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Zu den Gay Games in Köln kamen im Sommer rund 10.000 Sportler aus aller Welt. (Bild: Norbert Blech)

Kommen die Gay Games nach 2010 in Köln acht Jahre später wieder nach Deutschland? Zumindest plant die bayrische Landeshauptstadt München eine Bewerbung für die Homo-Spiele 2018.

In der letzten Woche habe man "ein sehr positives Feedback zu der Idee von vielen 'Community'-Vereinen und Einzelpersonen bekommen", sagt Beppo Brem vom LGBT-Sportverein Team München. Inzwischen habe auch die Stadtspitze und der Ältestenrat zugesagt.

Der Etat der Spiele soll hauptsächlich aus Teilnahmegebühren finanziert werden, die Stadt will Medienberichten zufolge 250.000 Euro auf fünf Jahre verteilt beitragen. Die SPD-Bürgermeisterin Christine Strobl sagte der "tz": "Die Spiele wären ein tolles Aushängeschild für die Weltoffenheit und Toleranz der Stadt."

Gay Games und Outgames sollen zusammengelegt werden

Eine Bedingung soll es allerdings geben: "Wir bewerben uns nur, wenn sich FGG (Federation of Gay Games) und GLISA (Gay Lesbian International Sports Association) wirklich einig werden und es endlich wieder gemeinsame Spiele geben wird", so Brem. Nach einer Abspaltung im Jahr 2006 gibt es derzeit zwei getrennte Veranstaltungen, neben den Gay Games (das nächste Mal 2014 in Cleveland) die kleineren Outgames (2013 in Antwerpen).

München war 2004 bereits Gastgeber der Eurogames, damals kamen rund 5.500 Sportler und sollen der Stadt Einnahmen von 30 Millionen Euro gebracht haben. Zu den Gay Games, der größten LGBT-Sportveranstaltung der Welt, werden mehr als 10.000 Besucher erwartet. Die Gay Games in Köln vor zwei Jahren waren ein großer Erfolg für die lokale Szene, die internationalen Sportlern auch dank der internationalen Partyatmosphäre jeden Abend rund um die Kettengasse für immer in guter Erinnerung bleiben wird. Sie waren allerdings auch ein finanzieller Misserfolg: Die Betreiber mussten später Insolvenz anmelden (queer.de berichtete).

Die Entscheidung über die Vergabe für die Spiele 2018 soll im Herbst 2013 fallen. Für die diese Gay Games bewerben sich derzeit Brasilien, ohne bislang eine Stadt benannt zu haben, sowie London, Paris und Orlando. Frühere Gay Games fanden in San Francisco, Vancouver, New York, Amsterdam, Sydney und Chicago statt, über eine Ausrichtung der Outgames durften sich bislang Montreal und Kopenhagen freuen. (nb)



#1 MalteAnonym
  • 28.03.2012, 08:54h
  • "Die Spiele wären ein tolles Aushängeschild für die Weltoffenheit und Toleranz der Stadt."

    Wo ist München denn bitteschön weltoffen und tolerant?

    Klar, für bayerische Verhältnisse ist München der Einäugige unter den Blinen, aber das will doch wohl niemand mit z.B. Köln oder Berlin vergleichen.

    Das Geld von uns Schwulen haben immer alle gerne. Auch die, die uns sonst nicht sehen können.

    Ich bin strikt gegen Gay Games in Bayern. Wo wir Menschen 2. Klasse sind, sollte auch unser Geld nicht hinfließen.

    Und ganz schlimm wird es, wenn dann auch mal Athleten und Gäste aus München raus wollen oder müssen und in tiefster bayerischer Provinz landen.
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#2 maaaaartinAnonym
  • 28.03.2012, 09:30h
  • Antwort auf #1 von Malte
  • stimmt, am ende landen die noch in regen an die tschechische grenze, dort wurde grade erst ein offen schwuler vom homophoben niederbayrischen mob mit knapp 60% zum landrat gewählt....
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#3 Sheepy_HollowProfil
  • 28.03.2012, 09:59hMünchen
  • Bayern ist sicher nicht so schwulenfeindlich, wie viele andere Bundesländer. Das eigentliche Problem ist, dass viele Provinzler noch nicht konkret mit Homosexualität in Berührung gekommen sind. Bayern leben nämlich oft nach dem Motto: "Das kenn ma ned, des woin ma ned."

    Man kann aber durchaus positiv überrascht werden, wie offen bayerische Mitbürger werden können. Ein Versuch ist es allemal wert, denn meiner Meinung nach ist Bayern es wert =)

    Sheepy_Hollow
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#4 Joschi
  • 28.03.2012, 10:33h
  • Grundsätzlich sollte man das ganze erst mal positiv sehen. Durch diese Veranstaltung wirkt man der Homophobie entgegen. Der ein oder andere Bayer wird dann wohl auch ein wenig offener mit dem Thema Homosexualität umgehen.

    Verständlich aus Sicht der Schwulen und Lesben ist natürlich, dass man sein sauer verdientes Geld nicht in einer negativ gestimmten Atmosphäre investieren möchte. Zurückblicken was bisher geschehen ist - vorausschauen was positives kommen kann. Unsere Gesellschaft ist schon wesentlich offener im Gegensatz zu Beginn der 80ziger und 90ziger Jahre.

    Homophobie wird es immer geben. Wir können jedoch durch unser Verhalten positive Akzente setzen. Gleichberechtigung und Gleichbehandlung gibt es eben nicht zum Nulltarif. Auch wir sind aufgefordert unseren Beitrag zu leisten.

    In diesem Sinne Viel Glück bei der Umsetzung der Veranstaltung.
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#5 JadugharProfil
  • 28.03.2012, 11:50hHamburg
  • Antwort auf #1 von Malte
  • Ich war in den neunziger Jahren sehr überrascht, wie tolerant die ländliche Umgebung Münchens war. Ich war mit einen Inder dort unterwegs und wir wurden sehr freundlich und zuvorkommend behandelt. Die Schwulen auf dem Lande sprachen uns sogar direkt an und luden uns ein! Ich selbst sehe wie ein Inder aus und ich denke nicht, daß die ländliche Bevölkerung um München uns nur als touristische Geldeinnahmequelle betrachteten, die man freundlich zu behandeln hat, egal wie sie aussehen und sind!

    Ganz im Gegensatz ist Hamburg!
    Die doch so weltoffene Stadt, ist in Wirklichkeit fremden- und schwulenfeindlich. Sie sind freundlich ins Gesicht und wischen dir dann hinterrücks was Böses aus! Ich wurde mehrmals verleumdet und geschädigt wegen meiner Fremd- und Andersartigkeit. Sich geoutete Homosexuelle hatten unmittelbar danach ihre Arbeit mit fadenscheinigen Begründungen verloren! In Hamburg wird man in den Straßen kaum Schwule oder Lesben erkennen, außer man befindet sich in einer Straße, nämlich der "Langen Reihe" oder bei einer CSD-Veranstaltung, wo viele Homosexuelle aus ganz Deutschland dort sich einfinden!

    Anders ist es in München - dort sind sie eine alltägliche Erscheinung, weil Homosexuelle sich offen dort zeigen! Ich denke, genau das führt dort vielleicht zur Toleranz oder Duldung! Die Münchner scheinen viel selbstkritischer zu sein, als das selbstverliebte Hamburg, die sich als Nabel der Welt betrachten!
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#6 MazupilamiProfil
  • 28.03.2012, 11:52hBZ
  • So ein Blödsinn, "Extrawurst!, Extrawurst!" Gay-Games-Müll. das Differenziert die Leute und schürt Hass bei andersdenkenden, man sollte dafür sorgen das Homosexuelle im normalen Sport auch normal behandelt werden, nicht mehr und nicht weniger. Hier gehts doch nur ums Geld und Werbung und um nichts anderes!
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#7 alexMucEhemaliges Profil
  • 28.03.2012, 11:52h
  • Antwort auf #1 von Malte
  • Wo warst denn Du da in Bayern auf dem Land ? Wir fühlen uns beim Klettern und Wandern, mit unserem schwulen Outdoor-Club, sauwohl. Uns hat auch noch niemand belästigt. Im Gegenteil, es gibt jede Menge Spaß mit den Leuten. Ich bin zwar nur ein Zuagroaster, aber ich will hier nie wieder weg. Die Lebensqualität von München, falls man das nötige Kleingeld hat, würde ich woanders vermissen. Ausserdem, der Leute und der Landschaft wegen. Und es gibt alle Sportstätten bereits, wenn auch im Oly zur Zeit Asphalt statt Rasen ist. Zu den Eurogames hatte ich auch 2 Zimmer vermietet. An Schwimmer aus Schweden. Den Sling hatte ich, auf bitten der Zimmervermittlung, vorher entfernt.
    Also prinzipiell bin ich, egal wo und egal welcher Anlaß, für Boykotte. Das ist immer falsch, weil es immer die Falschen trifft.
    Bist Du nicht derjenige, der den ESC vor dem eigenen Fernseher? Das hat doch mal jemand geschrieben, vor ein paar Tagen. Danke, wir haben uns köstlich amüsiert.
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#8 jochenProfil
  • 28.03.2012, 13:00hmünchen
  • Ich würde mich freuen, wenn die Gay Games nach München kämen.
    Die Eurogames 2004 waren toll. Es war damals dort eine sehr schöne und entspannte Atmosphäre.

    So sehr ich das Schrille und "Anderslebende" bei den Schwulen schätze und liebe, finde ich es aber auch schön, wenn Homosexuelle einen weiteren Aspekt - den Sport - als Überschrift ihrer Treffen wählen.

    Die Stadt München ist eine meist sehr liberale und auch homofreundliche Stadt geworden.
    Einen grossen Anteil (neben der "Rosa Liste" ) daran hat sicher auch der langjährig amtierende Oberbürgermeister Christian Ude der engagiert Politik dafür macht, dass die Bürger gleichbehandelt werden.

    Er läuft schon seit Anfang der 90iger Jahre als erster OB in Deutschland (mit Ehefrau oder alleine) an der Spitze des CSD mit. Damals galten Schwule und Lesben noch als Schmuddelkindern der Politik.
    Er hat damals schon die Schirmherrschaft über den CSD übernommen und hält sehr gute Reden am CSD.
    Die Stadt München öffnet an den beiden CSD-Tagen ihr Rathaus für die CSD-Feierlichkeiten.
    Er begrüsst den MLC (Lederclub) und besucht deren "Balkon" auf dem Oktoberfest.
    ...u.v.m..

    Das Müncher Touristik-Büro hat erst kürzliclh wieder eine Offensive gestartet um weltweit für mehr Homo-Touristen zu werben.
    Das selbe Büro hat die Münchner aufgefordert doch wieder mehr nackt zu baden im Englischen Garten. - Kein Witz! - Denn nackt baden im Englischen Garten galt seit den 70ger Jahren als eine Touristenattraktion für ausländische Besucher.
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#9 marekAnonym
  • 28.03.2012, 14:39h
  • Antwort auf #8 von jochen
  • "Das selbe Büro hat die Münchner aufgefordert doch wieder mehr nackt zu baden im Englischen Garten. - Kein Witz! - Denn nackt baden im Englischen Garten galt seit den 70ger Jahren als eine Touristenattraktion für ausländische Besucher."

    Wie jetzt? Ist das nicht mehr üblich?

    Ich war das letzte mal als Kind mit meinen Eltern in München und da gab es das noch.
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#10 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 28.03.2012, 16:40h
  • Wäre wünschenswert, nachdem es nämlich leider mit den Olympischen Winterspielen für 2018 nicht geklappt hat!
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