Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?16318

Übergriff mit Messer

Berlin: Wieder Schwule bedroht


In der Berliner U-Bahn gab es wiederholt Übergriffe (Bild: Peter Rosbjerg / flickr / by-nd 2.0)

Die Berliner Polizei berichtet wieder von einem Übergriff aus homophoben Motiven, der sich am Sonntagabend in Schöneberg zugetragen hat.

Nach Angaben der Behörden wurden zwei Schwule im Alter von 25 und 43 Jahren gegen 21 Uhr in einer U-Bahn der Linie 4 bedroht. Sie waren in Richtung Innsbrucker Platz unterwegs, als sie von einem Unbekannten angepöbelt, homophob beleidigt und mit einem Messer bedroht worden sind. Anschließend forderte der Mann die beiden Schwulen auf, ihm nach draußen zu folgen.

Den Bedrohten gelang es, am U-Bahnhof Bayerischer Platz die Polizei zu alarmieren. Der Täter konnte noch vor Eintreffen der Beamten in Richtung Münchener Straße flüchten. Jetzt ermittelt das Landeskriminalamt.

Homophobe Gewalt rückläufig, aber hohe Dunkelziffer

Im Januar hatte das Berliner Bündnis gegen Homophobie in seinem Jahresbericht von einem leichten Rückgang homophober Gewalt in der Hauptstadt berichtet, geht aber nach wie vor von einer hohen Dunkelziffer aus (queer.de berichtete). Auch der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), der zugleich Schirmherr des Bündnisses ist, sprach in diesem Zusammenhang von "teils üblen Beschimpfungen", die ihn wegen seines offenen Umgangs mit Homosexualität kontinuierlich erreichten.

Die Berliner Polizei hat immer wieder von Übergriffen auf Schwule berichtet, die offenbar aus Homohass verübt worden waren: So wurde im Februar ein 46-Jähriger wegen dessen angeblicher Homosexualität von einem Passanten beschimpft und schließlich mit einem Kopfstoß am Gesicht verletzt, so dass er ambulant behandelt werden musste (queer.de berichtete).

Ende März gelang der Polizei ein Schlag gegen die Neonazi-Szene, als die Beamten drei mutmaßliche Betreiber von rechtsradikalen Webseiten gefasst haben, auf denen auch gegen Schwule und Lesben gehetzt wurde (queer.de berichtete). (dk)



#1 le_waldsterbenProfil
  • 16.04.2012, 14:16hBerlin
  • Da fliehen Schwule und Lesben aus dem ganzen Land, ja aus vielen Ecken der Welt, nach Berlin, um von Homophobie frei zu sein, und dann erfahren sie hier alles viel schlimmer als auf ihren Heimatdörfern.
    In der tiefen Provinz, egal, ob im Bayrischen Wald, im Sauerland oder im Emsland, kann man heutztage offen zu seiner Homosexualität stehen. Die Reaktionen sind so gut wie in allen Fällen positiv. In den Großstädten allerdings gibt es genau die umgekehrte Entwicklung. Dort, wo sich, wie in Berlin, die Szene offen zeigt, wachsen immer mehr Widerstände.
    Neonazis und junge Männer aus dem moslemischen Kulturraum (wer sonst trägt ein Messer bei sich?) haben geradezu einen Hass auf Schwule, die ihrer Meinung nach noch tief unter ihnen stehen und auf die man also herum trampeln darf.
    Mein Tipp: Schwule, die frei und unschwert leben wollen, sollten in kleinere Großstädte wie Oldenburg, Münster oder Regensburg ziehen!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 das br*tAnonym
#3 Avalon84Profil
  • 16.04.2012, 14:46hberlin
  • ich bleibe in berlin. ich liebe diese stadt und ich lasse sie mir nicht von solchen homophoben deppen kaputt machen. wenn jmd meint ich als schwuler sei ein untermensch und will mich töten, so stellt er sich auf eine stufe mit den nazis. berlin ist eine multikultistadt. ich mag wie alles hier so bunt ist und die versch. kulturen und menschen aufeinander treffen. schade dass solche deppen meinen dieses imaga kaputt zu machen.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 no newsAnonym
  • 16.04.2012, 15:02h
  • man glaubt es kaum, aber eine gesellschaft, in der (hetero-) sexismus und zwangsheterosexualisierung herrschen, bedroht schwule. immer und überall.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 seb1983
  • 16.04.2012, 16:05h
  • Antwort auf #1 von le_waldsterben
  • Inzwischen hat man als Jugendlicher in Berlin und anderen Großstädten generell ein Messer mit sich zu tragen, nicht nur als Neonazi und Moslem.
    Allerdings geben diese an Schulen und in Jugendtreffs die neue Macho Leitkultur an.
    Bushido als Integrationspreisträger gibt die Richtung vor an der sich auch deutsche Jugendliche zu orientieren haben!
    Wenn hier die Clans auf der Straße oder in Clubs unterwegs sind dann verhält man sich generell lieber ruhig, als Schwuler ganz besonders.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 global villageAnonym
#8 -hw-Anonym
#9 seb1983
  • 16.04.2012, 16:49h
  • Antwort auf #8 von -hw-
  • Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn, und es war ja nicht alles schlecht damals, ne...
    Naja, wer sich selbst als Kommunisten sieht der muss halt auch mal beide Augen zudrücken.
  • Antworten » | Direktlink »