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  • 18.04.2012           11      Teilen:   |

Kritik an geplantem Auftritt von Bounty Killer

Mit "The Only Show in Germany" wird der Auftritt beworben. Mal sehen.
Mit "The Only Show in Germany" wird der Auftritt beworben. Mal sehen.

Im letzten Herbst hatte die Schwulen- und Lesbenbewegung noch aufgeatmet: Nach breiten Protesten konnte ein Auftritt des jamaikanischen Hass-Sängers Bounty-Killer in Deutschland verhindert werden (queer.de berichtete) - mehrere Konzertstätten in Europa hatten dem Künstler abgesagt, so dass er schließlich eine Tour frühzeitig beendete.

Nach dem Calabash Club in Berlin hat sich nun die Trafalgar Lounge in Hamburg den Ärger ins Haus geholt: Für den 3. Mai ist dort ein Konzert von Bounty Killer angekündigt. Der 39-Jährige hatte in dem Song "Another Level" aus dem Jahr 2000 dazu aufgerufen, Schwule zu verbrennen und zu ertränken, in "Look Good" (2002) hieß es: "Lösche die Schwuchtel mit einem Laser-Beam aus". Es gibt weitere ähnliche Lyrics.

"Wer in Jamaika zu Hass gegen Schwule und Lesben aufruft, darf in Deutschland nicht damit Geld verdienen", kritisierte der Grünenpolitiker Volker Beck am Mittwoch in einer Pressemitteilung. "Bounty Killer ist einer der schlimmsten Hasssänger der Reggae-Szene." Beck forderte die Veranstalter auf, das Konzert abzusagen, und hat beantragt, dass Bounty Killer zur Nicht-Einreise ausgeschrieben wird.

Fortsetzung nach Anzeige


"Unvorstellbare Schwulenhatz"

2008 hatten die Grünen schon einmal ein Einreiseverbot in den Schengen-Raum durchgesetzt und damit Konzerte in drei deutschen Städten verhindert - ein Konzert in Ungarn konnte aber unter ungeklärten Umständen stattfinden. Im gleichen Jahr setzte die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften einige Alben des Sängers auf den Index.

Anders als andere umstrittene Sänger aus Jamaika hat Bounty Killer bis heute nicht den "Reggae Compassionate Act" unterzeichnet, mit denen sich die Künstler von früheren Werken distanzieren und versprechen, diese nicht mehr aufzuführen. Mit dem Konzert in Hamburg soll eine Europatournee mit Stationen auch in Österreich (Wien) und der Schweiz (Lausanne, Zürich) sowie in den Niederlanden, in Frankreich und Italien beginnen.

In einem Brief hatte der Hamburger LSVD zusätzlich den Polizeipräsidenten der Stadt aufgefordert, dafür Sorge zu tragen, "dass dem Interpret keine Bühne geboten wird und dass die genannten menschenverachtenden Lieder (...) nicht zur Aufführung kommen." Es könne "nicht angehen, dass auf deutschen Bühnen von denselben Leuten zu Mord und Totschlag aufgerufen wird, die in Jamaika regelmäßig für eine unvorstellbare Schwulenhatz sorgen. Von Dancehall Bühnen herab sorgen Interpreten wie Bounty Killer dafür, dass Konzertbesucher immer wieder (vermeintlich) schwule Männer durch die Straßen jagen und erschlagen." Der Verband hat sich inzwischen auch an den Bürgermeister, den Innensenator und alle Parteien der Hansestadt gewandt. (nb)

Nachtrag, 17h: Angeblich wegen größeren Andrangs beim Ticketverkauf wurde das Konzert in Hamburg verlegt in den Club "Festplatz Nord".

Nachtrag, 20.4., 15h: "Festplatz Nord" hat bekannt gegeben, dass Bounty Killer nicht bei ihnen auftreten werde. Man habe "übereilt" zugesagt und sich erst danach mit dem Künstler befasst. Man werde "rassistischem und homophoben Gedankengut" keine Bühne bieten. Ob und wo Bounty Killer auftritt, ist derzeit unklar.

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Tags: bounty killer, reggae, hamburg, volker beck, lsvd
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Reaktionen zu "Kritik an geplantem Auftritt von Bounty Killer"


 11 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
18.04.2012
17:02:06


(+4, 6 Votes)

Von Fred i BKK


........Volker,wir danken Dir ,haetten wir mehr von Deiner Sorte ,wuerde manches schon anders aussehen.....aber leider sind ja unsre Polit-Schwulen ,ausser Dir lieber Volker ...fuer die Restmuell-Tonne.
Rot gibts jetzt gleich von Foxxy-Lochness oder so...
Denke der Gute hat mal einen Korb von Volker bekommen......

immer wieder :

Volker steht zu uns ......Danke!!


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#2
18.04.2012
17:30:34


(-4, 6 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Schon erschreckend, daß die Ticketnachfrage hier in Deutschland so groß ist und die Konzerte leider doch stattfinden. Trotzdem wird es sich der LSVD und die LGBT-Community nicht nehmen lassen, um vor Ort dagegen scharf zu protestieren!


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#3
18.04.2012
17:49:35


(+2, 4 Votes)
 
#4
18.04.2012
18:03:31


(+3, 3 Votes)

Von Claudia


Widerlich, dass Clubs diese homophoben, gewaltverherrlichenden Dreckschweine immer wieder einladen - da wäre jetzt massiv Druck auf diese Clubs gefragt !!!!!


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#5
18.04.2012
20:13:27


(+2, 2 Votes)

Von Sebi


Wieso dürfen solche Faschos ihre Hassaufrufe ungehindert verbreiten?

Würden die dasselbe über Migranten, Juden, Farbige, etc. singen, wären die (zu recht) längst verboten und dürften nicht auftreten.

Aber bei Mordaufrufen gegen Schwule ist das alles anders.

Es wird höchste Zeit, dass sich die politischen Verhältnisse ändern und endlich Gesetze kommen, die jede Art von Gewaltaufrufe (egal gegen wen) unterbinden!!


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#6
19.04.2012
12:31:42


(+3, 3 Votes)

Von Marek


Wieso darf man zu Gewalt und Mord aufrufen, wenn man es nur als "Musik" verkauft?!

Und wieso gilt für Gewaltaufrufe gegen Schwule nicht dasselbe, wie wenn es um Juden, Muslime, Farbige, etc. geht?!

Da die geldgeilen Veranstalter für Geld auch Nazibands auftreten lassen würden, wird es höchste Zeit für gesetzliche Regelungen!

Und da Union und FDP da keinen Bedarf sehen, ist das nur ein weiterer Grund, weshalb die besser heute als morgen verschwinden sollten!


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#7
19.04.2012
14:30:30


(+4, 4 Votes)

Von Loren
Aus Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)
Mitglied seit 02.11.2013


Antwort auf meine Email an Festplatz Nord:

"Statement zur aktuellen Diskussion um Bounty Killer:


Der Künstler „Bounty Killer“ wird bei uns nicht auftreten und wir distanzieren uns ausdrücklich von seinen Texten.
Der Veranstalter des Konzerts kam auf uns zu, weil er das Konzert, seiner Aussage nach aufgrund der großen Nachfrage, in eine größere Location verlegen wollte.
Da die Anfrage für die Verlegung sehr kurzfristig war, haben wir, im Nachhinein betrachtet übereilt, zugesagt.
Nach genauerer Recherche und diversen Mails, müssen wir feststellen, dass wir uns täuschen lassen haben, und betonen nochmals, dass es bei uns keine Bühne für diesen Künstler gibt.
Wir möchten uns für diesen Fehler entschuldigen und versichern, dass wir auch weiterhin keinem rassistischen und homophoben Gedankengut eine Plattform bieten werden.

FESTPLATZ NORD
Mit freundlichen Grüßen

Fabian Weiland von Ruville"
________________________


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#8
19.04.2012
16:08:34


(+1, 1 Vote)

Von fink
Antwort zu Kommentar #7 von Loren


super!

das zeigt auch, dass es durchaus was bringen kann, sich einzumischen.


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#9
19.04.2012
16:21:43


(+1, 1 Vote)

Von ehemaligem User Nicole


ich finde es ja super, dass volker beck da immer wieder klar stellung bezieht, es sollte tausend volker becks geben. aber die betonung liegt auf "immer" - warum ist es immer NUR volker beck? macht sonst kein weiterer bekannter politiker mal den mund auf? Linke? SPD? FDP? oder macht es sich die queer.de-redaktion nur immer zu leicht, indem sie zu jedem homohasser-thema immer wieder nur den selber politiker/die selbe partei zu wort kommen lässt? mir erscheint die berichterstattung in diesem punkt schon seit langem auffällig einseitig ...


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#10
19.04.2012
18:35:35


(0, 0 Vote)

Von Marc


Toll, dass Volker Beck (Grüne) nicht locker lässt. Tausend Dank an Ihn für sein Engagement.

Ich frage mich aber auch, wieso unser Spaßkanzler Guido Westerwelle untätig ist. Gerade er sollte und könnte da viel effektiver handeln als jemand aus der Opposition.

Zeigt nur mal wieder die Verlogenheit und Scheinheiligkeit der FDP. (Sorry, ist aber nun mal so. Ich kann ja auch nichst für das Verhalten der FDP.)


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