Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 20.04.2012           13      Teilen:   |

EU-Parlament: Weiterer Schritt gegen LGBT-Diskriminierung

Das Europäische Parlament in Straßburg - Quelle: niksnut / flickr / cc by-sa 2.0
Das Europäische Parlament in Straßburg (Bild: niksnut / flickr / cc by-sa 2.0)

Das Europäische Parlament hat am Mittwoch bei der Verabschiedung des jährlichen Menschenrechtsberichts eine Zusatzerklärung verabschiedet, in der es um LGBT-Rechte geht. Für die Ergänzung stimmten 353 Abgeordnete, 52 enthielten sich und 268 stimmten dagegen, darunter 37 der 42 deutschen Abgeordneten der EVP.

Die nun beschlossenen Punkte 112 und 113 des Berichts (engl. PDF) begrüßen ein vor zwei Jahren erstelltes diplomatisches "Toolkit" einer EU-Arbeitsgruppe, das Mitgliedsstaaten und der EU selbst ermöglichen soll, auf Menschenrechtsverletzungen von LGBT zu reagieren. Der Rat solle sie nun in bindende Richtlinien umsetzen und die strukturellen Gründe für die Verletzungen erforschen; LGBT-Rechte seien auch in Gesprächen mit Drittstaaten zu berücksichtigen.

Auch sollten Mitgliedsstaaten Schwulen, Lesben und Transgendern Asyl gewähren, wenn sie wegen ihrer sexuellen Orientierung oder Identität kriminalisiert werden; dabei müssten die gut begründete Angst vor krimineller Verfolgung und die Selbstidentifikation als LGBT berücksichtigt werden.

Fortsetzung nach Anzeige


Die Kommission solle sich zudem dafür stark machen, dass Transsexualität im Rahmen der Beratungen um die elfte Version der International Classification of Diseases (ICD-11) nicht mehr als Krankheit eingestuft wird. Auch müsse die Kommission einen umfassenden Fahrplan aufstellen, mit dem gegen Homo- und Transphobie sowie Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung und Diskriminierung vorgegangen wird. Zugleich lobten die Parlamentarier die Entscheidung der UNO, eine Todesstrafe für Homosexuelle zu ächten.

37 der 42 deutschen Abgeordneten der EVP - also der europäischen Vertreter von CDU/CSU - stimmten gegen die Zusatzerklärung und gaben dazu keine Begründung für die Webseite zur Abstimmung ab. Aus der deutschen EVP-Fraktion votierte lediglich Herbert Reul (CDU) für die Erklärung, wie auch alle anderen anwesenden deutschen EU-Abgeordneten der anderen Fraktionen.

Neben der EVP war die ECR einer der Hauptgegner der Zusatzerklären, darunter Mitgliedern der polnischen Kaczynski-Partei. Auch die meisten britischen Tories stimmten gegen die Erklärung oder enthielten sich. Die oppositionelle Labour-Partei griff die Konservativen deswegen als "Neandertaler" an. Aus Deutschland ist keine entsprechende Aufregung bekannt. (nb)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 13 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 100             10     
Service: | pdf | mailen
Tags: europaparlament, straßburg
Schwerpunkt:
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

Reaktionen zu "EU-Parlament: Weiterer Schritt gegen LGBT-Diskriminierung"


 13 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
20.04.2012
19:48:42


(-6, 12 Votes)

Von Rantanplan


Heute ist der Tag der guten Nachrichten - auch anderswo werden die letzten Diskriminierungsbastionen angegangen.
In Israel wird - nach dem liberalen und reformorientierten Verband - auch der Verband der konservativen jüdischen Gemeinden offen schwul oder lesbisch lebende Menschen als Rabbiner bzw. Rabbinerinnen ordinieren:

Israel: Verband konservativer Juden ordiniert homosexueller Rabbiner

Link zu www.haolam.de

Nach dem die rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung der LGBT in Israel schon seit Jahren Realität ist, wird sie es nun auch im religiösen Leben.
Europa kann sich ein Vorbild nehmen ....


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
20.04.2012
19:58:12


(+7, 11 Votes)

Von freshness
Antwort zu Kommentar #1 von Rantanplan


Lieber Haaretz als haolam.

Link zu www.haaretz.com


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
20.04.2012
21:39:59


(-6, 12 Votes)

Von Timm Johannes
Antwort zu Kommentar #2 von freshness


Wenn wir schon bei den positiven Meldungen aus dem Sektor Religion sind:

Als 11 von 20 ("Fusion der drei Landeskirchen im Norden im Mai") Landeskirchen der EKD ermöglicht die Mitteldeutsche Kirche dieses Wochenende öffentliche Segnungen für verpartnerte homosexuelle Paare.

Und als weitere Landeskirche ermöglicht die Mitteldeutsche Kirche an diesem Wochenende offen verpartnerte homosexuelle Pfarrer in den Pfarrhäusern Mitteldeutschlands, was bereits zuvor die grosse Mehrheit der Landeskirchen in der EKD ebenso positiv befürwortet hat.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
20.04.2012
21:56:12


(-5, 7 Votes)

Von alexander
Profil nur für angemeldete User sichtbar


wäre doch schön gewesen, wenn # 1. - 3. auf diesen artikel reagiert hätte !


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
20.04.2012
21:58:50


(+6, 8 Votes)

Von alexander
Profil nur für angemeldete User sichtbar


[Zugleich lobten die Parlamentarier die Entscheidung der UNO, eine Todesstrafe für Homosexuelle zu ächten.]
na, wenn das kein fortschritt im jahre 2012 ist ????? immerhin ist hier von europa die rede !


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
21.04.2012
00:02:55


(-1, 7 Votes)

Von Timm Johannes
Antwort zu Kommentar #5 von alexander


@alexander
Stimmt ist besser auf den Artikel bezogen zu schreiben.

Daher klar ein gute Meldung aus dem Europäischen Parlament.

Hoffentlich kommt irgendwann der Tag, an dem das Europäische Parlament eine Richtlinie erläßt, wonach in jedem (!) Mitgliedstaat eine Lebenspartnerschaft für homosexuelle Paare Mindeststandard ist - und noch besser die Gleichgeschlechtliche Ehe Mindeststandard in allen EU-Mitgliedsstaaten ist. Aber das dürfte leider sicherlich noch weitere Jahrzehnte dauern, bis wir da in Europa bei den LGBT Rechten ankommen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
21.04.2012
00:22:37


(-1, 5 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Wenigstens hat die EU - oder soll man besser sagen ihre überbezahlten und trägen Parlamentarier - ja noch Zeit, sinnvolle Dinge wie zwei Zusatzklauseln zu verabschieden! Ist ja sehr löblich - ob sich aber sämtliche 27 Mitgliedsstaaten dran halten werden, bleibt abzuwarten.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
21.04.2012
13:30:00


(+4, 8 Votes)

Von Sebi


Was klar, dass die CDU/CSU auch auf europäischer Ebene alles daran setzt, uns weiterhin als Menschen 2. Klasse zu behandeln.

Der politische Arm der katholischen Kirche kann sich nur am Leben halten, weil er wie die Mutterorganisation Hass und Vorurteile verbreitet.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
21.04.2012
14:46:50


(+6, 10 Votes)

Von Marek


CDU/CSU zeigen wieder mal, dass sie für aufgeklärte, gebildete, moderne Menschen unwählbar sind.

Und wer deren Schoßhündchen von der FDP wählt, muss sich darüber im Klaren sein, dass er in Wirklichkeit Union wählt.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
21.04.2012
15:32:01


(+4, 6 Votes)

Von Joonas


Solange es noch Schwule und Lesben gibt, die solche Parteien wählen, wird sich nichts ändern.

Würden wir nur mal ein einziges mal alle an einem Strang ziehen und nur Parteien wählen, die uns vollständig gleichstellen wollen, dann würden diese Parteien sehen, dass man ohne uns keine Wahlen mehr gewinnen kann. Dann würden die sich aus reiner Machtgeilheit sehr schnell ändern.

Denn für ihren Machterhalt werfen die immer wieder mal ihre Prinzipien über Bord. Wir müssten nur mal alle an einem Strang ziehen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  12  vor »


 POLITIK - EUROPA

Top-Links (Werbung)

 POLITIK



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Fünf Gründe für einen Ausflug nach Amsterdam Hedwig von Beverfoerde tritt aus CDU aus Sachsen: Alle außer AfD begrüßen Sexualkunde-Leitlinien IS soll mutmaßlichen Schwulen in Syrien exekutiert haben
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt