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  • 08.04.2012           10      Teilen:   |

Österreich: 10.000 Euro für Homo-Forscher

Man muss kein Einstein sein: Bewerben können sich alle Dissertanten, Diplomanden und Wissenschaftler, die zum Thema Homosexualität gearbeitet haben
Man muss kein Einstein sein: Bewerben können sich alle Dissertanten, Diplomanden und Wissenschaftler, die zum Thema Homosexualität gearbeitet haben

Die "austrian gay professionals" (agpro) vergeben einen vergleichsweise hoch dotierten Förderpreis für wissenschaftliche Leistungen zum Thema Homosexualität. Auch Deutsche können sich bewerben.

Von Carsten Weidemann

Beeindruckende Initiative aus Österreich: Die "austrian gay professionals" (agpro) vergeben auch in diesem Jahr einen wissenschaftsbezogenen Förderpreis für hervorragende Leistungen zum Thema Homosexualität. Mittlerweile hat die Prämie einen Wert von 10.000 Euro. Arbeiten können ab sofort bis einschließlich 30. Juni 2012 bei der agpro eingereicht werden.

Im Jahr 2004 hat agpro den Förderpreis ins Leben gerufen, um die Forschung in Österreich zum Thema Homosexualität anzuregen. Seitdem wurden jedes Jahr, seit 2010 nur noch zweijährlich, die besten wissenschaftlichen Leistungen ausgezeichnet, die sich mit Homosexualität und Schwulen und Lesben in Wirtschaft, Recht und Gesellschaft beschäftigen. Alle Dissertanten und Diplomanden sowie etablierte Wissenschaftler können ihre Arbeiten einreichen. Aber nicht nur mit abgeschlossenen Leistungen, sondern auch mit geplanten wissenschaftlichen Projekten (Ausstellungskonzepte, Forschungsvorhaben, Erhebungen oder Evaluationen) kann man sich bewerben. Wie viele Leistungen prämiert werden, kommt auf die Qualität der einzelnen Einreichungen an.

Fortsetzung nach Anzeige


10.000 Euro Fördergeld für die besten Leistungen

1998 in Wien gegründet: Vorstand der "austrian gay professionals" (agpro)
1998 in Wien gegründet: Vorstand der "austrian gay professionals" (agpro)

Die Prämien mit einem Gesamtwert von 10.000 Euro wurden von der Wirtschaftskammer Wien / Diversity-Referat, IBM sowie der UniCredit Bank Austria gesponsert - bei der Stadt Wien wurden zudem noch Fördergelder beantragt. Die Preise in folgenden Kategorien werden von einer Jury aus Wissenschaftlern und wissenschaftlich ausgewiesenen Mitgliedern der agpro zuerkannt: a) Preis für Einreichung(en) zum Thema "Diversity in Unternehmen" (gestiftet von der Wirtschaftskammer Wien), b) Internationale Preise (gestiftet von IBM und UniCredit Bank Austria) sowie c) Preis für Einreichung(en) mit thematischem Wien-Bezug (gestiftet von der Stadt Wien).

Bei der letzten Verleihung im Jahr 2010 wurden sieben Arbeiten aus insgesamt 29 Einreichungen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz mit dem Förderpreis ausgezeichnet. Dank großzügiger Sponsoren und Subventionen konnte ein Preisgeld von insgesamt 8.500 Euro für den einzigen Preis dieser Art verliehen werden.

agpro ist die Vereinigung schwuler und bisexueller Unternehmer und Fach- und Führungskräfte in Österreich - quasi das Alpenrepublik-Pendant zum deutschen Völklinger Kreis. Mit der Preisvergabe verfolgen die "austrian gay professionals" das Ziel, die Forschung zu diesem Thema anzuregen, um auch auf wissenschaftlicher Basis die gesellschaftliche Akzeptanz von Homosexualität weiter zu verstärken.

Links zum Thema:
» Mehr Infos zum Preis und zur Bewerbung auf der agpro-Homepage
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Tags: agpro, queer studies, homoforschung, förderpreis
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Reaktionen zu "Österreich: 10.000 Euro für Homo-Forscher"


 10 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
08.04.2012
13:38:23


(+7, 7 Votes)

Von ehemaligem User SuperMario


Ich fände es viel interessanter, wenn Heterosexualität endlich mal wissenschaftlich erforscht würde, ist sie doch das angeblich häufiger auftretende Phänomen. Ich weiß bis heute nicht wie Heterosexualität eigentlich entsteht und vor allem verstehe ich sie nicht.


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#2
08.04.2012
13:48:08


(-1, 5 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Frohe Ostern!


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#3
08.04.2012
16:09:35


(+7, 13 Votes)
 
#4
08.04.2012
18:20:42


(+8, 12 Votes)

Von fink
Antwort zu Kommentar #1 von SuperMario


ja, die heterosexualitätsforschung steckt leider auch noch in den kinderschuhen.

angeboren kann heterosexualität jedenfalls nicht sein.

sonst wäre es ja nicht nötig, die gesamte gesellschaft in eine einzige große heterozentristische dauerwerbesendung zu verwandeln, heteroprivilegien geradezu erbittert zu verteidigen und ganze weltreligionen vorrangig darum kreisen zu lassen, wer was wo wie und warum reinsteckt.

wenn nicht die gefahr bestünde, dass die angeblichen heten sonst allesamt werweißwas trieben, wäre diese globale gehirnwäsche ja wohl unnötig, oder?


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#5
08.04.2012
18:23:56
Via Handy


(+3, 7 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von SuperMario


Da Heterosexualität viel zu viel praktiziert wird, ist sie heute die größte Bedrohung der Menschheit! Sie führt zu massiver Überbevölkerung und damit einhergehender Umweltzerstörung und Verteilungskriegen!


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#6
08.04.2012
18:43:55


(+6, 8 Votes)

Von last exit


(aus)geburten heteronormativer (terror)zeugung
können sich aber hier ein beispiel nehmen:

Youtube-Video:


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#7
08.04.2012
20:42:09


(+5, 9 Votes)

Von Der Rick


Ja, ein ernsthafter Sexualwissenschaftler oder Psychoanalytiker forscht selbstverständlich auch danach warum Heterosexualität ensteht und nimmt sie nicht als selbstverständlich an.

Obiges erscheint mir aber eher als Born That Way-Lobbyismus..


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#8
08.04.2012
22:57:15


(+29, 37 Votes)

Von Diplomarbeit
Antwort zu Kommentar #4 von fink


kinderschuhe?

really?

"Die gesellschaftlichen Veränderungen im 18. und 19. Jahrhundert stehen in einem
engen Zusammenhang zu dieser wissenschaftlichen Entwicklung. Mit der Erstarkung des Bürgertums wird eine neue Sexualnorm – in Abgrenzung zu den Normen des
Adels – entwickelt, die Fortpflanzung an die oberste Stelle setzt und die
Sexualnormen nach ihr ausrichtet.

Außerdem ist nach der bürgerlichen Revolution eine Ausgrenzung der Frauen aus
dem gesellschaftlichen Bereich durch eine Herabsetzung notwendig, da Frauen die
Bürgerrechte für sich beanspruchen und nach den Prinzipien der Aufklärung auch
erhalten müssten, wenn sie dem Mann gleichgestellt sind.

Mit der Entstehung des bürgerlichen Staates übernimmt dieser die Kontrolle über die lebenswichtigen Bereiche wie Fortpflanzung, Krankheit und Erziehung, und stellt sie in den Dienst der neuen ökonomischen Entwicklung, des modernen Kapitalismus. Produktion und Reproduktion werden zu getrennten Bereichen. Reproduktion ist
nicht verwertbar und wird daher nicht entlohnt.

Die bürgerliche Kleinfamilie als
neues Massenmodel nimmt die neuen ökonomischen Anforderungen auf. Die
Produktion wird aus der Familie und dem Wohnhaus ausgelagert und dem Mann
zugeordnet. Der Ort der Reproduktion wird der Familie und besonders der Frau
zugeschrieben.

Nur durch die sich langsam verinnerlichte Selbstkontrolle der Affekte
durch die Menschen - und besonders der Männer - wird eine kapitalistische (d.h. auf
Profit statt z.B. auf die eigene Versorgung gerichtete) und maschinelle Produktion
möglich.

Die Hierarchie zwischen Mann und Frau wird durch diese Aufteilung und
geschlechtsspezifische Zuordnung bestärkt. Die Begründung für die Aufteilung –
und für die Hierarchie werden ebenfalls in der Natur und speziell in den
unterschiedlichen Aufgaben bei der Fortpflanzung gesucht. Die Ehe wird als
zivilisierteste Form der Fortpflanzung angesehen und die Familie als die Grundlage
der bürgerlichen Gesellschaft verteidigt.

Die heterosexuelle Paarbildung wird als natürliche Grundlage für die Gesellschaft
und die Ehe als (von der Kirche durchgesetztes) gesellschaftliches aber doch
nützliches Konstrukt angesehen. In der biologischen Evolution und der menschlichen
Form der Fortpflanzung werden die Begründungen für die natürlichen Konstrukte
gesehen. Dabei spielen die männlichen und weiblichen Hormone und die genetischen
Unterschiede von Männern und Frauen eine ausschlaggebende Rolle.

Abweichungen werden heute als gefährlich betrachtet oder verschwiegen, wenn sie
die Vorherrschaft der heterosexuellen Paarbildung bzw. der Ehe oder der
Zweiteilung des Menschen in Mann und Frau in Frage stellen. Ein gewisser
Prozentsatz an homosexuellen Menschen ist – wenn er als klare Abweichung benannt
wird – nicht gefährdend. Transsexualität kann nur durch eine Wiederherstellung der
Übereinstimmung von biologischem und sozialem Geschlecht akzeptiert werden und
Intersexualität wird als praktisch nicht vorhanden konstruiert..."

(Zusammenfassung, S. 152 f.)

Link:
liebe.arranca.de/files/diplomarbeit.heterosexuelle
.konstrukte.pdf


Basics:

Link zu www.mlwerke.de


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#9
09.04.2012
15:56:33


(+24, 28 Votes)

Von Bewusstsein
Antwort zu Kommentar #8 von Diplomarbeit


"Die zwanghafte Einteilung aller Menschen in Mann oder Frau sowie die besondere Hervorhebung
und der besondere Schutz der Ehe sowie der Familie bleiben aber auch im Gesetz
verankert.
Auch die wirtschaftliche und gesellschaftliche Struktur ist in ihren Grundstrukturen
erhalten geblieben. Produktion und Reproduktion sind weiterhin zwei voneinander
getrennte Sphären und Produktion wird weiterhin dem männlichen, Reproduktion
dem weiblichen Prinzip zugeordnet.
Die grundlegenden (hetero)sexuellen Normen sind seit dem 19. Jahrhundert und der
Entstehung der modernen kapitalistischen Gesellschaft also weitgehend gleich
geblieben. Männlich und weiblich als grundverschiedene Prinzipien,
Heterozentrismus und ein hierarchisches Verhältnis zwischen Mann und Frau sowie
deren Begründung durch die Biologie sind damals wie heute die Norm.
[...]

Sozialpädagogik / Sozialarbeit muss sich also im klaren darüber sein, dass sowohl
Männlichkeit als auch Weiblichkeit Konstrukte einer hierarchischen Struktur der
modernen kapitalistischen Gesellschaft sind. Diese Struktur wird durch einen
unkritischen Bezug auf diese Konstrukte reproduziert und nicht grundlegend
hinterfragt.

Weiterhin muss Heterosexualität und heterosexuelle Paarbildung bzw. Ehe als
Schlüsselfunktion in Bezug auf die moderne Familienstruktur und die Trennung von
Reproduktion und Produktion gesehen werden, welche in direktem Zusammenhang
mit der zwanghaften Einteilung der Menschen und der gesellschaftlichen Bereiche in
männlich oder weiblich steht.

Die Benennung und Behandlung von sexuellen Abweichungen als solche ist ebenso
als eine Reproduktion der (hetero)sexuellen Norm zu werten, da Abweichung immer
eine Norm voraussetzt.

Nur die Wahrnehmung und Problematisierung der gesamten heterozentristischen
gesellschaftlichen Struktur - die Norm und Abweichung einschließt - kann eine Reproduktion der Konstrukte stören, die zwingend Hierarchien beinhalten."

Link:
liebe.arranca.de/files/diplomarbeit.heterosexuelle
.konstrukte.pdf


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#10
03.05.2012
03:16:47


(+3, 5 Votes)

Von gasty
Antwort zu Kommentar #9 von Bewusstsein


Mit der Einführung von Verhütungsmittel wurde Heterosexualität erstmals beherrschbar. Vorher konnten Heterosexuelle keinen Geschlechtsverkehr (vaginal) haben ohne Schwanger zu werden.
Als Alternative für Sex gab es Sexverzicht oder andere Sexpraktiken die nicht jeder Hetero mag.

Wir setzen und für die Abschaffung der Verhütungsmittel für Heterosexuelle ein , damit manch Heterosexueller mal die N...achteile seiner Sexualität nachfühlen kann.

Heterosexualität verursacht im Leben ca. 50 Kinder . Dazu kommen vielleicht noch Mehrfachgeburten . Ausserdem gibt es auch Fälle von Mädchen die bereits mit 5 Jahren schwanger wurden.

Hetreosexuellemänner die Single sind und One Night Stands haben oder regelmäßig zu einer prostituierten gehen würden ebenfalls Kinder zeugen .

Bislang ist nicht erforscht weshalb Heterosexuelle keinen Geschlechtsverkehr haben können ohne schwanger zu werden.
Ohne Verhütungsmittel würden viele Hetreosexuellemänner jedesmal eine Schwangerschaft befürchten müssen , wenn diese Sex mit einer Frau haben . Ebenso Bisexuellemänner die eher auf Frauen stehen haben diesselben Probleme , also Bisexuelle die Heterosex bevorzugen .

Finanziell würde es die Heteropaare stark belasten und auch selbst wenn es keine Wirtschaft wie heutzutage gäbe , so würden eine Menge Lebensraum/Natur zerstört werden müssen , um die weitere Überbevölkerung zu ernähren .

Folgen sind weitere: Überfischung , künstliche Nahrungsproduktion da die Natur so schnell sich nicht erholen kann , mehr Abholzung , Rohstoffverbrauch , Materialverbrauch , Umweltverschmutzung usw.

In vielen Ländern dieser Welt leiden Menschen extrem an den Folgen der Überbevölkerung .

Deutschland mit Milliarden von Einwohnern wäre katastrophal.
Arbeitslosigkeit ist heute schon ein großes Problem .
Mehr Unternehmen würden nicht automatisch mehr Kundschaft haben , wenn es mehr Menschen gäbe. Dieser Trend lässt sich heutzutage schon feststellen , in Zeiten , wo es in vielen Branchen schon Überkapazitäten gibt z.B. Luftfahrtunternehmen , Elektrohändler (auch Online) , Drogerien , Reiseveranstalter

Es ist mit Fusionen zu rechnen wie in den USA , da es für die Unternehmen zu viel Konkurrenz gibt und verschiedene Faktoren ungünstig auf die Unternehmen auswirken .

Die Menschen kaufen eben nicht bei 10-20 verschiedenen Marken , sondern nur bei einigen oder sogar nur einer marke etwas ein z.B.
Media Markt anstatt bei den anderen 50-100 Elektroonlinehändler usw. (nur ein Beispiel) . Dies führt eben auch zu Arbeitsstellenabbau , da diese Menge an Unternehmen nicht benötigt wird. (Hier werden wir auch über die Anazhl von Stellen berichten die alleine im Jahr 2012 in Deutschland und weltweit abgebaut werden .)


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