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Meta-Studie

Anderssein lohnt sich


"Jeder Jeck ist anders" – jetzt auch wissenschaftlich belegt (Bild: Franco Folini / flickr / by-sa 2.0)

Eine Auswertung von mehreren hundert Studien zum Thema Diversity belegt, dass sich die Förderung und Akzeptanz von Vielfalt auch wirtschaftlich rechnet

Von Carsten Weidemann

Wenn sich eine Geschäftsleitung Gedanken macht zur Vielfalt sexueller Orientierungen (LGBT Diversity) im eigenen Laden, führt dies zu positiven Effekten auf den Unternehmenserfolg. Sowohl intern durch erhöhte Produktivität, als auch extern durch verbesserte Außenwirkung und Marktabdeckung. Dies ist das Ergebnis des "International Business Case Report" (IBCR), einer neuen Meta-Studie der Kölner Beraterfirma "Ungleich Besser Diversity Consulting". Die Forscher evaluierten mehrere hundert Studien aus aller Welt und wählten nach Angaben des Projektleiters Michael Stuber diejenigen aus, die seriöse und professionell erhobene Ergebnisse zur Wirtschaftlichkeit von Diversity und Inklusion liefern.

Mit Diversity Management wird die individuelle Verschiedenheit der Mitarbeiter besonders wertgeschätzt und versucht, sie für den Unternehmenserfolg nutzbar zu machen. Je wohler und akzeptierter sich jemand in seinem Job fühlt, desto motivierter wird er sich dort einsetzen. Mit Inklusion wird in der Soziologie der Versuch beschrieben, die Gleichwertigkeit eines Individuums zu betonen. Normal ist hierbei das Vorhandensein von Unterschieden. Und auf die muss ein Unternehmen reagieren, damit jeder die Möglichkeit hat, seine Arbeit bestmöglich zu tun. Ein Beispiel ist hier die Barrierefreiheit in einem Bürogebäude für Menschen im Rollstuhl.

Diversity ist mehr als Toleranz, Inklusion betont das Gemeinsame


Der Report für Fachkräfte

Die aktuelle IBCR Studie basiert auf zwei Vorgänger-Berichten von 2007 und 2009. "Es ist bemerkenswert, dass die Gesamtzahl der Studien in nur zwei Jahren um 50 Prozent gewachsen ist", staunt Stuber.

Aber im Ergebnis sagt die große Zusammenfassung und Auswertung: Diversity Management steigert Engagement, Leistung sowie Zufriedenheit am Arbeitsplatz. Es bewährt sich im Wettbewerb, führt zu einer verbesserten Entscheidungsfähigkeit und fördert das Image. Der 190-seitige englische Fach-Schmöcker hat allerdings seinen Preis: Der Einstieg ins Diversity-Management kostet 480 Euro.



#1 RaffaelAnonym
  • 16.04.2012, 20:59h
  • Diversity-Management (nicht nur Toleranz, sondern aktive Förderung von Vielfalt) ist ein echter wirtschaftlicher Vorteil, der sich finanziell auszahlt. Für Unternehmen wie für ganze Volkswirtschaften.

    Politiker, die uns nicht vollständig gleichstellen, verachten nicht nur uns und nehmen uns unsere Grundrechte, sondern sie schaden dem ganzen Land und allen Bürgern!!

    Das zeigt, dass solche Leute für ihren Hass sogar ihrem Land schaden.
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#2 RobinAnonym
  • 16.04.2012, 21:09h
  • In der Biologie und der Evolution ist Vielfalt ein Vorteil. Das künstlich zu unterdrücken ist natürlich schädlich.

    Jedes Unternehmen, das Vielfalt nicht aktiv fördert ist dumm und verschwendet Geld. Und Staaten, die Vielfalt unterdrücken statt zu bestrafen, sind noch viel dummer.
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#3 WiederlichAnonym
  • 16.04.2012, 21:21h
  • Antwort auf #1 von Raffael
  • "Eine Auswertung von mehreren hundert Studien zum Thema Diversity belegt, dass sich die Förderung und Akzeptanz von Vielfalt auch wirtschaftlich rechnet"

    Kapitalismus ist ja soooo wiederlich...
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#4 HistoryAnonym
  • 16.04.2012, 22:27h
  • Antwort auf #3 von Wiederlich
  • Ja. Demnächst "rechnet" es sich in der sich weiter verschärfenden kapitalistischen Krise eben nicht mehr. Die Geschichte zeigt, was dann aus dieser Art von "Diversity"-Verwertung werden wird. Sarrazin oder z. B. die Hartz-IV-Konstrukteure, die Kinder für ihr ganzes Leben im Voraus ins Abseits stellen, haben schon die Vorlagen für die kommende Kosten-/Nutzenrechnung geliefert.
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#5 DemokratieAnonym
#6 anti-diversityAnonym
#7 EricoAnonym
  • 17.04.2012, 03:01h
  • Mir hat noch nie jemand erklären können, was ein "Diversity Manager" eigentlich macht, wie man an so einen Job kommt und welche Quali man/frau dafür mitbringen muss. Nur Studien auswerten ist ja auf Dauer langweilig, daher kann ich mir das eigentlich nur so vorstellen:

    www.youtube.com/watch?v=ZTjyRu88PRE
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#8 MarcAnonym
  • 17.04.2012, 07:59h
  • Diversity ist einer der größten Wettbewerbsvorteile für Unternehmen aber auch Staaten. Da geht es nicht nur um Grundrechte sondern gerade auch um wirtschaftliche Vorteile. Wer das aus ideologischer Verblendung ignoriert sollte in einem Unternehmen nichts zu sagen haben. Und erst recht nicht in der Politik.
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#9 MarekAnonym
  • 17.04.2012, 08:19h
  • Antwort auf #3 von Wiederlich
  • Selbst wenn Kapitalismus widerlich ist, ist es doch schön, dass wir die jetzt mit ihren eigenen Mitteln schlagen können.

    Viele Leute verstehen nun mal nur die Sprache des Geldes und wenn man denen klar machen kann, dass ihre Homophobie ihnen auch wirtschaftlich schadet, ändert sich was.

    Man kann ja gerne weiter gegen Kapitalismus kämpfen - dafür gibt es gute Gründe. Aber das heißt ja nicht, dass man nicht auch schon Homorechte innerhalb des jetzigen Systems fordern und umsetzen sollte.
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#10 TimonAnonym
  • 17.04.2012, 08:37h
  • Homophobie schadet Unternehmen und Staaten!

    Dass dennoch genug Manager und Politiker weiterhin ihren Hass über die Interessen von Unternehmen bzw. ihres Landes stellen, zeigt wie hasserfüllt die sein müssen und wie blind der Hass sie macht.

    Dass dennoch Leute solche Parteien wie CDU, CSU und FDP wählen, ist der Beleg, dass auch bei den Wählern genug Leute sind, die offenbar nicht zu Ende denken.
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