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Religionspolizei verschärft Verfolgung

Saudi-Arabien verbannt Homosexuelle aus Unis


An Hochschulen in Saudi-Arabien wird keine Abweichung von der Norm geduldet (Bild: Alan Light / flickr / by 2.0)

Schwule Männer und "burschikose Mädchen" sollen keine Schule oder Universität in Saudi-Arabien mehr besuchen dürfen, hat das Regime am Montag bekannt gegeben.

Wie "Emirates 24/7" unter Berufung auf eine arabischsprachige Zeitung der saudi-arabischen Herrscherfamilie berichtet, soll die gefürchtete Religionspolizei die Anordnung durchsetzen. Die so genannte "Behörde für die Verbreitung von Tugendhaftigkeit und Verhinderung von Lastern" hat die Aufgabe, "islamkonformes" Verhalten in der Öffentlichkeit durchzusetzen. Die Regierung wolle mit dem Homo-Verbot an Schulen und Hochschulen "ihre Anstrengungen intensivieren, das Phänomen zu bekämpfen, das auf manchen Internetseiten beworben wird."

Über die Details der Anordnung ist bislang nichts bekannt. Homosexuelle und "männliche" Frauen sollen aber wieder die Bildungseinrichtungen besuchen dürfen, wenn sie "Beweise" vorlegen könnten, dass sie ihr Verhalten geändert haben.

Homosexuellen droht die Todesstrafe

In den letzten Jahren gibt es immer wieder Berichte über Verhaftungen von Homosexuellen. Im Extremfall droht ihnen im absolutistisch regierten Königreich die Todesstrafe, ansonsten sind langjährige Haftstrafen und Auspeitschungen an der Tagesordnung. Auch für Vergehen wie Ehebruch oder Diebstahl lässt der Staat diese Art der Foltermethode zu. Im Land gibt es auch kein Recht auf Privatsphäre, so dass selbst Sex in den eigenen vier Wänden lebensgefährlich sein kann.

Saudische Diplomaten haben aber erklärt, dass Männer und Frauen für gleichgeschlechtlichen Geschlechtsverkehr nur hingerichtet werden würden, wenn sie gleichzeitig im Zusammenhang mit Kindesmissbrauch, Vergewaltigung, Mord oder politischer Verbrechen verurteilt worden sind. Zu ausländischer Kritik an der homofeindlichen Politik im Land erklären saudische Politiker, sie befolgten lediglich das islamische Gesetz, die Scharia. (dk)



#1 fbrede
  • 16.04.2012, 17:10h

  • Mittelmäßige Geister verurteilen gewöhnlich alles, was über ihren Horizont geht.
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#2 JesperAnonym
#4 GayreporterAnonym
  • 16.04.2012, 18:11h
  • Mal sehen, wann es hierzulande soweit ist, in Zeiten, wo in deutschen Ministerien geprüft wird, inwieweit man hier die schon längst praktizierte Scharia mit deutschem Recht in Einklang bringen kann...
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#5 arabicrevolutionAnonym
  • 16.04.2012, 18:50h
  • ...und unsere Regierung sowie die fast aller "westlichen Demokratien" machen mit diesem terrorregime geschäfte - das passt!

    Aber auf den Iran schimpfen....

    Sind die Todesurteile und hinrichtungen in Saudi arabien besser?
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#6 LorenProfil
#7 carolo
#8 ItchebAnonym
  • 16.04.2012, 19:39h
  • an der Dummheit solcher Vorgehensweise besteht sicher kein Zweifel.

    Aber mal ehrlich: Ist der christliche (katholische) "Glaube" da besser?? Wenn die könnten wie sie wollten, würden die es genauso machen. Und sie machen es auch! Nur subtiler. Primitivste Stimmungsmache von dem verkalkten Ex-Nazi in Rom zu jeder Gelegenheit. Und dennoch kreischen alle voller Entzücken "Wir sind Papst".

    Was maßen wir uns an, die Saudis zu verurteilen solange wir den "christlichen" Kriminellen, die die gleiche geistig minderbemittelte Einstellung haben, ein Rederecht im Bundestag gewähren und alle auch noch jauchzend dazu jubilieren. Die Masse der "zivilisierten" Deutschen ist um keinen Deut besser!

    Kotz!
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#9 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 16.04.2012, 19:42h
  • Im Königreich Saudi-Arabien gilt also die Scharia! Fehlt nur noch, daß ein islamistischer Gottessstaat errichtet wird, dann hilft für Schwule und Lesben nur noch auswandern.
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#10 SebiAnonym
  • 16.04.2012, 20:36h
  • Diktaturen halt.

    Und Westerwelle schweigt weiter statt seinen Job als Außenminister zu machen.

    Und wenn diese Leute dann hier um Asyl bitten, werden sie dank der Gesetze von Schwarz-Gelb zurück in den sicheren Tod geschickt.
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