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Zugegeben, die Überschrift ist etwas reißerisch. Aber es kommt schließlich nicht alle Tage vor, dass ein Vertreter des Lesben- und Schwulenverbands Deutschlands (LSVD) in den Aufsichtsrat eines großen Fußballvereins einzieht.

Ohne Gegenstimme wurde Jörg Steinert, der junge Landesgeschäftsführer des LSVD Berlin-Brandenburg (Foto rechts), am Samstag in den Aufsichtsrat des Berliner Clubs Türkiyemspor gewählt. "Seit 2006/2007 arbeite ich mit Türkiyemspor zusammen und habe hier neue Freundinnen und Freunde gefunden", freut sich Steinert auf seine neue Aufgabe.

Der Fußballverein, der in Kurzform Türkiyem ("meine Türkei") genannt wird, war 1978 in Berlin-Kreuzberg von Migranten gegründet worden und gilt international als ein Erfolgsmodell; unter ähnlichem Namen gründeten sich später weitere Vereine in ganz Deutschland, selbst in Amsterdam, London und Städten in Australien und den USA gibt es entsprechende Clubs. Seit langem ist der Berliner Verein ein enger Kooperationspartner des LSVD-Landesverbands. Durch gemeinsame Plakatkampagnen, Podiumsdiskussionen, Kulturevents und Fußballturniere hat sich gegenseitiges Vertrauen entwickelt. So gehört der Fußballverein zu den Gründungsmitgliedern des Bündnisses gegen Homophobie und unterstützte die dreisprachige Kampagne "Liebe verdient Respekt". Unvergessen, als Türkiyemspor-Kicker Erkut Ergiligür mit nacktem Oberkörper für die "Respect Gaymes" warb!

Im Aufsichtsrat warten auf Jörg Steinert übrigens nicht nur Kaffee und Gebäck: Türkiyemspor befindet sich in einer handfesten Krise. Aufgrund finanzieller Probleme musste der Verein im vergangenen Dezember Insolvenz anmelden und zog sich gleichzeitig vom Spielbetrieb der Oberliga zurück.

"Jetzt wollen wir gemeinsam anpacken und den Verein retten", kündigte LSVD-Mann Steinert an. "Spenden sind herzlich willkommen!" (cw)



#1 Lapushka
  • 22.04.2012, 23:49h
  • Ich glaub, der Verein ist nicht zu retten. Aber ich drücke die Daumen.

    "Unvergessen, als Türkiyemspor-Kicker Erkut Ergiligür mit nacktem Oberkörper für die "Respect Gaymes" warb!"

    Mit Abstrichen, hat wohl ziemlich auf den Deckel gekriegt für die Werbung.

    www.taz.de/!35687/
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#2 enddarmAnonym
  • 23.04.2012, 02:12h
  • kann mich irren aber als Erkut Ergiligür einen preis für sein engagement erhalten sollte hat wollte der verein ihn doch nicht haben. von wegen "die menschen sollen nicht denken wir unterstützen homos" oder so ähnlich. ich glaube auch ihr habt darüber berichtet. warum wird das alles also jetzt unter den tisch gekehrt?
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