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Mladen Obradović ist Theologiestudent und Anführer von "Obraz"

Ein Belgrader Gericht hat am Dienstag den Anführer einer rechtsextremen Bewegung zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, weil er zu Hass und Gewalt gegenüber Schwulen und Lesben aufgerufen hatte. Mladen Obradović, Anführer von "Obraz", kann dagegen Berufung einlegen.

Im Vorfeld des geplanten CSD 2009 in Belgrad hatte der 31-Jährige Medien gegenüber hasserfüllte Aussagen gemacht, urteilte das Gericht. Auch sei er für im Stadtzentrum aufgetauchte Grafittis verantwortlich gewesen, darunter "Tod den Schwuchteln" und "Blut wird fließen, es wird keinen Gay Pride in Belgrad geben".

Der Richter sagte Medienberichten zufolge, die Aussagen seien Obradović zuzuschreiben. Sie hätten bei den Betroffenen "zu Angst und dem Gefühl der Verletzbarkeit" geführt und Obradović habe sich nie davon distanziert. Daher sei eine Gefängnisstrafe unausweichlich. Laut Verteidigung ist dies die erste verhängte Strafe wegen Volksverhetzung und Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung.


CSD in Belgrad 2010: Krawalle mit dem Segen der Kirche

Der CSD wurde damals nach den Drohungen aus Sicherheitsgründen abgesagt (queer.de berichtete). Als er ein Jahr später stattfand, kam es durch Gegner des Pride zu heftigen Straßenschlachten mit der Polizei (queer.de berichtete). Mehr als 120 Polizisten wurden verletzt, die Schäden in der Innenstadt gingen in Millionenhöhe. Wegen der Organisation dieser Krawalle war Obradović bereits im letzten Jahr zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden, hier steht derzeit ein Berufungsverfahren an.

Vor dem Gerichtsgebäude sprach Obradović von einem "politischen Prozess", der seine Bewegung nur stärken werde. Man werde auch in Zukunft gegen den CSD protestieren. Die "patriotische Bewegung Obraz" gilt als klerikalfaschistische Organisation, die eine serbisch-orthodoxe Monarchie einrichten will. Bereits ein Jahr nach der Gründung machte sie 2001 Schlagzeilen - mit Gewalt gegen den ersten und bis 2010 einzigen CSD in Belgrad. Auch zum Eurovision Song Contest 2008 in der Stadt schürte sie Stimmung gegen Homosexuelle.

Obraz soll die Unterstützung der serbisch-orthodoxen Kirche genießen - zumindest nehmen deren Vertreter kein Blatt vor den Mund, wenn es um Schwule und Lesben geht. Amfilohije Radović, der Metropolit von Montenegro und Erzbischof von Cetinje, hatte etwa den CSD in Belgrad als "Gestank und Gift" bezeichnet und dessen Teilnehmern die Schuld für die Gewalt gegeben (queer.de berichtete)

2011 war der CSD von der Polizei wieder aus Sicherheitsgründen abgesagt worden. Die Veranstalter reagierten mit einem kurzen Flashmob, sechs mutmaßliche Extremisten wurden festgenommen. Bei ihnen waren Skimasken und Baseballschläger gefunden worden (queer.de berichtete).



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 28.03.2012, 16:35h
  • Die Serbisch-Orthodoxe Kirche macht mit einem Extremisten in Sachen Homophobie gemeinsame Sache - einfach zum Kotzen!
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#2 PeteAnonym
  • 28.03.2012, 16:50h
  • Na, der sieht ja schon ganz schnuckelig aus.
    Im Knast wird der schnell neue Freunde finden :-)
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#3 goddamn liberalAnonym
#4 PierreAnonym
  • 28.03.2012, 21:18h
  • Für mich ist dieser Mladen Obradovic das beste Beispiel dafür, seine eigene Homosexualität zu bekämpfen, indem man im Rahmen der Relgion oder militanter Gruppen krampfhaft gegen Schwule angeht.
    Einem Heterosexuellen sind Schwule in der Regel gleichgültig.
    Dieses Verhalten lässt auf eine eigene (unterdrückte)Homosexualität schließen.
    Aber wehe, einer zieht ihm eines Tages den Pfropfen aus dem Ventil... der Junge wird dann losgehen wie "Schmitz' Katze".
    Er wird einer der "Schlimmsten" sein, der vom schwulen Sexleben nicht mehr genug kriegen kann.
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#5 najfrajerAnonym
#6 in da houseAnonym
  • 28.03.2012, 21:49h
  • Antwort auf #5 von najfrajer
  • "deflorišu u zatvoru"

    der zweite wort heißt gefängnis. in serbischen kommentaren regt man bezüglich des ersten wortes an, nicht nachtragend zu sein und eine internationale spendensammlung anzukurbeln: vaseline.
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#9 MarcAnonym
#10 WörterbuchAnonym