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Maria Jepsen, ehemalige ev. Blschöfin von Hamburg, hier bei einer anderen Veranstaltung (Bild: Presse Nordelbien / flickr / by 2.0)

Bei einer Diskussion in Ludwigsburg plädierte die ehemalige evangelische Hamburger Bischöfin für mehr Akzeptanz.

Von Carsten Weidemann

Die ehemalige Bundesministerin Herta Däubler-Gmelin als Moderatorin sowie Maria Jepsen, ehemalige Bischöfin von Hamburg, und LSVD-Vorstand Manfred Bruns als Gäste: Es war eine illustre Runde, die am vergangenen Freitag zum Thema Diskriminierung von Homosexuellen auf Einladung der evangelischen Hochschule in Ludwigsburg zusammenkam. Die Vertreter der Amtskirche - sowohl der evangelischen wie der katholischen - sagten kurzfristig ab. Wegen "bedauerlicher Irritationen", wie die Ludwigsburger Kreiszeitung berichtet.

So blieb man unter sich, erfuhr aber durchaus Neues. Jepsen erzählte, sie habe in der Vergangenheit Morddrohungen erhalten. Auch der ehemalige Bundesanwalt Bruns, der zunächst mit einer Frau verheiratet war, kennt Anfeindungen zur Genüge. Die Diskriminierung per E-Mail käme in unterschiedlicher Härte, aber besonders schlimm seien Katholiken und Evangelikale.

Während Bruns die vollständige Gleichstellung bei Ehe und Adoption forderte, will Jepsen von ihrer Kirche Aktionspläne gegen Homophobie umgesetzt sehen. Die Sichtbarkeit Homosexueller in kirchlichen Strukturen will sie Alltag werden lassen: "Homosexuelle Pastoren können sehr gute Vorbilder für Jugendliche sein", meinte sie. Nämlich dann, wenn sie ihr Leben verantwortlich führen. In vielen Gemeinden gebe es schwule Pastoren, ohne dass dies jemanden störe.



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 Human RightsAnonym
  • 29.04.2012, 15:24h
  • Kinder und Jugendliche müssen vor der Einflussnahme und geistigen, psychischen oder sonstigen Vergewaltigung durch menschenverachtende Herrschafts- und Unterdrückungssysteme wie den kirchlichen oder religiösen geschützt werden. Von Anfang an und überall.

    Das Konstrukt der Religion ist ein Herrschaftsinstrument der Klassengesellschaft.
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#2 TimonAnonym
  • 29.04.2012, 16:25h
  • Alle offen Schwulen und Lesben sind Vorbilder für Jugendliche.

    Sowohl für schwule und lesbische Jugendliche, da sie ihnen Identifikationsfiguren bieten und zeigen, dass man offen zu sich selbst stehen sollte statt sich zu verstecken.

    Und auch für Hetero-Jugendliche sind die Vorbilder, da sie zeigen, wie vielfältig und bunt unsere Welt ist und dass Akzeptanz gegenüber anderen Menschen und ihren Leben von zentraler Bedeutung für Demokratie und das Menschsein an sich sind.

    Das betrifft alle Bereiche: Sportler, Schauspieler, Musiker / Sänger, Politiker und natürlich auch all diese Bereiche, in denen man nicht im Rampenlicht steht.

    Wenn Jugendliche wissen und sehen, dass es auch schwule Handwerker, Sachbearbeiter, Juristen, Lehrer, Ärzte, etc. gibt, kapieren sie, dass Schwule nicht nur Friseure und Floristen sind.
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#3 finkAnonym
  • 29.04.2012, 17:08h
  • ein paar warme worte, wie nett. davon abgesehen scheinen schwule und lesben auch für die angeblich progressiven kräften in der ekd in so eine art streichelzoo zu gehören. ab und zu kann man sie da ein wenig tätscheln, aber danach macht man auch wieder hübsch das gatter hinter sich zu.

    endlich mal ein eindeutiges gesellschaftliches signal wäre es, wenn die ekd klarstellen würde, dass homophobie in ihren mitgliedskirchen keinen platz hat. das tut sie aber nicht, sondern schließt immer noch oberfaulste kompromisse mit den fundamentalisten in ihren reihen. da muss man nicht über morddrohungen jammern, wenn man selber nicht mal die konsequenz zieht, sich von diesen leuten eindeutig zu distanzieren.

    gibt es eigentlich einen einzigen höheren vertreter der ekd, der sich öffentlich für die eheöffnung ausspricht? gibt es darüber überhaupt eine diskussion?

    "Vor allem Schwule haben es in der Kirche laut Jepsen immer noch sehr schwer. Sie würden als Sünder angesehen, die sich verändern sollen. Homosexuelle Frauen hätten es dagegen leichter. „Die gelten als alte Jungfern, die zusammenleben und sich gegenseitig helfen.“"

    www.lkz.de/lokales/stadt-kreis-ludwigsburg_artikel,-%E2%80%9
    EHomosexuelle-Pastoren-koennen-gute-Vorbilder-sein%E2%80%9C-
    _arid,55070.html


    sorry, aber nach kenntnissen über die aktuelle lebenswelt von lesben und schwulen klingt das für mich auch nicht. aus welchem jahrzehnt bezieht die eigentlich ihre informationen?
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#4 finkAnonym
#5 CasparAnonym
  • 29.04.2012, 18:21h
  • Frau Jepsen war immer schon vorbildlich. Aber weite Teile der evangelischen Kirche sind genauso homophob wie die katholische Kirche, wie sich auch in den letzten Monaten immer wieder gezeigt hat.
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#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 29.04.2012, 18:31h
  • Die Vertreter der Amtskirche - sowohl der evangelischen wie der katholischen - sagten kurzfristig ab. Wegen "bedauerlicher Irritationen", wie die Ludwigsburger Kreiszeitung berichtet.

    Das war nicht anders zu erwarten - feiges Pack!
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#7 Seraph80Profil
  • 29.04.2012, 19:56hKöln
  • Höchstwahrscheinlich ist die evangelische Kirche genauso homophob oder genau so homophil (?) wie die Deutsche Gesellschaft insgesamt.

    Persönlich kenne ich einige schwule Pfarrer und evangelische Christen und es handelt sich um außerordentlich angenehme Menschen:-) Unabhängig von ihrer Kirchenzugehörigkeit.
    Persönlich habe ich mit Kirche nichts am Hut. Ossikindheit halt:-)

    Aber etwas Entspannung in der Kommentarleiste wäre doch mal ganz gut.
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#8 goddamn liberalAnonym
  • 29.04.2012, 20:59h
  • Antwort auf #7 von Seraph80
  • "Aber etwas Entspannung in der Kommentarleiste wäre doch mal ganz gut."

    Entspannung wäre gut. Die kann erst dann eintreten, wenn die liberalen Kirchenvertreter bei den Evangelen, die in manchen Landeskirchen tatsächlich die Mehrheit stellen, den wildgewordenen Evangelikalen entschieden entgegentreten würden.

    Tun sie aber nicht. Stattdessen handeln sie mit Vertretern menschenfeindlicher Positionen, die sich schamlos auf eine Jahrtausende alte Verfolgungsgeschichte berufen, betuliche Formelkompromisse aus, die sich mit Antisemiten und Rassisten - zumindest heute[!] - nicht mehr aushandeln würden.

    Leuten wie Altbischof Wilckens oder (Honecker-)Pastor Holmer, die sogar die NS-Zeit noch miterlebt haben, und heute von gottwidrigen Greuelsünden bramabasieren, muss sachlich und bestimmt klar gemacht werden, was sie sind: rechte Gegner der Rechtsordnung, die leider in der Tradition von Menschenverbrennungen und -verfolgungen stehen!

    Für unsereinen gilt, was allgemein gilt: Nicht der Bedrohte, der Bedroher, nicht der Beleidigte, sondern der Beleidiger muss sich rechtfertigen. Auch und gerade bei Kirchens...
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#9 finkAnonym
#10 NanunanaAnonym