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Die Schmähungen und Angriffe gegen den schwulen DSDS-Kandidaten Kristof Hering, die bis zu Morddrohungen reichten, haben einem breiten Publikum vor Augen geführt, was Cybermobbing ganz konkret bedeuten kann. Personen, die in der Öffentlichkeit stehen, sind immer wieder Beleidigungen ausgesetzt, das Web ist ein neuer Weg, sie loszuwerden. Früher wurden Briefe geschrieben und Nachrichten auf dem Anrufbeantworter hinterlassen. Heute wird gemailt, getwittert, gepostet. Formieren sich die Beleidigungen Vieler in kurzer Zeit, entsteht ein sogenannter "Shitstorm".

In der taz erzählt der Grünen-Politiker Volker Beck, was bei ihm regelmäßig passiert: "Wenn ich die Pius-Bruderschaft kritisiere, ist das Postfach voller homophober Beschimpfungen. Wenn ich mich für die Entschädigung einer NS-Opfergruppe starkmache, sind antisemitische Mails die Reaktion. Und wenn ich mich für die rechtliche Anerkennung des Islam in Deutschland ausspreche, organisiert die islamophobe Webseite 'PI-News' einen Shitstorm".

In der öffentlichen Debatte wird oft die vermeintliche Anonymität des Netz für die Beschimpfungen verantwortlich gemacht. Beck ordnet das gegenüber der taz anders ein: "Verrückte jeder Façon können sich hier leichter organisieren. Aber mir ist nicht bekannt, dass Menschenfeindlichkeit durch das Internet zunimmt." Volker Beck hat ein Standardmittel gegen anonyme Hassmails. Er schickt den Song "Fuck You" von Lily Allen als Link.

Das Video bei Vimeo

Wöchentliche Umfrage

» Was tust Du, wenn Du im Internet gemobbt wirst?
    Ergebnis der Umfrage vom 2.4.2012 bis 9.4.2012


#1 CalebAnonym
  • 01.04.2012, 14:53h
  • Es trifft auch nicht nur Promis, siehe den Jugendlichen der für den Mord an einem Mädchen falsch verdächtigt wurde und darauf hin ganze Gruppen im Internet zur Lynchjustiz aufgerufen, sowie seine Identität offengelegt haben.
    Sowas kann Existenzen vernichten.
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#2 sylviafeeProfil
  • 01.04.2012, 21:34hBerlin
  • Davon können viele ein Lied singen können.
    Egal wie berühmt sie sind sind oder auch nicht. Es reicht, dass sie präsent und greifbar sind.
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#3 HarroAnonym
#4 MoritzAnonym
  • 02.04.2012, 09:43h
  • Volker Beck hat zwar recht, dass das Internet nicht für mehr Menschenfeindlichkeit sorgt. Aber wie er auch schon sagt, macht es die Organisation leichter und auch die Opfer leichter erreichbar.

    Es gehört schon mehr dazu, jemandem einen Brief zu schreiben oder anzurufen als mit einer Freemailer-Adresse Schwachsinn zu mailen. Und wenn jemand nicht gerade im Telefonbuch stand, waren Adresse und Telefonnummer eben auch nicht raus zu kriegen. Heutzutage reicht ja Google um Mailadressen, Seiten bei sozialen Netzwerken, etc. zu finden. Oder irgendwelche Faschos veröffentlichen sogar Listen von Schwulen, Gegnern, etc. mit Namen, Adressen, Telefonnummern, Autokennzeichen, Fotos, Angehörigen, etc. etc.

    Insofern hat das Internet schon eine ganz neue Qualität und Quantität des Mobbings verursacht. Und es gibt nicht umsonst ein eigenes Wort dafür: Cyber-Mobbing.

    Und ein 15-jähriger (und auch manche ältere) hat auch nicht die Coolness von Volker Beck und einfach so mit einem Video-Link zu antworten.
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#5 RogerAnonym
  • 02.04.2012, 10:34h
  • Antwort auf #4 von Moritz
  • Es dient aber auch als Ventil. Viellicht ist es besser, dass Hasser diese Möglichkeit haben, als wenn sie sich nicht Luft machen könnten. Es ist ja auch irgendwie wie sprechen. Man sollte nur genau aufpassen, wo ein "persönlicher" Shitstorm aufhört und fieses Cybermobbing anfängt. Ferner sollten wir das Bewusstsein dafür entwickeln, dass in den meisten Fällen die Hasser harmlos sind und tatenlos bleiben, das Bewusstsein dafür entwickeln, dass es zur Triebabfuhr dient und dass es einen nicht sehr tangieren sollte. Und bestimmt nicht jedesmal mit einem Link beantwortet werden muss;-)
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#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 02.04.2012, 23:39h
  • Ich kannte dieses Wort bisher nicht! Was aber mit Kristof Hering in den sozialen Netzwerken und auf einigen Forenseiten (z. B. DSDS-Forum auf RTL) so abgelassen wurde, hat mir die Sprache verschlagen und auch wütend gemacht! Da geben viele bereits ihr Gehirn ab (sofern sie eins haben), wenn sie sich in solche Foren und sozialen Netzwerke einloggen und ihren geistigen Durchfall preisgeben. Gut, daß es da den Button "Beitrag melden" gibt und gegen solchen Mist vorgegangen wird!
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#7 guteronkelAnonym
  • 05.04.2012, 23:17h
  • Homophobe Email von Cordula Drechsler an Volker Beck:

    Man sollte der ehrenwerten Frau Drechsler doch einmal helfen ihre Probleme zu lösen.
    Ich würde ihr vorschlagen, dass sie ein Stück Metallrohr ins Feuer legt bis es hellrot ist. Dann soll sie sich dieses in ihre Vagina stecken bis es dampft und raucht. Das wird ihr helfen das unerträgliche Jucken loszuwerden und bringt ihr Licht ins Dunkel.
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#8 Homa GoldAnonym