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Mal krumm, mal gerade: "Cock Tales" zeigt Dödel auf 256 Seiten

Schon wieder ein neuer Fotoband, der ausschließlich Schwänze zeigt: "Cock Tales" enthält Werke von über 50 Künstlern.

Von Carsten Weidemann

"Schwänze sind keine große Sache? Natürlich sind sie das! Eine sehr große Sache sogar. Je größer die Sache, desto besser - wie sicherlich viele Phallus‐Fans bestätigen würden." Dies sagt Stephan Niederwieser, der im Berliner Bruno Gmünder Verlag für die Fotobücher verantwortlich ist. Kein Wunder also, dass dort nur anderthalb Jahre nach der heißen Bild-Anthologie "Jewels" (queer.de berichtete) ein weiterer Schwanzband erschienen ist.

Auch "Cock Tales", so der Titel, ist ganz und gar dem einzigen Teil des männlichen Körpers gewidmet, das im Handumdrehen einen ganz beträchtlichen Größenzuwachs erreichen kann, vorausgesetzt, ihm wird genügend Aufmerksamkeit gewidmet. Der Fotoband enthält Werke von mehr als 50 Künstlern, darunter: Rick Day, Mark Henderson, Giovanni, Jacob Mott, Michael Kirwan, Louis LaSalle, Ethan James, Roberto Chiovitti, Todd Yeager, Taner Ceylan und Henning von Berg.

Unterschiedliche Blicke auf das immer gleiche Objekt

Erstaunlich an dieser erfreulich unzensierten Anthologie ist, wie unterschiedlich die Blicke der verschiedenen Fotografen, Zeichner und Grafikkünstler auf das Objekt der Begierde ausfallen. Der Anblick der besten Stücke setzt nicht nur unser Kopfkino in Gang. Die Abbildungen werden auch den allerletzten Skeptiker überzeugen, dass Schwänze schlichtweg immer anbetungswürdig sind - seien sie nun hart oder schlaff, groß oder klein, hell oder dunkel, beschnitten oder unbeschnitten, krumm oder gerade.

In diesem Sinne: Hosen runter!

Verschiedene Künstler: Cock Tales, Fotografie & Illustration, 256 Seiten, Farbe & Duoton, Hardcover 17 x 22,5 cm, Bruno Gmünder Verlag, Berlin 2012, 29,95 €, ISBN 978‐3‐86787‐241‐6



11 Kommentare

#1 ThomasWAnonym
  • 07.04.2012, 12:34h
  • Wer kauft eigentlich noch solche Bücher, wenn ein paar Klicks weiter alles zu finden ist, was man zu sehen begehrt? Ich erinnere mich an Zeiten, in denen man Hochglanzmagazine kaufen "musste", um ein paar geile Bilder zu finden - auch wenn 90% des Heftes für den persönlichen Geschmack uninteressant war. Das hier besprochene Buch kenne ich nicht, kann mir aber nicht vorstellen, dass mich jedes Bild ansprechen würde, sodass ich das Buch gerne öfters zur Hand nehmen würde... Bin ich ignorant? Würde mich ehrlich interessieren, warum jemand Schwanzbücher kauft. Zumal ich auch die zum Schwanz gehörenden Gesichter wichtig für die Erotik finde.
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#2 daVinci6667
  • 07.04.2012, 14:07h
  • Antwort auf #1 von ThomasW

  • Hallo Thomas

    Nun wenn das Buch auf hochwertigem Papier gedruckt und ansprechend gebunden und gestaltet wurde gibt das im schwulen Bücherregal schon was her! Jedes einzelne Foto muss dann auch nicht wirklich hundertprozentig deinen Geschmack treffen.

    Bei uns wird dieses Schwanzbuch auch nicht vorzufinden sein. Es ist sicher schön darin zu blättern, damit mein Blut aber in Wallung gerät brauch ich wie du den Eindruck und das Gefühl eines ganzen Mannes und nicht nur seines isolierten Schwanzes.
    Mein Mann wiederum spricht von schlechtem Feng-Shui wenn etwas nicht ganz und vollständig ist. Deshalb durfte ich leider den sehr erotischen und kunstvollen Torso inkl. Unterleib eines griechischen Jünglings auch nicht ins Schlafzimmer stellen. (Will mich aber nicht beklagen, denn er hat mir dann zum Trost ne Riesenstatue eines nackten David von Michelangelo ins Schlafzimmer gestellt... )
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#3 SamiroAnonym
  • 07.04.2012, 14:41h
  • Antwort auf #2 von daVinci6667
  • Lustig, du klingst als wärt ihr Renato und Albin/Armand und Albert ;-))

    “schwules Bücherregal" ist ja auch ne tolle Bezeichnung.

    Zu Thomas: Es gibt ja tatsächlich Fotowichser, die es halt antörnt, wenn sie Geschlechtsteile auf Bildern sehen und diese dann vollspritzen. Auch nicht mein Ding, zu soft und zu pervers.
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
#5 antos
  • 07.04.2012, 18:43h
  • Antwort auf #2 von daVinci6667
  • "...denn er hat mir dann zum Trost ne Riesenstatue eines nackten David von Michelangelo ins Schlafzimmer gestellt..."

    Schrecklich, seid ihr noch zusammen?

    Schwänze sehen alle gleich aus, sieht man von den üblichen natürlichen Variationen ab. Wollten wir einen perfekten Schwanz beschreiben, käme wahrscheinlich immer ein Dildo dabei raus. Auf den passt natürlich auch der lange Text unserer mehr oder weniger sorgfältig gehegten Begierden und Sehnsüchte besser drauf. Unsere leibhaftigen Schwänze sind dagegen meist Mittelmaß. Es sei denn, wir zaubern so charmant mit Sprache wie zum Beispiel ein gewisser James Hoghton 1631 in Prescot, England:

    "Nachdem er in Erfahrung gebracht hatte, dass der Mann von Elizabeth Hey aushäusig war, erschien er vor ihrem Fenster, nahm sein steifes Glied aus der Hose und rief zu ihr hoch, "that is was seven yucks long" - sie könne es nachmessen, wenn sie es nicht glaube. Allerdings fügte er einschränkend hinzu, "that she could have five yuckes of it" und nicht mehr, denn er "would keep two for (his) own wife".

    [gefunden von: Hans-Peter Duerr: Obszönität und Gewalt.]
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#7 daVinci6667
  • 07.04.2012, 19:40h
  • Antwort auf #6 von nackte variation

  • "Wollten wir einen perfekten Schwanz beschreiben, käme wahrscheinlich immer ein Dildo dabei raus"

    Zeigt das Foto nicht den perfekten Dildo den Antos gerade sucht? Hast du den geklaut?

    Dann seid doch mal lieb miteinander und teilt brüderlich!

    Mir braucht ihr auch nix von abzugeben, denn ich hab was besseres, etwas das Queer.de bestimmt nicht veröffentlichen würde!
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#8 haakon
  • 07.04.2012, 21:07h
  • Gmünder lässt die Hosen runter

    vielleicht hätte man gmünder weg lassen sollen?

    s. gelesen, kommentiert
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#9 NickAnonym
#10 DAVIDEAnonym