den Köpfen der Menschen. Glaubt ihr nicht ? Dann Disksutiert mal über Sexuelstraftäter, dann merkt man ganz schnell den Faschistoiden wind, der immer wieder weht... Das was also uns Schwule trifft, ist nur das logische Resultat von dem ganz alltäglichen Faschismus, den auch unsereins durchaus in sich hat, fragt sich nur zu welchen Thema.... Darüber sollte man mal durchaus nachdenken... Gibt schließlich solche Arthase und so, die Listen für Sexualstraftäter fodern, und dann auch noch begeistert von den Piraten sind...
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