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So hat es die "Du&Ich" nie gegeben: Mit Coverboys Reiner Jackwerth und Wolfgang Hartmann (Bild: obs/Jackwerth Verlag GmbH & Co. KG, Montage: queer)

Das Berliner Stadtmagazin sowie die überregionalen Medien wie "Du & Ich" und "L-Mag" sind verkauft worden.

Von Christian Scheuß

Gut, das bereits am Sonntag der 1. April war, sonst hätte man die heutige Meldung aus dem Ticker vermutlich für einen Scherz gehalten. Aber es ist wahr: Der Jackwerth Verlag hat sein schwul-lesbisches Portfolio verkauft und schließt Ende April die Pforten. Ab dem 1. Mai erscheinen dann das Berliner Stadtmagazin "Siegessäule", die Zeitschriften "L-Mag" und "Du&Ich" sowie zahlreiche weitere Titel und Onlineangebote in der neu gegründeten Special Medien SDL GmbH. Die beiden bisherigen Chefredakteurinnen im Jackwerth Verlag, Gudrun Fertig und Manuela Kay, übernehmen nun das Steuer.

Vor fast 17 Jahren hatten Reiner Jackwerth und Wolfgang Hartmann aus Köln die "Siegessäule" aus der Konkursmasse der Magnus Medien GmbH übernommen. "Mit einem engagierten Team von Journalisten und erfolgreichen Anzeigenverkäufern gelang es, aus einem schwulen Gratisblatt mit nur 32 Seiten Umfang das profilierte Sprachrohr der Hauptstadt-Community zu machen", sagen die Verleger heute stolz. Die "Siegessäule" gilt im Vergleich mit den anderen kostenlosen Szene-Stadtmagazinen nach wie vor als Flaggschiff bei Verbreitung und Umfang.

Die ehemaligen Angestellten werden nun zu Eigentümern

Den schwulen Traditions-Titel "Du&Ich", bereits 1969 gegründet, übernahm der Jackwerth Verlag im Jahr 2003 und rettete damit nicht nur ein Stück schwuler Mediengeschichte. Mit dem ersten neuen Chefredakteur Dirk Ludigs wurde aus dem zur Bedeutungslosigkeit geschrumpften Heft mit schlechten Bilderstrecken ein journalistisch anspruchsvolles Produkt. Mit "L-Mag", das durch Manuela Kay zum konkurrenzlosen lesbischen Titel aufstieg, versorgen sich derzeit rund 7.000 Abonnentinnen mit Infos. Auf den Anzeigenmarkt zugeschnitten produzierte man zudem eine Reihe weiterer Printprodukte wie das schwul-lesbische Hochzeitsmagazin "Queer Wedding" das Branchenbuch "Kompass", den Guide "Out in Berlin" oder das Reisemagazin "Queer Travel".

Nach Veröffentlichung der Meldung über den Führungswechsel haben vermutlich die Mitarbeiter den Wechsel gefeiert, telefonisch erreichbar waren sie nicht. Was die neuen Eigentümerinnen für die Zukunft vorhaben, werden wir deshalb später nachreichen.



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 Timm JohannesAnonym
  • 09.02.2013, 18:13h
  • Nur so nebenbeibemerkt auf der deutschen Wikipedia wird seit dem 8. Februar 2013 in einer Löschdiskussion darüber diskutiert, ob die Verleger Reiner Jackwerth und Kurt-Joachim Förster Relevanz für die Wikipedia haben oder ob deren Biografieartikel gelöscht werden.
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