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  • 11.04.2012           37      Teilen:   |

US-Wahlschlacht

Obama gegen Romney

Am 6. November haben die Amerikaner die Wahl zwischen Barack Obama und Mitt Romney
Am 6. November haben die Amerikaner die Wahl zwischen Barack Obama und Mitt Romney

Nach dem Rückzug des Polit-Pharisäers Rick Santorum heißt das Duell im US-Präsidentschaftswahlkampf nun Mitt Romney gegen Barack Obama. Wer ist unser Mann?

Von Dennis Klein

Die republikanische Freakshow namens Vorwahlkampf ist erst mal vorbei: Mit dem Ausstieg Santorums steht Multimillionär Mitt Romney als Kandidat praktisch fest. Im krisengeschüttelten Amerika wird insbesondere die Wirtschaftslage über den Sieg in sieben Monaten entscheiden. Hier setzt sich Romney, der bei Einkünften von 40 Millionen Dollar nicht mal 15 Prozent Einkommensteuer zahlt, für niedrigere Steuern und weniger staatliche Leistungen aus.

Aber wie sehen seine Homo-Positionen aus? Wie so oft bei Romney ist es gar nicht so leicht, diese zu fassen. Im Vorwahlkampf haben seine innerparteilichen, bibelschwingenden Gegner ihn gerne als "Homo Lover" verunglimpft und auf seine Zeit als Gouverneur von Massachusetts verwiesen. Im liberalen Neu-England-Staat war er relativ unideologisch und führte sogar eine Krankenversicherungspflicht für alle ein - heute kritisiert er dagegen wie die meisten Republikaner dasselbe Gesetz auf Bundesebene, das Obama durchgesetzt hatte.

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Romney bei Homo-Themen ein Chamäleon

Als Gouverneur von Massachusetts grüßte Romney noch die CSD-Teilnehmer
Als Gouverneur von Massachusetts grüßte Romney noch die CSD-Teilnehmer

Beim Thema Homo-Rechte gab er sich zwar offen und warb auch in der Community. Heute erinnern sich Log Cabin Republicans, die Schwulen und Lesben in der Partei, noch immer mit tränenden Augen daran, dass er bei einer Wahl Mitte der 1990er Jahre ihre Unterstützung gesucht hatte und ihnen in einem Brief versichert habe, dass er "die Gleichstellung von Schwulen und Lesben zum Mainstream-Thema" machen werde. Allerdings sprechen seine Taten als Gouverneur von Massachusetts ein knappes Jahrzehnt später eine andere Sprache: Als ein Regional-Gericht 2003 anordnete, dass aus Gründen der Gleichbehandlung die Ehe für Schwule und Lesben in Massachusetts geöffnet werden muss, versuchte er unter anderem, die Eheschließungen mit einem längst vergessenen Gesetz einzuschränken, das einst gegen interrassische Hochzeiten eingeführt worden war.

Auch seine Rolle in seiner Kirche sollte Schwule und Lesben aufhorchen lassen, obgleich das bislang noch kein Thema im Wahlkampf ist: So ist Romney in der skurrilen Mormonenkirche nicht nur aktives Mitglied, sondern war auch als Bischof fünf Jahre lang in einer Führungsposition - immerhin in einer Organisation, die Homosexualität direkt auf Satan zurückführt und die Millionen von Dollar in den Kampf gegen die Homo-Ehe gesteckt hat.

Disappointment statt Hope

Präsident Barack Obama bei einem Auftritt für die Homo-Gruppe Human Rights Campaign
Präsident Barack Obama bei einem Auftritt für die Homo-Gruppe Human Rights Campaign

Obama ist Umfragen unter Schwulen und Lesben zufolge nach wie vor erste Wahl: Sie würden ihm zu drei Vierteln die Stimme geben, Romney könnte mit 25 Prozent rechnen. Allerdings ist der Stern Obamas im Vergleich zu seinem begeisternden Wahlkampf vor vier Jahren bereits gesunken. Statt "Hope" liest man häufiger das Wort "Disappointment" im Zusammenhang mit dem Präsidenten. Er hat insbesondere seine treuen Anhänger enttäuscht: So ist das Internierungslager Guantanamo entgegen Wahlkampfversprechen noch immer nicht geschlossen, milliardenschwere Steuererleichterungen für Reiche hat er auf Druck der Republikaner beibehalten und die Gesundheitsreform wird als bürokratisches Flickwerk wahrgenommen, das zum Unverständnis vieler Demokraten die Einführung von gesetzlichen Krankenkassen nicht vorsieht.

Für Schwule und Lesben hat Obama dagegen einige wichtige Verbesserungen durchgesetzt, die zuvor vom Republikaner Bush kategorisch ausgeschlossen worden waren: So wurde 2009 das Matthew-Shepard-Gesetz beschlossen, das Schwule und Lesben stärker vor Hassverbrechen schützen soll. Ferner setzte er die Abschaffung der unsäglichen "Don't ask, don't tell"-Regelung durch, mit der Homosexuelle im Militär gezwungen wurden, ihre sexuelle Orientierung gegenüber ihren Kameraden geheim zu halten - oder gefeuert zu werden. Auch auf internationaler Ebene setzt sich die Obama-Regierung für Homo-Rechte ein - so etwa bei den Vereinten Nationen, wo sich Obama bei einer Rede persönlich "für die Rechte von Schwulen und Lesben in der ganzen Welt" einsetzte. Sauer aufgestoßen ist Homo-Aktivisten dagegen, dass Obama nach wie vor betont, dass er die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau sieht - offenbar nimmt er diese Position ein, um Unentschiedene nicht zu verprellen.

Während seiner Präsidentschaft nahm Obama oft konservativere Positionen ein als die führenden Kongress-Demokraten - die überparteiliche Zusammenarbeit wegen. Allerdings hatten die Republikaner fast ausnahmslos kein Interesse an der ausgestreckten Hand: Die Tea-Party-Bewegung setzt auf Fundamentalopposition, zudem haben viele Abgeordnete, insbesondere aus den Südstaaten, nach wie vor Probleme mit der Hautfarbe des Präsidenten.

Umfragen zufolge liefern sich Romney und Obama ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem mal der eine, mal der andere die Nase vorne hat. Die Wahl entscheiden dürfte vor allem die Wirtschaftslage - geht es bergauf, ist Obamas Wiederwahl so gut wie sicher, geht es bergab, gewinnt Romney. Zudem dürfte es eine Wahl-Materialschlacht geben wie noch nie in der Geschichte, weil der Oberste Gerichtshof 2010 die Wahlkampffinanzierung liberalisiert hat: Obama und Romney dürften je eine Milliarde(!) Dollar für die Wahl Anfang November zur Verfügung stehen. Bis sich die launischen US-Wähler entschieden haben, wird also noch viel Wasser den Potomac River herunterfließen.

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Tags: us-wahlen, mitt romney, barack obama
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 US-Präsidentschaftswahl 2012
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Reaktionen zu "Obama gegen Romney"


 37 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
11.04.2012
13:10:46


(-8, 16 Votes)

Von TadzioScot
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Also mir ist es ehrlich gesagt schnuppe wer von den beiden US-Präsident wird, so oder so war es bis jetzt immer so das alle US-Präsidenten (auf die ein oder andere Art) irgendwo Verbrecher oder irgendwie Faschisten waren...


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#2
11.04.2012
13:29:01


(+5, 9 Votes)

Von Octavian07
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Mit den Republikanern egal mit welchem Kandidaten wird sich betreffend Homosexueller nichts ändern. So wie sich das mit den konservativen Regierungen hier in Europa oder in Deutschland verhält! Für mich eh unverständlich das Homosexuelle Mitglied in Parteien sein können, die nicht für Ihre Rechte einstehen oder sie verbessern wollen. Zu Obama. Wer Ahnung von Politik hat weiß, dass die Mehrheit im Repräsentantenhaus in republikanischer Hand ist. Also Guantanamo schließen ist für ihn momentan nicht möglich. Erfolge hat er doch mit der Krankenversicherung verbucht. Er hat die Besatzung im Irak schneller beendet als es Bush je vor hatte. Aus Afghanistan wird auch früher abgerückt. Die Reichen wollte er höher besteuern. Scheiterte aber wieder an der Mehrheit der Republikaner. Die Wirtschafts- und Arbeitslosendaten entwickeln sich immer positiver. Das hilft ihm! Wenn die Armen, der Mittelstand, die Minderheiten ihn wieder wählen bleibt er Präsident. Nur wenn die so blöd sind wie bei uns (da wählte man die FDP), kommt ein Republikaner an die Macht!


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#3
11.04.2012
13:42:18


(-2, 14 Votes)

Von TadzioScot
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1.Guantanamo vergessen
(das auch Obama nicht geschloßen hat) ?
2.Waterboarding vergessen ?
3.Vientam-Krieg vergessen ?
4.Agent Orange vergessen ?
5.Napalm Einsatätze vergessen (gibt ein berühmtes Bild in denen man ein Kind sieht das von napalm getroffen wurde) ?
6.Irak-Krieg vergessen (der mit erfundenen Beweisen begründet wurde und daher ein Völkerrechtwiedriger Krieg war) ?
7.Die geheimen Folter-Experminete der USA vergessen ?
8.Die KZs vergessen in denen die US-Regierung die Japaner gesteckt haben, die in den USA zuhause lebten ?
9.Jugoslawien-krieg Vergessen (der Völkerrechtswidrig auch mit den USA
geführt wurde) ?
10.Die KZs vergessen in denen die USA sogar Schwule gesteckt haben ?
11.Die 2 Atombomben abwürfe auf Hirshima und Nagasaki vergessen (obwohl die Japaner längst beisegt waren) ?
12.Den Atombomentest vergessen (in denen die eigene Regierung ihre eigenen Soldaten in eine Atombomben Explosion laufen ließen) ?
13.Water-Gate vergessen ?
14.Die McCarthy Ära vergessen (in der eine Wilde Kommunistenjagt stattfand, weil man in jeden einen Roten sah, inkl. Todesstrafen Urtteile ?)
15.Die noch immer existierende Todesstrafe in den USA vergessen ?
16.Die Öffentliche (Mediale) Vorführung von Saddam Hussein (egal wie man zu ihm steht) vergessen ?
17. Die Bewußte Atomare Verseuchung der Karbischen Inseln vergessen, wegen der US-Atombombentests ?
18. Abu-Grahib vergessen ?

Soll ich weiter machen ? Also zuerst mal an solche und viele viele viele andere Dinge denken bevor man hier gleich negativ Kommentare verteilt....

So oder so, der neue Pärsident wird
auch wieder Verbrechen begehen,
fragt sich nur welche...
War bisher immer so...


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#4
11.04.2012
13:47:23
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(0, 4 Votes)

Von ehemaligem User eMANcipation


Homo-Rechte in den 90ern bei den Republikanern anzusprechen ist ziemlich fortschrittlich, hätte ich ihm nicht zugetraut und war damals ziemlich progressiv.

Obama wird es nicht einfach haben gegen den liberalen Republikaner; gegen Santorum hätte er mit links gewonnen.


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#5
11.04.2012
13:55:50


(-2, 10 Votes)

Von SchoenAber


"So wurde 2009 das Matthew-Shepard-Gesetz beschlossen, das Schwule und Lesben stärker vor Hassverbrechen schützen soll. Ferner setzte er die Abschaffung der unsäglichen "Don't ask, don't tell"-Regelung durch, mit der Homosexuelle im Militär gezwungen wurden, ihre sexuelle Orientierung gegenüber ihren Kameraden geheim zu halten - oder gefeuert zu werden. Auch auf internationaler Ebene setzt sich die Obama-Regierung für Homo-Rechte ein - so etwa bei den Vereinten Nationen, wo sich Obama bei einer Rede persönlich "für die Rechte von Schwulen und Lesben in der ganzen Welt" einsetzte."

Schön, ändert aber leider nichts an den anderen Verbrechen die Obamas USA jeden Tag auf neue begehen..

Früher hatte man Hitler auch gut geredet,
denn er hat ja massig Arbeitsplätze geschaffen, da vergisst man dann halt schnell die ganzen Menschen die plötzlich in die Gefägnisse/KZs verschwanden oder gleich vergasst wurden.


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#6
11.04.2012
13:57:12
Via Handy


(+1, 9 Votes)

Von ehemaligem User eMANcipation
Antwort zu Kommentar #2 von Octavian07


Amerikaner und Vernunft, dass sind grundsätzlich zwei verschiedene Paar Schuhe ...


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#7
11.04.2012
14:03:42


(+8, 10 Votes)

Von Caleb
Antwort zu Kommentar #1 von TadzioScot


Trotzdem sollte man Unterschiede machen und z.B. einen Georg Bush von einem Obama unterscheiden wenn man die verschiedenen Präsidenten der USA gegenüberstellt.


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#8
11.04.2012
14:15:56


(+4, 10 Votes)
 
#9
11.04.2012
14:25:23


(-4, 10 Votes)

Von TadzioScot
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #7 von Caleb


Wenn man das muss... Bitte...
Ist ja deine sache... Ich muss es nicht...

Überspitztes-Beispiel:
Wenn ein Mann aus puren Hass 10 Menschen getötet hat und ein anderer Mann aus puren Hass
10.000 Menschen getötet hat, dann ist es mir, wie gesagt, scheißegal wer jetzt der bessere Mann von beiden ist, denn beide haben Menschen auf ihren gewissen. Da stelle ich nichts gegenüber...


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#10
11.04.2012
14:37:18


(-7, 9 Votes)

Von Gojan


Die Republikaner sehen aber meist geiler aus., wenn man so´n konservativen Daddy-Style mag, wie ich, aber nur zu anonymen tete a tete.
Hat denn Obama MANorexie? Und die Haare färbt er sich auch nicht mehr, wa?


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