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  • 13.04.2012           34      Teilen:   |

Skandalöser Kommentar

Karlsruher Zeitung vergleicht Homo-Ehe mit "Kindersex"

Der Europäische Gerichtshof hat am Donnerstag entschieden, dass das deutsche Inzest-Verbot nicht gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstößt. Bei den "Badischen Neuesten Nachrichten" (Auflage: knapp 130.000 Exemplare) sah man das offenbar als Anlass, seine eigenen Vorurteile auszuleben. In einem Redaktionskommentar wird davor gewarnt, dass "Tabubrüche" wie die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben und Kindersex in Deutschland Einzug hielten, wenn Inzest legalisiert würde. Hier der Text:

Würde man der sexuellen Selbstbestimmung den Vorrang einräumen vor allen Formen der sexuellen Begegnung, wäre die Erlaubnis zum Inzest nur der Anfang zu einer Fülle weiterer Tabubrüche. Dabei ginge es nicht nur um die Homo-Ehe, sondern auch um Inzest von Eltern mit ihren Kindern, um Kindersex, die Vielehe und andere Formen sexueller Verirrungen. Jede Gesellschaft basiert auf allgemein anerkannten moralischen Wertvorstellungen, sie braucht gerade in Zeiten der wachsenden Beliebigkeit verlässliche Leitplanken. Die europäischen Richter akzeptierten weise eine Norm, die auch von den Menschen akzeptiert wird.



Zwar ist der Kommentar so schwammig formuliert, dass beispielsweise nicht klar ist, ob die Homo-Ehe als "sexuelle Verirrung" bezeichnet wird. Klar ist aber, dass Gewalt an Kindern und einvernehmlichen Beziehungen unter Erwachsenen als "Tabubrüche" gleichgesetzt werden, die gegen "moralische Wertvorstellungen" verstoßen. Und so werden wieder mal Schwule und Lesben als Kinderficker diffamiert.

Die "Badischen Neuesten Nachrichten" stehen übrigens mit ihrer Interpretation des europäischen Urteils weitgehend alleine da. Viele Zeitungen halten das Verbot von Inzest (das ohnehin nur ein Verbot von Vaginalverkehr ist) für überholt und eine Bevormundung von mündigen Erwachsenen - wie einst das Verbot von Homosexualität eine Bevormundung gewesen ist. So schreibt die "Süddeutsche Zeitung": "Nun ist es Sache der Politik, auch das letzte Tabu, das letzte 'Verbrechen ohne Opfer' von der Strafbarkeit zu befreien - wie früher die Homosexualität, den Ehebruch, die Kuppelei". (dk)

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Tags: badische neueste nachrichten
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Reaktionen zu "Karlsruher Zeitung vergleicht Homo-Ehe mit "Kindersex""


 34 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
13.04.2012
12:35:38


(+2, 8 Votes)

Von Naja


Was ich bei der ganzen Inzestdiskussion nicht verstehe ist warum manche sagen das das Verbot konservative Gründe hätte?

Es ist lediglich der Vaginalverkehr verboten, Oral- und Analverkehr sind erlaubt, das zeigt ja das es keine konservativen, prüden Gründe sind die das Verbot begründen, sondern die Gefahr der Kinderzeugung zweier enger Blutsverwandter.

Klar kann man darüber diskutieren ob das menschenrechtsverletzend ist miteinander verwandten Heteropärchen die Kinderzeugung zu verwehren, aber die Begründung sollte schon auf Tatdsachen beruhen.

Solche Kommentare wie der in der Karlsruher Zeitung kommen von Leuten die keine Ahnung haben, die wissen nicht mal das Inzest nicht generell verboten ist.

Und auf den Vergleich von Homoehe mit Kindersex gehe ich nicht ein, das ist mir zu albern.


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#2
13.04.2012
12:58:47


(+5, 5 Votes)

Von tabularas


Um Vorurteile von Schwulen und Lesben über Pädophilie abzubauen habe ich folgenden Filmtipp:

Die neue Langzeitdoku: "Outing"

Link:
orf.at/diagonale/stories/2525680


Sven ist pädophil, das weiss er seit seiner Pubertät. Und fast eben so lange ist ihm klar, dass es für seine Neigung keine Erfüllung geben darf. Während einem der vielen Interviews in Outing erklärt er sinngemäss, er habe ja noch Glück, er sei nicht nur pädosexuell, sondern auch schwul. Und da bestehe zumindest die Chance, dass er einmal jemanden finde, der im legalen Alter sei und ihm gewogen.


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#3
13.04.2012
14:46:05


(+9, 9 Votes)

Von Bibo


Wann gibt es endlich Gesetze, die solche diffamierenden und verleumderischen Gleichsetzungen verbieten und uns erlauben, dagegen vorzugehen...


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#4
13.04.2012
15:53:30


(+8, 8 Votes)

Von Sebi


Volksverhetzung!

Und Volksverdummung!!

Hoffentlich geht dieses rechtsradikale Blättchen bald pleite.


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#5
13.04.2012
18:13:06


(+7, 9 Votes)
 
#6
13.04.2012
18:56:58


(-1, 5 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby


Karlsruher oder Badische Neueste..., ist das ein udn dasselbe Blatt?


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#7
13.04.2012
19:44:59


(0, 4 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Man sollte den Redakteur, der einen solchen Stuß verfaßt hat, sofort fristlos entlassen!


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#8
13.04.2012
19:45:11


(0, 10 Votes)

Von TadzioScot
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Was wollt ihr denn, mit eurer Kritik ?
Klar sie ist berechtig... Aber so lange die mehrheit der Schwucken begeisternd mit auf den Missbrauchhysterie-Zug aufspringt, braucht man sich nicht zu wundern, wenn man Schwule eben mit "Kindersex" vergleicht.

Ihr macht die Hetzer doch gerade scharf auf solche Themen. Weil IHR (die mehrheit) eben mitmacht. Somit pisst ihr euch (ob ihr wollt oder nicht) letztendendes selbst an euerUunser eigenes Bein...

Ihr wollt euch doch unbedingt von den Pädos distanzieren, und sägt dabei nur weiter an eueren (unseren) eigenen Ast, denn die Hetzer können eure zustimmung prima gebrauchen. Und dann kommt eben sowas bei raus.

Ja früher wie heute, Schwule sind eben immer noch "die, die den kleinen Jungs an die Schwänze gehen". Zumal es ja bekanntermaßen so ist, das viele Schwule eben Junge Kerle bevorzugen. Darum umsomher mit den Finger auf die bösen, bösen Pädos zeigen, um ja nicht aufzufallen.

Je schneller man also aufhört sich von den Pädos zu distanzieren, desto schneller könnte man, wenn man wollte, vereinnte Front mit ihnen machen. Aber da die mehreit DAS eben nicht will, ist sie eben selbs schuld das die Herrschenden so über uns sprechen und das natürlich vergleichen.


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#9
13.04.2012
19:57:32


(+6, 8 Votes)

Von TadzioScot
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Achja zum Thema "Inzest":
Sollen doch die Geschwister die sich Lieben miteinander Glücklich werden, schadet doch niemanden. Achso,sorry, ich vergass ja das
die meisten menschen meinen sich immer
in anderer Leuten Betten einzumischen !
Darum auch dieses Scheiß Unmenschliche Urteil !
Aber egal wie sie Urteilen:

"Das Gesetz kennt grenzen, die Liebe nicht."
denn liebe finde meist doch einen Weg, auch über Verbote...

Das galt damals für die Schwulen (und gilt noch in vielen Ländern für Schwule), und das
gleiche gilt natürlich auch für all die anderen Sexuellen Minderheiten auf der Welt...


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#10
13.04.2012
21:36:45


(-2, 14 Votes)

Von Xq28
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Antwort zu Kommentar #8 von TadzioScot


also tut mir wirklich leid, aber das geht zu weit.
Ich meine du kannst nicht ernsthaft der meinung sein, dass ausgelebte homoesexuallität (einvernehmlicher geschlechtsverkehr) mit pädophelie (definitiv NICHT einvernehmlich) dakor geht, oder?? und deine argumentation habe ich auch nicht verstanden, ich meine wieso sollte ausdrückliche distanzierung zu pädophielen dazu führen, dass man selbst für einer gehalten wird...?
ich mein die wütenden mobs (was das angeht, ist auch einiges im argen) die sich ja dieser tage desöfteren formieren, werden ja auch nicht für pädophiel gehalten.
das was mich tatsächlich nervt ist das hier praktizierte suhlen in selbstmitleid (ich hatte grad ein besseres wort - tja vergessen ;))
hallo, ich mein die meisten artikel hier befassen sich mit der diskriminierung der homosexuallität und 90% der kommentatoren fühlen sich in gerechtem zorn heilig bestätigt und fabrizieren spontane ergüsse absolut unterirdischer qualität, in der regel soll irgendwer irgendwo raus, oder für seine aussage bestraft werden. großartig, da geht genau das den bach runter was wir verteidigen wollen, MEINUNGSFREIHEIT
Hurra - welt gerettet :D


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