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Man muss kein Einstein sein: Bewerben können sich alle Dissertanten, Diplomanden und Wissenschaftler, die zum Thema Homosexualität gearbeitet haben

Die "austrian gay professionals" (agpro) vergeben einen vergleichsweise hoch dotierten Förderpreis für wissenschaftliche Leistungen zum Thema Homosexualität. Auch Deutsche können sich bewerben.

Von Carsten Weidemann

Beeindruckende Initiative aus Österreich: Die "austrian gay professionals" (agpro) vergeben auch in diesem Jahr einen wissenschaftsbezogenen Förderpreis für hervorragende Leistungen zum Thema Homosexualität. Mittlerweile hat die Prämie einen Wert von 10.000 Euro. Arbeiten können ab sofort bis einschließlich 30. Juni 2012 bei der agpro eingereicht werden.

Im Jahr 2004 hat agpro den Förderpreis ins Leben gerufen, um die Forschung in Österreich zum Thema Homosexualität anzuregen. Seitdem wurden jedes Jahr, seit 2010 nur noch zweijährlich, die besten wissenschaftlichen Leistungen ausgezeichnet, die sich mit Homosexualität und Schwulen und Lesben in Wirtschaft, Recht und Gesellschaft beschäftigen. Alle Dissertanten und Diplomanden sowie etablierte Wissenschaftler können ihre Arbeiten einreichen. Aber nicht nur mit abgeschlossenen Leistungen, sondern auch mit geplanten wissenschaftlichen Projekten (Ausstellungskonzepte, Forschungsvorhaben, Erhebungen oder Evaluationen) kann man sich bewerben. Wie viele Leistungen prämiert werden, kommt auf die Qualität der einzelnen Einreichungen an.

10.000 Euro Fördergeld für die besten Leistungen


1998 in Wien gegründet: Vorstand der "austrian gay professionals" (agpro)

Die Prämien mit einem Gesamtwert von 10.000 Euro wurden von der Wirtschaftskammer Wien / Diversity-Referat, IBM sowie der UniCredit Bank Austria gesponsert - bei der Stadt Wien wurden zudem noch Fördergelder beantragt. Die Preise in folgenden Kategorien werden von einer Jury aus Wissenschaftlern und wissenschaftlich ausgewiesenen Mitgliedern der agpro zuerkannt: a) Preis für Einreichung(en) zum Thema "Diversity in Unternehmen" (gestiftet von der Wirtschaftskammer Wien), b) Internationale Preise (gestiftet von IBM und UniCredit Bank Austria) sowie c) Preis für Einreichung(en) mit thematischem Wien-Bezug (gestiftet von der Stadt Wien).

Bei der letzten Verleihung im Jahr 2010 wurden sieben Arbeiten aus insgesamt 29 Einreichungen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz mit dem Förderpreis ausgezeichnet. Dank großzügiger Sponsoren und Subventionen konnte ein Preisgeld von insgesamt 8.500 Euro für den einzigen Preis dieser Art verliehen werden.

agpro ist die Vereinigung schwuler und bisexueller Unternehmer und Fach- und Führungskräfte in Österreich - quasi das Alpenrepublik-Pendant zum deutschen Völklinger Kreis. Mit der Preisvergabe verfolgen die "austrian gay professionals" das Ziel, die Forschung zu diesem Thema anzuregen, um auch auf wissenschaftlicher Basis die gesellschaftliche Akzeptanz von Homosexualität weiter zu verstärken.



#1 SuperMarioEhemaliges Profil
  • 08.04.2012, 13:38h
  • Ich fände es viel interessanter, wenn Heterosexualität endlich mal wissenschaftlich erforscht würde, ist sie doch das angeblich häufiger auftretende Phänomen. Ich weiß bis heute nicht wie Heterosexualität eigentlich entsteht und vor allem verstehe ich sie nicht.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 finkAnonym
  • 08.04.2012, 18:20h
  • Antwort auf #1 von SuperMario
  • ja, die heterosexualitätsforschung steckt leider auch noch in den kinderschuhen.

    angeboren kann heterosexualität jedenfalls nicht sein.

    sonst wäre es ja nicht nötig, die gesamte gesellschaft in eine einzige große heterozentristische dauerwerbesendung zu verwandeln, heteroprivilegien geradezu erbittert zu verteidigen und ganze weltreligionen vorrangig darum kreisen zu lassen, wer was wo wie und warum reinsteckt.

    wenn nicht die gefahr bestünde, dass die angeblichen heten sonst allesamt werweißwas trieben, wäre diese globale gehirnwäsche ja wohl unnötig, oder?
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#5 daVinci6667
  • 08.04.2012, 18:23h
  • Antwort auf #1 von SuperMario

  • Da Heterosexualität viel zu viel praktiziert wird, ist sie heute die größte Bedrohung der Menschheit! Sie führt zu massiver Überbevölkerung und damit einhergehender Umweltzerstörung und Verteilungskriegen!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 last exitAnonym
#7 Der RickAnonym
  • 08.04.2012, 20:42h
  • Ja, ein ernsthafter Sexualwissenschaftler oder Psychoanalytiker forscht selbstverständlich auch danach warum Heterosexualität ensteht und nimmt sie nicht als selbstverständlich an.

    Obiges erscheint mir aber eher als Born That Way-Lobbyismus..
  • Antworten » | Direktlink »
#8 DiplomarbeitAnonym
  • 08.04.2012, 22:57h
  • Antwort auf #4 von fink
  • kinderschuhe?

    really?

    "Die gesellschaftlichen Veränderungen im 18. und 19. Jahrhundert stehen in einem
    engen Zusammenhang zu dieser wissenschaftlichen Entwicklung. Mit der Erstarkung des Bürgertums wird eine neue Sexualnorm – in Abgrenzung zu den Normen des
    Adels – entwickelt, die Fortpflanzung an die oberste Stelle setzt und die
    Sexualnormen nach ihr ausrichtet.

    Außerdem ist nach der bürgerlichen Revolution eine Ausgrenzung der Frauen aus
    dem gesellschaftlichen Bereich durch eine Herabsetzung notwendig, da Frauen die
    Bürgerrechte für sich beanspruchen und nach den Prinzipien der Aufklärung auch
    erhalten müssten, wenn sie dem Mann gleichgestellt sind.

    Mit der Entstehung des bürgerlichen Staates übernimmt dieser die Kontrolle über die lebenswichtigen Bereiche wie Fortpflanzung, Krankheit und Erziehung, und stellt sie in den Dienst der neuen ökonomischen Entwicklung, des modernen Kapitalismus. Produktion und Reproduktion werden zu getrennten Bereichen. Reproduktion ist
    nicht verwertbar und wird daher nicht entlohnt.

    Die bürgerliche Kleinfamilie als
    neues Massenmodel nimmt die neuen ökonomischen Anforderungen auf. Die
    Produktion wird aus der Familie und dem Wohnhaus ausgelagert und dem Mann
    zugeordnet. Der Ort der Reproduktion wird der Familie und besonders der Frau
    zugeschrieben.

    Nur durch die sich langsam verinnerlichte Selbstkontrolle der Affekte
    durch die Menschen - und besonders der Männer - wird eine kapitalistische (d.h. auf
    Profit statt z.B. auf die eigene Versorgung gerichtete) und maschinelle Produktion
    möglich.

    Die Hierarchie zwischen Mann und Frau wird durch diese Aufteilung und
    geschlechtsspezifische Zuordnung bestärkt. Die Begründung für die Aufteilung –
    und für die Hierarchie werden ebenfalls in der Natur und speziell in den
    unterschiedlichen Aufgaben bei der Fortpflanzung gesucht. Die Ehe wird als
    zivilisierteste Form der Fortpflanzung angesehen und die Familie als die Grundlage
    der bürgerlichen Gesellschaft verteidigt.

    Die heterosexuelle Paarbildung wird als natürliche Grundlage für die Gesellschaft
    und die Ehe als (von der Kirche durchgesetztes) gesellschaftliches aber doch
    nützliches Konstrukt angesehen. In der biologischen Evolution und der menschlichen
    Form der Fortpflanzung werden die Begründungen für die natürlichen Konstrukte
    gesehen. Dabei spielen die männlichen und weiblichen Hormone und die genetischen
    Unterschiede von Männern und Frauen eine ausschlaggebende Rolle.

    Abweichungen werden heute als gefährlich betrachtet oder verschwiegen, wenn sie
    die Vorherrschaft der heterosexuellen Paarbildung bzw. der Ehe oder der
    Zweiteilung des Menschen in Mann und Frau in Frage stellen. Ein gewisser
    Prozentsatz an homosexuellen Menschen ist – wenn er als klare Abweichung benannt
    wird – nicht gefährdend. Transsexualität kann nur durch eine Wiederherstellung der
    Übereinstimmung von biologischem und sozialem Geschlecht akzeptiert werden und
    Intersexualität wird als praktisch nicht vorhanden konstruiert..."

    (Zusammenfassung, S. 152 f.)

    liebe.arranca.de/files/diplomarbeit.heterosexuelle.konstrukt
    e.pdf


    Basics:

    www.mlwerke.de/me/me21/me21_025.htm
  • Antworten » | Direktlink »
#9 BewusstseinAnonym
  • 09.04.2012, 15:56h
  • Antwort auf #8 von Diplomarbeit
  • "Die zwanghafte Einteilung aller Menschen in Mann oder Frau sowie die besondere Hervorhebung
    und der besondere Schutz der Ehe sowie der Familie bleiben aber auch im Gesetz
    verankert.
    Auch die wirtschaftliche und gesellschaftliche Struktur ist in ihren Grundstrukturen
    erhalten geblieben. Produktion und Reproduktion sind weiterhin zwei voneinander
    getrennte Sphären und Produktion wird weiterhin dem männlichen, Reproduktion
    dem weiblichen Prinzip zugeordnet.
    Die grundlegenden (hetero)sexuellen Normen sind seit dem 19. Jahrhundert und der
    Entstehung der modernen kapitalistischen Gesellschaft also weitgehend gleich
    geblieben. Männlich und weiblich als grundverschiedene Prinzipien,
    Heterozentrismus und ein hierarchisches Verhältnis zwischen Mann und Frau sowie
    deren Begründung durch die Biologie sind damals wie heute die Norm.
    [...]

    Sozialpädagogik / Sozialarbeit muss sich also im klaren darüber sein, dass sowohl
    Männlichkeit als auch Weiblichkeit Konstrukte einer hierarchischen Struktur der
    modernen kapitalistischen Gesellschaft sind. Diese Struktur wird durch einen
    unkritischen Bezug auf diese Konstrukte reproduziert und nicht grundlegend
    hinterfragt.

    Weiterhin muss Heterosexualität und heterosexuelle Paarbildung bzw. Ehe als
    Schlüsselfunktion in Bezug auf die moderne Familienstruktur und die Trennung von
    Reproduktion und Produktion gesehen werden, welche in direktem Zusammenhang
    mit der zwanghaften Einteilung der Menschen und der gesellschaftlichen Bereiche in
    männlich oder weiblich steht.

    Die Benennung und Behandlung von sexuellen Abweichungen als solche ist ebenso
    als eine Reproduktion der (hetero)sexuellen Norm zu werten, da Abweichung immer
    eine Norm voraussetzt.

    Nur die Wahrnehmung und Problematisierung der gesamten heterozentristischen
    gesellschaftlichen Struktur - die Norm und Abweichung einschließt - kann eine Reproduktion der Konstrukte stören, die zwingend Hierarchien beinhalten."

    liebe.arranca.de/files/diplomarbeit.heterosexuelle.konstrukt
    e.pdf
  • Antworten » | Direktlink »
#10 gastyAnonym
  • 03.05.2012, 03:16h
  • Antwort auf #9 von Bewusstsein
  • Mit der Einführung von Verhütungsmittel wurde Heterosexualität erstmals beherrschbar. Vorher konnten Heterosexuelle keinen Geschlechtsverkehr (vaginal) haben ohne Schwanger zu werden.
    Als Alternative für Sex gab es Sexverzicht oder andere Sexpraktiken die nicht jeder Hetero mag.

    Wir setzen und für die Abschaffung der Verhütungsmittel für Heterosexuelle ein , damit manch Heterosexueller mal die N...achteile seiner Sexualität nachfühlen kann.

    Heterosexualität verursacht im Leben ca. 50 Kinder . Dazu kommen vielleicht noch Mehrfachgeburten . Ausserdem gibt es auch Fälle von Mädchen die bereits mit 5 Jahren schwanger wurden.

    Hetreosexuellemänner die Single sind und One Night Stands haben oder regelmäßig zu einer prostituierten gehen würden ebenfalls Kinder zeugen .

    Bislang ist nicht erforscht weshalb Heterosexuelle keinen Geschlechtsverkehr haben können ohne schwanger zu werden.
    Ohne Verhütungsmittel würden viele Hetreosexuellemänner jedesmal eine Schwangerschaft befürchten müssen , wenn diese Sex mit einer Frau haben . Ebenso Bisexuellemänner die eher auf Frauen stehen haben diesselben Probleme , also Bisexuelle die Heterosex bevorzugen .

    Finanziell würde es die Heteropaare stark belasten und auch selbst wenn es keine Wirtschaft wie heutzutage gäbe , so würden eine Menge Lebensraum/Natur zerstört werden müssen , um die weitere Überbevölkerung zu ernähren .

    Folgen sind weitere: Überfischung , künstliche Nahrungsproduktion da die Natur so schnell sich nicht erholen kann , mehr Abholzung , Rohstoffverbrauch , Materialverbrauch , Umweltverschmutzung usw.

    In vielen Ländern dieser Welt leiden Menschen extrem an den Folgen der Überbevölkerung .

    Deutschland mit Milliarden von Einwohnern wäre katastrophal.
    Arbeitslosigkeit ist heute schon ein großes Problem .
    Mehr Unternehmen würden nicht automatisch mehr Kundschaft haben , wenn es mehr Menschen gäbe. Dieser Trend lässt sich heutzutage schon feststellen , in Zeiten , wo es in vielen Branchen schon Überkapazitäten gibt z.B. Luftfahrtunternehmen , Elektrohändler (auch Online) , Drogerien , Reiseveranstalter

    Es ist mit Fusionen zu rechnen wie in den USA , da es für die Unternehmen zu viel Konkurrenz gibt und verschiedene Faktoren ungünstig auf die Unternehmen auswirken .

    Die Menschen kaufen eben nicht bei 10-20 verschiedenen Marken , sondern nur bei einigen oder sogar nur einer marke etwas ein z.B.
    Media Markt anstatt bei den anderen 50-100 Elektroonlinehändler usw. (nur ein Beispiel) . Dies führt eben auch zu Arbeitsstellenabbau , da diese Menge an Unternehmen nicht benötigt wird. (Hier werden wir auch über die Anazhl von Stellen berichten die alleine im Jahr 2012 in Deutschland und weltweit abgebaut werden .)
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