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Die katholische Kirche sieht die staatliche Ehe nicht als politische, sondern als religiöse Frage

Staatlich unterstützte katholische Schulen in England und Wales fordern ihre größtenteils minderjährigen Schüler auf, eine Petition gegen die Ehe-Öffnung zu unterschreiben.

Die katholische Kirche verschärft ihren Widerstand gegen die von der konservativ-liberalen Regierung geplanten Ehe-Öffnung für Lesben und Schwule: Sie ruft elf- bis 18-jährige Schüler an 385 weiterführenden katholischen Schulen auf, die Gleichstellung im Ehe-Recht zu bekämpfen. Insbesondere sollten die Schüler eine Online-Petition der "Coalition für Marriage" unterzeichnen, die bereits von rund einer halben Million Menschen unterstützt wird. "Wenn die Ehe neu definiert wird, werden diejenigen, die an die traditionelle Ehe glauben, ausgebootet", warnen die Autoren der Petition.

Zwar ist nach einem Gesetz aus dem Jahr 1996 die politische Indoktrination von Schülern verboten. Eine Sprecherin des Katholischen Bildungsdienstes (CES) erklärte jedoch gegenüber der Tageszeitung "Guardian", dass die Homo-Ehe nichts mit Politik zu tun habe: "Schulen mit einem religiösen Charakter dürfen Unterricht zum Thema Sex und Beziehungen und Schülerversammlungen abhalten, die die religiösen Ansichten der Schule weitergeben. Die katholische Sicht auf die Ehe ist nicht politisch, sondern religiös begründet".

Hirtenbrief gegen Homo-Rechte

Im März ließen die Vorsitzenden der Bischofskonferenz in über 2.500 Gemeinden bereits einen Hirtenbrief verlesen, der auf die Bedeutung der Ehe als Verbindung von Mann und Frau hinwies. Man habe gegenüber Eheleuten die Verpflichtung, die Gesellschaft vor dem "radikalen Schritt" zu bewahren, der die Definition der Ehe verändere, ließen die Pfarrer die Gläubigen wissen.

Die katholische Kirche ruft ihre Anhänger auch in anderen Ländern auf, sich gegen Homo-Rechte zu wehren: So appelliert etwa ein amerikanischer Erzbischof im US-Bundesstaat Washington an seine Anhänger, sich für ein Referendum zur Abschaffung der Ehe-Gleichstellung einzusetzen. Allerdings spricht sich in den USA eine Mehrheit der Katholiken für die Gleichbehandlung aus und mehrere Pfarrer verweigern sich inzwischen der homofeindlichen Haltung ihrer Kirche (queer.de berichtete). (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 LeserAnonym
  • 26.04.2012, 13:34h

  • Schüler benutzen um gegen Rechte einer Minderheit zu kämpfen... Dieses Menschen haben keine Hobbys als sich nur mit sowas zu beschäftigen... Krank ist sowas
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#2 SarkastAnonym
  • 26.04.2012, 13:39h
  • Bin mal gespannt wann der erste wieder mit dem "Missbrauchs-Totschlag-Argument" kommt um die
    Kirche zu kritisieren... Ring Frei...
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#3 GeorgB
  • 26.04.2012, 14:52h
  • Antwort auf #2 von Sarkast
  • Bin mal gespannt, wann der erste Gottesanbeter wieder mit einem Kirchenkritik-Verhinderungs-Modul kommt, um den widerlichen Laden bloß nicht noch mehr bloßstellen zu lassen...

    Oooops, da war er ja schon
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#4 SarkastAnonym
#5 panzernashorn
  • 26.04.2012, 15:03h
  • Solche faschistischen Hassprediger müssen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln und notfalls mit neuen die Menschwürde achtenden Gesetzen zurückgedrängt werden und daran gehindert werden, ihr unheilvolles Werk zum Nachteil unschuldiger Menschen weiterführen zu können.

    Jetzt benutzen die schon Minderjährige für ihre menschenverachtenden Ziele - erschreckend und beschämend zugleich.

    Außerdem sollte doch eine gerade durch ihre unrühmliche "Vergangenheit" und auch Gegenwart (!!) immer deutlicher durch negative Schlagzeilen bekannt werdende Sekte besser ihr Schandmaul halten.

    Weg mit diesem selbstgefälligen, machtgeilen und charakterlosen Verein!
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#6 finkAnonym
  • 26.04.2012, 15:35h
  • "diejenigen, die an die traditionelle Ehe glauben"
    "Die katholische Sicht auf die Ehe ist nicht politisch, sondern religiös begründet."

    immer dieselbe doofe strategie. die ehe ist ebensowenig eine frage des glaubens wie die straßenverkehrsordnung. man muss an gesetze nicht GLAUBEN, mann muss sie soziopolitisch BEGRÜNDEN. es ist das ZIVILGESETZ, in das diese leute reinquatschen wollen, und da haben argumente, die auf fabelwesen beruhen, einfach nichts zu suchen.

    wenn ich behaupten würde, man müsse rote ampeln abschaffen, weil diese farbe dem großen gnarpf ein greuel sei, dann würde man mir zu recht eine therapie ans herz legen. und alle regen sich (zu recht!) auf, wenn in muslimischen gottesstaaten irgendwelche alten bücher zur grundlage der gesellschaftsordnung gemacht werden.

    nur bei der homoehe darf immer noch jeder mit seinen imaginären freunden dahergelaufen kommen und glauben, das sei eine prima grundlage für gesellschaftspolitische entscheidungen?

    also bitteschön, wo leben wir denn eigentlich?
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#7 goddamn liberalAnonym
  • 26.04.2012, 15:59h
  • Antwort auf #6 von fink
  • Ja, die Hetero-Ehe ist zudem ein Zivilgesetz, das die kath. Kirche in den letzten 200 Jahren überall, wo es eingeführt wurde, vehement bekämpft hat, weil da der Priester durch den Standesbeamten oder die Beamtin ersetzt wurde und gemischt- oder nichtreligiöse Ehen möglich wurden. Das galt denen als so unnatürlich wie heute die Homo-Ehe.

    Dass jetzt unmündige Kinder missbraucht werden, um die Zivilehe für unsereinen zu verhindern, ist natürlich ein Skandal. Ein Missbrauchsskandal...

    Und ein Verbrechen an den lesbischen und schwulen Schutzbefohlenen kath. Schulen, die in der Coming-out-Phase durch solche Aktionen stigmatisiert und traumatisiert werden. Aber das ist ja auch so gewollt...
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#8 finkAnonym
#9 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 26.04.2012, 16:29h
  • Jetzt hetzt die Katholische Kirche auch die Kinder gegen die Homoehe auf - geschmackloser gehts ja nicht!
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#10 ThinkFirstAnonym
  • 26.04.2012, 17:11h
  • Religion sollte unter die Jugendschutzgesetze fallen genau wie andere gefährliche, bewusstseinsverändernde Drogen. Erstkontakt nicht unter 18, wenn man sinnvoll in der Lage ist zu sagen "Nein, danke".

    Das eigentliche Totschlagargument ist ja diese absurde "Entwertung" der Ehe durch die Öffnung - das ist so absolut sinnfrei und nichtgreifbar, dass es keine Substanz hat, gegen die man argumentieren könnte.
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