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Derzeit werden mehrere Organisationen, die Homosexuelle "heilen" wollen, als gemeinnützige Gruppen staatlich subventioniert - dagegen regt sich nun Widerstand.

Das LSVD-Netzwerk "Mission Aufklärung" hat auf der Seite "Dialog über Deutschland", einer Internetplattform von Bundeskanzlerin Angela Merkel, eine Aktion zur Abschaffung der steuerlichen Vorteile für die Homo-Heiler gestartet. Jeder Bürger kann Vorschläge auf dieser Seite mit einem Klick unterstützen - der Vorschlag "Homophoben Umpolungstherapien die staatliche Förderung streichen!" bringt es bislang auf über 800 Anhänger. Der LSVD ruft dazu auf, den Vorschlag zu unterstützen (Direktlink zur Seite).

In der Kritik stehen vor allem einige christliche Homo-Heiler innerhalb der evangelischen Kirche, wie die "Offensive Junge Christen e.V." oder das "Weiße Kreuz e.V.". Hier hat es bereits innerhalb der Kirche Diskussionen gegeben, ob diese Gruppen ausgeschlossen werden sollten (queer.de berichtete). "Es gibt eine lautstarke Minderheit von christlich-evangelikalen selbsternannten Therapeuten und Beratern, die Lesben und Schwule zur Heterosexualität 'missionieren' wollen", beklagt Hartmut Rus von der "Mission Aufklärung". "Wir fordern daher ein Ende der staatlichen Förderung derartiger Organisationen und den Entzug der Gemeinnützigkeit. Stattdessen sollte die Bundesregierung das Symptom "Homophobie" stärker bekämpfen. "Denn Lesben und Schwule leiden nicht an ihrer Homosexualität, sondern unter Vorurteilen und Hassgewalt!", so Rus.

1.500 Menschen fordern "Homo-Heilung"

Grund für die Aktion: Auf der Seite "Dialog über Deutschland" wird unter anderem gefordert, eine "Therapie für unerwünschte Homosexualität" zu ermöglichen. In dem Vorschlag, den rund 1.500 Menschen unterstützen, wird argumentiert, dass eine "stille Minderheit" der Schwulen und Lesben unter ihrer Homosexualität leide und sich gerne beim Therapeuten zum gesunden Heterosexuellen umpolen lassen wolle.

Psychologenverbände lehnen entsprechende "Heilungs"-Versuche jedoch ab, da sich die sexuelle Ausrichtung so nicht verändern lasse und die betroffenen Menschen oft in die Verzweiflung oder gar in den Selbstmord getrieben würden. Außerdem lieferten die Homo-Heiler repressiven Ländern Argumente, um Homosexuelle mit einer Gefängnis- oder gar der Todesstrafe zu bedrohen. (dk)



#1 HoyricaProfil
  • 05.04.2012, 14:40hDüsseldorf
  • Hat die Bundeskanzlerin den Vorschlag entfernen lassen?
    "Dieser Vorschlag ist nicht oder nicht mehr vorhanden".
    Schade!
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#2 QueronProfil
#3 goddamn liberalAnonym
  • 05.04.2012, 16:57h
  • Der Vorschlag ist von unglaublicher Schamlosigkeit.

    Ich habe mich mit diesem Beitrag an der Diskussion beteiligt:

    "Ich weiß nicht, ob es nett ist auf historische Fakten hinzuweisen.

    Die 'Therapie' von Homosexualität hat historisch unzählinge Menschen in den Tod geführt. Ein prominentes Beispiel ist der britische Mathematiker Alan Turing.

    de.wikipedia.org/wiki/Alan_Turing

    Die historische Belastung solcher 'Heilungsversuche' lastet auch auf der deutschen Vergangenheit.

    de.wikipedia.org/wiki/Carl_Vaernet

    Aber wichtiger noch ist die Frage: Muss Liebe wirklich geheilt werden, nur weil ihr lieblose Vorurteile begegnen? Bedarf nicht vielmehr derjenige der Heilung, der die Liebe - aus welchen Gründen auch immer - ausmerzen will?"
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
#5 MoonguyAnonym
#6 MarekAnonym
  • 05.04.2012, 21:10h
  • Das ist echt der Hammer:
    obwohl längst bekannt und wissenschaftlich bewiesen ist, dass solche Gehirnwäsche-Versuche nicht nur wirkungslos sind, sondern sogar schwerste psychische Schäden bis hin zum Selbstmord verursachen (genau das wollen die wahrscheinlich auch), werden diese Fascho-Vereine auch noch als gemeinnützig anerkannt und staatlich unterstützt.

    Aber Schwule sollen nach wie vor nicht staatlich anerkannt werden.

    Das MUSS endlich ein Ende haben. Solange diese schwarz-gelbe Gurkentruppe regiert ist das nicht möglich. Aber wir müssen dafür kämpfen, dass schnellstmöglich fähigere Parteien in Verantwortung kommen.
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#7 Lapushka
  • 05.04.2012, 22:39h
  • "Grund für die Aktion: Auf der Seite "Dialog über Deutschland" wird unter anderem gefordert, eine "Therapie für unerwünschte Homosexualität" zu ermöglichen. In dem Vorschlag, den rund 1.500 Menschen unterstützen, wird argumentiert, dass eine "stille Minderheit" der Schwulen und Lesben unter ihrer Homosexualität leide und sich gerne beim Therapeuten zum gesunden Heterosexuellen umpolen lassen wolle."

    Diese angebliche "Stille Minderheit" kann auch zu einem richtigen Therapeuten gehen, das ist wohl auch weit weniger gefährlich.
    Denn wie wir von den Fundis wissen ist Homosexualität ja bloß ein Symptom für irgendwas anderes (Was dieses"anderes" ist, darüber sind sich die Fundis komischerweise völlig uneins. Und das obwohl es doch angeblich sooo eindeutig ist). Also muss man bloß das andere aufarbeiten und schon verschwindet das Symptom von alleine, zumindest nach Logik der Fundis.
    Und das kann ein richtiger Therapeut sicherlich besser. Der macht das wenigstens auch auf Kasse und lässt sich (trotz Nächstenliebe usw.) dafür keine Unmengen an Kohle vom Patienten in den Rachen werfen.

    Dafür braucht man wohl kaum irgendwelche selbsternannten Hobbytherapeuten.
    Und wenn man sich mal anschaut wie diese Leute zum Teil arbeiten, kann man nur dringend davon abraten, sich an die zu wenden.

    www.youtube.com/watch?v=jJXWFZz0Qjo
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#8 HinnerkAnonym
  • 06.04.2012, 10:19h
  • Solche schädlichen, gefährlichen Umpolungsversuche ( = reine Gehirnwäsche) sollten nicht nur nicht mehr unterstützt werden, sondern verboten sein.

    Das sind Menschenexperimente mit dramatischen Folgen.

    Sowas muss verboten werden!

    Aber es stimmt schon: das wird wohl erst dann geschehen, wenn Union und FDP weg vom Fenster sind. Denn die erfinden ja immer wieder neue Ausreden, warum man solche Menschenversuche fördern muss.
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#9 RobinAnonym
  • 06.04.2012, 22:29h
  • Wirklich schlimm!

    Und das im Jahr 2012 in Deutschland.

    Man kommt sich vor wie in der Kirchendiktatur des Mittelalters. Da hat der politische Arm der katholischen Kirche (CDU / CSU) wirklich ganze Arbeit geleistet.
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#10 MarekAnonym