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Aktivisten aus Albanien warten mit Spannung auf ihren ersten CSD

Zum Internationalen Tag gegen Homophobie wird es 2012 in Albanien den ersten CSD in der Geschichte des Landes geben: "Der 17. Mai wird ein besonderer Tag - die Regenbogenflagge wird zum ersten Mal in [der Hauptstadt] Tirana gehisst", so Altin Hazizaj von der Homo-Gruppe Pink Embassy.

Laut den Plänen, am Freitag vorgestellt, soll die Flagge auch an einen Regierungsvertreter übergeben werden und dann möglichst offiziell ausgehangen werden. Daraus wird allerdings möglicherweise nichts: Der stellvertretende Verteidigungsminister Ekrem Spahiu sagte gegenüber den Medien, Schwule und Lesben sollten bei einem Gay Pride mit "Schlagstöcken geschlagen" werden.

Pink Embassy will den Minister, der einer monarchistischen Partei angehört und in den Neunzigern wegen Anführerschaft eines Putschversuches und der bewaffneten Beteiligung daran veruteilt wurde, deswegen vor Gericht bringen - in Albanien gilt seit 2010 ein Antidiskriminierungsgesetz, das auch Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung verbietet.

Protest kommt auch von den Glaubensgemeinschaften. Ein Vertreter der Katholischen Kirche sagte etwa, Homosexualität sei "gegen die Naturgesetze und die Moral der Gesellschaft". "Solche öffentlichen Demonstrationen sind ein Missbrauch der Menschenrechte und Freiheiten und stellen eine Gefahr für die Moral und Tradition der albanischen Familie dar", äußerte ein Sprecher der muslimischen Gemeinde.

КиевПрайд2012


Schallwellen in Regenbogenfarben: Wir man in der Ukraine die Signale hören?

Derweil haben Homo-Aktivisten in Kiew bei der Stadt ihren ersten CSD beantragt, der am 20. Mai stattfinden soll. Die Demonstration von erhofften bis zu 500 Teilnehmern soll unter dem Motto "Würde, Gleichheit, Vielfalt" stehen. Ein Rahmenprogramm aus Kulturveranstaltungen und Diskussionen rundet das Programm ab.

Die Organisatoren hoffen, dass sich die Behörden kurz vor der Fußballeuropameisterschaft liberal zeigen und die Veranstaltung direkt erlauben. Zugleich warnen sie Besucher, nach der Erfahrung in anderen Ostblock-Staaten müsse man sich auf eventuell gewalttätige Gegenproteste einstellen.

Virtueller Hass gegen CSD in Split


CSD 2011 in Split: Die Polizei tut sich schwer, die Teilnehmer zu schützen

Über gewalttätige Gegenproteste sind auch die Organisatoren des CSD in Split besorgt. Bereits im letzten Jahr standen in der kroatischen Hafenstadt 300 Teilnehmer über 1.000 Gegendemonstranten gegenüber, die Sprüche wie "Tötet die Schwulen" skandierten und den CSD-Zug mit Flaschen, Steinen und anderen Gegenständen bewarfen. Mindestens fünf Personen wurden verletz, mehr als 100 Hooligans vorläufig festgenommen (queer.de berichtete).

Nun geht die Sorge um, die Gewalt könnte sich wiederholen. Am 17. Mai war eine Facebookgruppe gegründet worden, ihr Titel: "Blut wird in den Straßen von Split fließen, es wird keine Gay-Parade geben". Bis zu ihrer Schließung in der letzten Woche waren über 400 Personen der Gruppe beigetreten, berichtet B92.

Der für den 9. Juni geplante CSD sei eine Manifestation, mit der Kinder vergiftet würden, hieß es demnach auf der Seite. Kommentatoren versprachen ein "Gay Bashing" und nutzten andere Gewaltandrohungen. Nun ermittelt die Polizei. (nb)



Eingetragene Partnerschaften in Albanien?

In Albanien wird auf Initiative des Europarates über die Einführung von eingetragenen Partnerschaften und die Verbesserung der Situation von Transgendern debattiert.
Albanien will Ehe öffnen

Die Regierung von Albanien hat angekündigt, einen Gesetzentwurf zur Öffnung der Ehe ins Parlament einzubringen.
#1 alexander
  • 26.03.2012, 17:43h
  • nach den vorkommnissen der letzten jahre, in den ehemaligen ostblockstaaten, kann man sich des eindruckes nicht erwehren, dass in den betroffenen ländern diese homophobe randale erwünscht ist und auch noch gefördert wird !!!

    die politiker brauchen die unterstützung der kirchen, also tanzen sie nach deren pfeife ! der kirche kommt das gerade recht, um ihre schäfchen dahingehend zu manipulieren, dass der "homoteufel" ausgetrieben werden muss, (haben wir, die kirche, doch immer so gemacht!!!).
    also ist die suppe schon mal angekocht, dazu der grosse anteil von jugendlichen, die auf randale aus sind (ist ja sonst nix los!) und da man auch noch rückendeckung hat ist das gemeinsame feindbild fertig und der hemmungslosen gewalt tür und tor geöffnet !!!

    dnach kommen dann als erstes die kirchenvertreter die behaupten, man hätte es ja vorausgesagt, dass das volk sich nicht für homos "missbrauchen lasse und diese rigoros ablehne" !!!
    und der mob klopft sich auf die schultern, in der gewissheit, mal wieder für die gerechtigkeit "gekämpft zu haben"!!!
    siehe da es funktioniert und alle sind zufrieden !!!
    solange den regierungsveratwortlichen nicht klargemacht wird, dass sie gefälligst in der lage sein müssen, in ihren, mehr als überschaubaren
    "operettenstaaten", "ihre bürger" zu schützen, auch wenn es nur schwule sind, wird sich nichts ändern, denn das feindbild wird für den, von den kirchen unterstützten machterhalt benötigt !

    rettung kann erst kommen, wenn wir das feindbild umdrehen und die pfaffen und popen, als säue, durch die dörfer getrieben werden !
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#2 SebiAnonym
  • 26.03.2012, 19:21h
  • "ein Vertreter der Katholischen Kirche sagte etwa, Homosexualität sei "gegen die Naturgesetze und die Moral der Gesellschaft" "

    Die katholische Kirche hat ja auch so viel Ahnung von Naturgesetzen und Moral. Wenn es nach denen ging, würden die Menschen immer noch glauben, wie Welt sei eine Scheibe.

    Und hätte die Presse das nicht enthüllt, würden immer noch munter Kinder missbraucht. (nicht, dass das aufgehört hätte)

    Immer wieder die Kirche, die Hass und Schrecken verbreitet und sich über demokratische Prinzipien wie den Gleichheitsgrundsatz hinwegsetzt.

    Wann wird diese totalitäre, menschenverachtende Hass-Sekte endlich verboten?!
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 26.03.2012, 20:03h
  • Daß die Katholiche Kirche gegen den CSD in Tirana etwas zu stänkern hat, ist allgemein bekannt, aber "Pink Embassy" sollte sich nicht davon abbringen lassen! Die Aussage des Verteidigungsministers ist der Gipfel der Geschmacklosigkeit und hoffentlich wird er dafür hart bestraft!
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#4 Juvi1Profil
  • 26.03.2012, 20:13hMünchen
  • Also ich bin selbst Albaner, zwar aus Kosovo aber trozdem, diese Leute, egal woher, die Sagen das sowas gegen die Moral ist aber Pfarrer weiter Pfarrer sein lassen auch nachdem sie Kinder vergewaltigen und jemand/mehrere diskriminieren nur wegen einer sache die sie nicht kennen ist mir das nur peinlich, bin entsetzt und solche Moslems und Christen wundern sich dass es Atheisten gibt!
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#5 paren57Ehemaliges Profil
  • 26.03.2012, 21:45h
  • Antwort auf #4 von Juvi1
  • Auch Kirchenvertreter können wegen Volksverhetzung verklagt werden. Auch wenn das noch ein langer Weg ist, irgendwann müssen diese Angriffe gegen die Würde von Schwulen und Lesben genauso geahndet werden, wie das Leugnen des Holocausts oder die Aufstachelung zum Rassenhass. Und dann auch entsprechende Einreiseverbote verhängt werden. Im Moment noch Utopie, das weiß ich. Deswegen muss mit kleinen Schritten bei uns im Lande und vor dem Europäischen Gerichtshof angefangen werden. Und die Politik muss unter ständigem Rechtfertigungsdruck gesetzt werden. In NRW ist Wahlkampf. Eine gute Gelegenheit, unsere politische Klasse zu stellen. Auch wer in Hinterzimmern ausweichend antwortet, sollte damit rechnen müssen, dass seine Haltung öffentlich gemacht wird.
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#6 ToniAnonym
  • 26.03.2012, 22:06h
  • Antwort auf #4 von Juvi1
  • Da hast du recht. Ich bin ebenfalls ein in Deutschland geborener mit albanischen Wurzeln. Es ist denen nun mal sehr schwer zu verklickern, dass auch Schwulsein ganz natürlich ist. Wer schon die erwiesene Evolutionstheorie ablehnt, ist nicht mehr ganz frisch da oben. Jedoch ist man da in Albanien weiter, als im Kosovo ... Wo übrigens meiner Eltern her abstammen.

    Auf ein homofreundliches Albanien ...
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#7 userer
  • 27.03.2012, 03:39h
  • KROATIEN
    EU-Mitgliedschaft Beginn: 1. Juli 2013!
    Religionszugehörigkeit: 87,8 % römisch-katholisch!
    "Tötet die Schwulen", "Blut wird ... fließen", "gay bashing".

    Die Saat des Hasses und der Verachtung von Ratzinger geht auf. - Wer braucht Scheiterhaufen, wenn er die Massen mobilisieren kann?
    Die EU verkommt zum Wirtschaftsklub und hält's Maul.

    Es ist höchste Zeit, dass LGBT offensiv, vielleicht sogar aggressiv wird und aufhört, nur lieb bitte, bitte zu sagen.
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#8 RobinAnonym
  • 27.03.2012, 13:22h
  • Wie kann man als Demokrat und als gebildeter Mensch noch Mitglied der katholischen Sekte sein?

    Das sind die größten Kriminellen des Planeten, aber machen das sehr geschickt und erlauben sich dann auch noch ein moralisches Urteil über andere.

    Die wollen wohl nur von ihren eigenen Machenschaften ablenken...

    Und dass die EU solche Gottesstaaten aufnimmt und auch noch weitere aufnehmen will, wird ihr letztendlich das Genick brechen. Mit allen dramatischen Folgen, die das für Europa hat.
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#9 hostieAnonym
  • 27.03.2012, 13:48h
  • Antwort auf #8 von Robin
  • Wie?

    Es lebt sich besser, wenn man als Demokrat und gebildeter Mensch vom Urteil des Bundesverfassungsgericht hört, dass Hartz IV menschenunwürdig sei und der Reichstag zu Berlin beschließt, dass es pro Tag 16 Cents mehr gibt, zusätzlich zu Gottes Hilfe und päpstlichem Segen (vor Ort)!

    Angeblich soll sich in der Mitte des Kultmetalls des Schamanen, zwischen zwei weißen Backwerken, der Chip mit den Daten der Banken befinden, zu denen abgepresste Zinsen und Zinseszinsen der Staatsbürger fließen.

    www.medjugorje.de/files/images/Kirche/Papst/Papst_Monstranz.
    jpg


    So katholisch (Leib und Blut) sind dann aber auch demokratische Evangelen oder gebildete Säkulare, wenn sie 'glauben', dass sich auch sublimierte Formen der Menschenfressrei auf Lebensdauer rechnen.
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#10 SebiAnonym
  • 27.03.2012, 17:19h
  • Antwort auf #9 von hostie
  • Tja, die katholische Kirche lebt in Luxus, trägt Samt und Seide, lebt mit Gold, Diamanten und Perlen. Die füllen sich die Bäuche und wissen nicht wohin mit dem Geld.

    Und gleichzeitig betteln die für Geld, kassieren Steuergelder und lassen sich Bischofsgehälter von Steuergeldern zahlen.

    Und wenn dieser degenerierte Verein Kinder missbraucht und das jahrzehntelang vertuscht, wagen die es noch, das Wort Moral in den Mund zu nehmen.
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